..aber sie ist noch da….

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Fingerübungen.

Lehrer Schmuck kam mit einem Stapel Klassenarbeiten den Flur entlang. Wir rannten zurück zu unseren Plätzen. Waren schlagartig mucksmäuschenstill. Es war der erste Klassenaufsatz in Deutsch. In der neuen Schule. Ach was – neuen Schule? Im neuen Leben! Wir Sextanerinnen platzten vor Stolz, dass wir nun dazugehörten, zu jenen, die sich als Gymnasiasten bezeichneten. Wir hatten eine Aufnahmeprüfung bestanden. Acht Tage lang hatte sie gedauert. Dabei waren wir doch erst zehn Jahre alt. Und wir, meine Freundinnen und ich, mußten zehn Kilometer mit dem Zug fahren, um zu diesem altehrwürdigen, irgendwie bäuchig und rund, aber zugleich auch abweisend wirkenden – lag es an dem Spitzdach, mit der übergroßen Uhr? Gebäude zu gelangen, namens Gymnasium. Vom Bahnhof bis zur Schule wirkten wir Schüler wie ein Haufen Ameisen, der sich emsig und eilig in eine einzige Richtung bewegte.

Lehrer Schmuck war klein, eher rundlich, hatte ein stets gerötetes Gesicht, als stünde er unter Hochdruck, als würde er jeden Augenblick explodieren, was  uns vorsichtig werden ließ, von Anfang an, gegenüber unserem Deutschlehrer Schmuck.

Ich beobachtete Lehrer Schmuck, wie er etwas kurzatmig und auf sonderbare Weise aufgeregt, den Stapel der vielen, und sicher schweren DIN-A-4-Hefte, sorgfältig auf seinem Pult vor der weiten grünen Tafel drapierte. Was hatte Lehrer Schmuck wohl alles lesen müssen? Instinktiv duckte ich mich.

Wie ein hohes Päckchen, wirkten sie, die Hefte mit der Klassenarbeit in Deutsch.  Akkurat geschichtet. Kein Löschblatt, das aus einem der Hefte herausgeragt hätte, lagen sie da, vor uns, wie zum Greifen nah, die Hefte der Klassenarbeit in Deutsch. Dem ersten Aufsatz, den wir je in unserem jungen Leben geschrieben hatten, ein Erlebnisaufsatz, so hatte es uns Lehrer Schmuck erklärt. Über etwas schreiben, was uns am Herzen lag.

Lehrer Schmuck stand vor uns. Seine Hände vor seinem durchaus sichtbaren Bauch gefaltet. Mir fiel auf, dass Lehrer Schmuck eigentlich eine Glatze hatte. Ein grauer Haarkranz umrahmte seinen Kopf, aber seine Stirn war bar jedweden Haarschmucks.

Herr Schmuck räusperte sich jetzt. In der  Klasse hätte eine Stecknadel herunterfallen können. Diese Stille war ungewohnt. Sie war beunruhigend. Wir Mädchen waren in der Unterzahl. Und eigentlich machten die Jungen immer irgendein Geräusch, konnten nicht still sitzen, wippten auf einem Stuhl oder schneuzten lautstark in ein Taschentuch. Nichts dergleichen. Eine lautlose Stille. Als seien wir erstarrt. Als harrten wir beklommen eines Urteils. Denn wir wußten, man hatte es uns in aller Deutlichkeit bei der Begrüßung in der Aula in ausgeklügelte Worten gesagt – dieses erste Jahr war zugleich ein Probejahr. Auch wenn wir die Aufnahmeprüfung bestanden hatten.

“Gut!”

sagte Lehrer Schmuck, und ein kleines Lächeln verschönte sein Gesicht. Die Strenge schien aus seinen Zügen zu weichen. Plötzlich war die Angst vor der Klassenarbeit verflogen. Was konnte schon passieren? Die Aufnahmeprüfung war bestanden, und sogar mit einer passablen Note. Das erste Jahr als “Oberschüler” lag vor uns. Ein erster Aufsatz, wenngleich im Hauptfach Deutsch, sollte er verhauen sein, würde das für keinen und keine von uns das Ende der gerade erst begonnenen neuen Schullaufbahn bedeuten.

Es war ein Erlebnisaufsatz. Wir hatten wählen können. Zwischen vier verschiedenen Themen: Familie, Natur, Tiere, Verkehr.

“Wir wollen es ja nicht so spannend machen!”

sagte Lehrer Schmuck, als ginge es überhaupt noch spannender.

“Im Großen und Ganzen sind die Arbeiten in Ordnung. Es sind nur zwei Arbeiten dabei, die etwas mager ausgefallen sind.”

Ich merkte, wie ich mich noch eine Spur kleiner machte.

“Aber eine Arbeit ist so außergewöhnlich, daß ich sie Euch vorlesen möchte, ohne den Namen vorab zu nennen. Hört einfach  zu. Dieser Aufsatz, und es ist der Einzige, hat von mir eine “SEHR GUT!” erhalten.”

Ich spürte mein Herz schneller klopfen. Welcher Beneidenswerte, welche Begnadete, gleich den ersten Aufsatz mit dieser Lobeshymne bekränzt! Und auch noch  vorgelesen!

Unwillkürlich rutschte ich noch tiefer in meinen Stuhl. Fühlte mich verloren und allein. Was hatte ich hier zu suchen? Sie waren doch alle so begabt. Mein Klassenlehrer hatte mich ausgelacht, als ich gesagt hatte, ich gehe aufs Gymnasium. Aber er hatte dann doch unterschrieben, weil ich so gebettelt hatte, was ich verabscheute, um etwas zu betteln, es war nicht meine Art,  aber ich hatte mich verstellt, hatte ihn so treuherzig gebeten, mir doch den Versuch zu gönnen…

Warum ein Lehrer seine Genehmigung geben mußte, wenn ein Kind auf eine höhere Schule wollte, hatte ich ohnehin nicht verstanden, doch schließlich hatte der alte, graue, hagere Mann mürrisch eingewilligt – “Du fällst ja sowieso bei der Aufnahmeprüfung durch!”

Aber ich hatte sie bestanden, die Aufnahmeprüfung.

Spielend sogar! Wie hatte ich diese Woche genossen!

Jemand wie ich gehöre nicht aufs Gymnasium: Ein Gymnasium sei nur für die Kinder von Ärzten, Rechtsanwälten, Pfarrersfamilien und von Lehrern natürlich, hatte mir der Klassenlehrer mit auf den Weg gegeben.

Auch mein Vater hatte sich meinem Wunsch, aufs Gymnasium zu gehen, widersetzt. Ich sollte eine Haushaltsschule besuchen. Um später einem Mann anständig den Haushalt führen zu können. Ich hatte lachen müssen. Mein Vater war wütend geworden. Nur meine Großmutter hatte ihn davon abhalten können, mich zu verprügeln, weil ich so vorlaut war. Und weil ich gar gelacht hatte.

Lehrer Schmuck griff ein Heft aus dem Stapel heraus. Er hatte es mit einem roten Faden versehen, so dass er es gleich fand. Unsere Augen hingen an Lehrer Schmucks Handbewegungen. An seinem roten Gesicht. Als könne es uns etwas verraten.

Lehrer Schmuck schlug das Heft auf und begann vorzulesen.

Nach dem zweiten Satz spürte ich, wie mir heiß und kalt wurde,  wie meine Stirn zu schwitzen begann:

Es war meine Arbeit.

Es war ein Aufsatz über ein Stück Erde, über ein Feld, das sich ein Jahr lang ausgeruht  hatte, ein ganzes  Jahr lang  “nutzlos” gewesen war, keine Ernte erbracht hatte. Ein Stück Land, das sich quasi ein Jahr lang “schulfrei” genommen hatte. Und wie es nach diesem Jahr des Ausruhens aufgeblüht war.

Als Herr Schmuck zu Ende gelesen hatte, dachte ich, jeder müsse an meinem hochroten Kopf der Verlegenheit erkennen, daß es ich war, ich, die Kleine aus der dörflichen Vorstadt vor der  Kleinstadt, die diesen Aufsatz geschrieben hatte. Und ich rutschte so tief in meinen Stuhl, dass er jeden Augenblick hätte nach hinten wegkippen können. Wie peinlich mir dies jetzt alles war. Als hätte ich mein Herz geöffnet. Und jeder konnte hineinschauen. Diese geschundene Erde. Die hatte endlich pausieren dürfen. Nach all den vielen Jahren, da sie nur ausgenutzt worden war. Sie durfte zwölf Monate lang ausruhen. Dafür schenkte sie im Sommer, der folgte,  Blumen über Blumen. Kornblumen, waren die Leuchtendsten, mit ihrem Tiefblau…ich sah sie vor mir, und all die Büsche von wilden Kamillenblüten, die begeisterten Kinder, ein Feld voller Blumen! Und der rote Klatschmohn, schau doch nur!…

“Rosa!” Ich blickte erschrocken auf. Ja?

Die Klasse hatte angefangen zu klatschen.

“Steh ruhig auf, Rosa,” sagte Lehrer Schmuck.

“Das ist Dein Applaus!”

Ich wußte gar nicht, was ich sagen sollte, wie ich reagieren sollte, ich hatte so etwas noch nie erlebt. Bloß nicht weinen dachte ich. Bloß nicht weinen.

Schließlich verneigte ich mich, zwischen Weinen und Lachen, vor der Klasse, vor Lehrer Schmuck, linkisch, so voller Freude, dass ich nicht wußte, wohin mit mir, meinen Armen, meinem Körper, meiner Seele. Es war ein so neues, so fremdes, so unbekanntes Gefühl, diese Art von Freude!

Ich begriff, Lehrer Schmuck hatte mich verstanden. Ich wußte selbst nicht so genau, was ich damit meinte. Aber ich wußte es. Er hatte mich verstanden. Ich brauchte keine Angst mehr zu haben.  Lehrer Schmuck nickte mir zu.

Als die Stunde zu Ende war, alle nach draußen in die Pause stürmten, bat mich Lehrer Schmuck wie beiläufig zu sich, so dass es nicht auffiel:

“Ein wunderbarer Aufsatz! Du hast ein großes Talent!”

Als ich mittags nach hause kam, aufgeregt, voller Vorfreude – vor Aufregung glühend, spürte ich sofort, als ich die Eltern sah, dass ich sie mit meiner Sehr Gut in Deutsch nicht belästigen konnte. Es würde sie nicht interessieren. Ihre Gesichter wie hinter dunklen Jalousien. Und ich wußte sofort, sie hatten wieder Krach gehabt. Sie saßen am Tisch mit der weißen Tischdecke, vor den Goldrandtellern, das Mädchen, das sie Dienstmädchen nannten, legte mit bleichem Gesicht das viel zu schwere Silber in Form von Messern und Gabeln und Löffeln auf den Tisch und brachte die Vorsuppe. Mein Vater verscheuchte das Mädchen mit einer schroffen Handbewegung.

Der Löffel war zu schwer für mich. Die fettige Suppe war mir zuwider. Und sie war zu heiß.

Trotzig warf ich in das Schweigen :

“Ich habe den besten Klassenaufsatz in Deutsch geschrieben. Er wurde sogar vorgelesen!”

Meine Mutter lächelte ein schwaches, vorsichtiges Lächeln, es erhellte ihr Gesicht.

Mein Vater schnaubte:

“Davon wird niemand satt!”

Ich rannte in mein kleines Zimmer und wollte losheulen. Aber ich hatte keine Tränen.

Ich klappte das Tagebuch zu. Kindheit. Vorbei. Vorbei?

Ich hatte die Wohnung meiner Mutter aufzulösen.  Seit Monaten hatte ich die Miete weiterhin gezahlt. Sie wirkt traurig, eine Wohnung, die übrig bleibt, wenn ihre Bewohnerin verstorben ist, wird von Monat zu Monat düsterer, wirkt anklagend, wie im Stich gelassen. Was wollte ich behalten? Wohin mit all den Sachen?

Die dunklen, massiven Möbel des sogenannten Herrenzimmers mit dem wuchtigen Schreibtisch. Ich hatte als Kind  seine Seitenfächer gemocht. Und die tiefe Schublade, in der man alles fand, wenn man nur lange genug suchte: Radiergummi, Bleistifte, eine Lupe, Klebstoff, Schnellhefter in verschiedenen Farben,  Briefpapier,  die unterschiedlichsten Füllhalter, ein Glas mit Tinte. Tintenpatronen. Wie oft hatte er als Buffet gedient, dieser Schreibtisch: Bei Geburtstagen, zu Weihnachten. Die Geschenke ließen sich dekorativ auf ihm aufbauen. Besonders feines Geschenkpapier wurde zusammengefaltet in einer der Seitentüren aufgehoben. Ich strich ein kleines Stück roten Seidenpapiers glatt. Legte es zurück. Von wann war es?

Der schwere Wohnzimmerschrank mit seinen Türen und Schubladen! In der untersten Schublade lag noch immer die alte Spiele-Sammlung. Das Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel gab es auch noch. Zwei gläserne Schiebetüren über den Schubladen verliehen dem Schrank einen Anflug von Grazie.  Noch immer die Bücher von einst, hinter den Glasscheiben. Bücher, die außer mir wohl nie jemand gelesen hatte. Sie waren von einem Buchclub. “Tiefer Süden” hatte mich sehr beeindruckt. Ich nahm ein Buch heraus. Ließ die Seiten durch meine Finger gleiten. Wie fein das Papier damals war, hauchdünn, fast wie Seide. Ich stellte das Buch zurück.

Ich war auf den Speicher gegangen. Die Geschichten dieses Speichers, ich hatte sie eines Tages aufschreiben wollen. Einer hatte sich dort erhängt. Ich hatte ihn gefunden, als ich die große Wäsche abnehmen sollte. Zwischen den weißen Laken hatte ich seine Beine entdeckt. Es war einer der Söhne der Nachbarin aus dem Parterre. Eine Flüchtlingsfamilie. Dieser Sohn – so hatte ich mitgehört, sei ein Kunstfälscher gewesen. Das Wort hatte mich  fasziniert. Was war Kunst? Und was war ein Kunstfälscher. Das verstehst du noch nicht, hatte man mich abgefertigt. Eines Tages werde ich die Geschichte dieses Mietshauses schreiben, hatte ich gedacht, denn in das schöne neue Haus mit der Wiese drumherum war Papa längst mit einer anderen Frau gezogen. Ich war nicht traurig, als er endlich aus der Wohnung ausgezogen war. Für meine Mutter tat es mir leid. Das mit dem Haus und der anderen Frau. Aber in einem kleinen Mietshaus passierte doch viel mehr. Was sollte man allein in einem großen Haus anfangen?

Die Tür unserer Mansarde klemmte noch immer. Zwischen allerlei Gerümpel hatte ich in einer großen Schachtel, die wohl mal weiß gewesen war, meine Tagebücher entdeckt. Gleich im Stehen angefangen zu lesen. Ein wenig. Ich würde später weiterlesen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Vielleicht nie mehr. Eigentlich hatte ich sie längst vergessen. Mit 16 hatte ich aufgehört, Tagebuch zu schreiben.

Mit spitzen Fingern öffnete ich einen der beiden Schränke aus Kunststoff, in denen man Sachen verstaut hatte, die kein Mensch mehr brauchte, aber auch nicht wegwerfen wollte. Ich roch den vergilbten, pudrigen Abglanz des Parfums meiner Mutter, als ich das schwarze Abendkleid aus Taft auseinanderfalten wollte, doch es fielen mir nur Stoff-Fetzen entgegen. Das Modellkleid war  mit einer Schere zerschnitten worden. Dabei hatte ich jäh die Vision, ich hätte das Kleid einst vor einem Schrank hängen gesehen. Und hätte auch meine Mutter in dem Kleid gesehen. Es war eine undeutliche Erinnerung. Ich warf das Kleid zurück in den Schrank aus Kunststoff, zog den Reißverschluß zu, griff nach meinen Tagebüchern, verschloß die Mansarde, verließ den Speicher und ging zurück in den ersten Stock in die Wohnung meiner Mutter. Das Haus war leer. Es wohnte niemand mehr in diesem Haus. Es war ohne Zentralheizung. Meine Mutter war die letzte Mieterin gewesen. Die Miete preiswert. Der Ölöfen stank immer. Das Linoleum hasste ich. Wie auch die Teppiche, die die Einfachheit des Hauses, der Wohnung, kaschieren sollten. Mit den Jahren waren die Verschönerungsversuche immer verzweifelter ausgefallen, schien mir. Die Tapeten mochte ich gar nicht erst anschauen. Die Vorhänge erst recht nicht.  Statt einer echten Farbe Großgemustertes. Aber ich hatte nichts gesagt.  Meine Mutter war nie umgezogen. Seitdem sie mit ihrem Mann und mir, ich war wohl damals sieben Jahre alt, in diese 4 Zimmer-Wohnung umgezogen war. Es war zuallererst ein mächtiger, goldschimmernder Kronleuchter angeschafft worden. Und nach und nach eine Einrichtung, die Wohlstand ausstrahlen sollte. An die alte Wohnung, in der ich wohl geboren war, erinnerte ich mich sehr gut. Dabei war ich doch noch so klein gewesen. Dort war das Brüderchen gestorben. Keine zwei Jahre alt.

Ich erinnerte mich an die Schreie meiner Mutter nach ihrem verstorbenen Jungen, und an meine furchtbaren Ohrenschmerzen. Es war eine Mittelohrentzündung. Und dass ich mich unter der bodenlangen Tischdecke versteckt hatte. Weil ich lebte. Wofür ich mich schämte. Ich erinnerte mich daran, dass ich in der schlauchartigen, länglichen Küche mit dem Herd, der eine angenehme Wärme verbreitete, auf einen Schemel gestiegen war, so oft, um aus dem Fenster hinausblicken zu können. Mein Blick fiel auf einen schmalen Garten mit ein paar vereinzelten Blumen. Er hatte so einsam gewirkt, dieser kleine, ärmliche Garten. Aber ich hatte die Blumen gezählt. Und ich erinnerte mich daran, dass in dieser Küche ein Huhn geschlachtet worden war. Wie ihm der Kopf abgehackt worden war. Und wie dieser kleine Körper des Huhns noch lange gezittert hatte. Aber ich durfte nicht weinen. Und plötzlich erinnerte ich mich daran, wie an einem Heiligen Abend, nachdem meine Mutter schon aufgegeben hatte, auf meinen Vater zu warten, und in diesem Herd die Glut fast ausgegangen war, die Kerzen des dürren Weihnachtsbaums so gut wie niedergebrannt, mein Vater heimgekommen war, eine geschlachtete Gans unter dem einen Arm und einen schwarzen Schäferhundwelpen unter dem anderen, und alle Beklommenheit von mir gefallen war, meine Mutter wieder gelacht hatte und ich überglücklich, einen Hund zu Weihnachten als Geschenk bekommen zu haben. Später hatte mein Vater diesen Hund erschossen. Weil er mein ein und alles war. Nein, er hatte ihn erschießen lassen. Es nie eingestanden. Ich hatte es herausgefunden. Einer der Arbeiter meines Vaters hatte es mir schließlich verrate. Ich war dreizehn Jahre alt. Die Eltern lebten in einem Scheidungskrieg. Es war so furchtbar, dass ich nicht einmal in meinem Tagebuch darüber geschrieben hatte. Es war der Tag, an dem ich wußte, ich konnte diesen Eltern nie mehr vertrauen.

*Fortsetzung folgt: vielleicht….