US-Email zu Bush

POST AUS AMERIKA:

Ja, feminissima darf “sehr gerne” die Mail abdrucken, die FEM “so toll” fand, allein schon wegen des Engagements auf eine fast nur angedeutete (aber doch konkret..) Szene auf der live-Seite von einem Treffen mit Deutsch-Amerikanern in der klaa Stadt, als die gerade ihre Mom und Gra’Mam abholten, um sie mit in die States zu nehmen, für immer. Denn hierzulande wäre ihr, toll! nur das Pflegeheim geblieben. Geistig mit 83 in Höchstform, aber die Beine halt ein bisschen schwach…so etwas darf ja bei uns nicht passieren…wenn Deine Kids weiter weg sind..da bleibt Dir bei uns sonst nur “das Heim”. Aber darum geht es hier nicht, sondern um eine leidenschaftliche Reaktion auf die Bemerkung der “Deutsch-Amis” sie fänden Bush “toll”. So, denn lest doch bitte selbst, nach dieser nicht kurzen Einstimmung & Einleitung..

Datum :

Mon, 6 Jan 2003 21:47:50

ich schau jetzt meist vorher in die FEM, bevor ich dir schreibe, weil ich nie weiss, wo du im mom gerade steckst, hihihi, aber jedenfalls gehts dir supi, wie ich eindeutig

heraushöre, und das ist schliesslich das wichtigste. du bist einfach ein stehauffrauchen, hahahhah, toll…

aber zu diese bush-einstellung von diesen ansonsten lieben leutchen, kann ich dennoch nicht schweigen. das ist nämlich genau d i e haltung, die ständig neue kriege

provoziert ! natürlich gibts auch das argument, dass hitler einfach nicht anders zu besiegen war als auf den weg, den die amerikaner endlich eingeschlagen haben, und wir

müssen ihnen auch dafür dankbar sein, und sie haben uns persönlich auch sehr geholfen damals nach dem krieg, oje, wenn ich daran noch denke… bin ihnen dafür ewig

dankbar… aber dennoch ist ein schwerer konflikt niemals wirklich durch krieg zu lösen, höchstens mal über kurze zeit, ermöglicht einen aufschub sozusagen, w i r k l i c h e

lösungen gibt es nur durch gespräche, ehrliche verhandlungen, in denen keiner den anderen übers ohr hauen will, wo wirklich j e d e r für jeden das beste will… d a s

wäre der wahre weg. aber da siehst du mal, wie weit weg der mensch doch noch von einem wirklich zivilisierten wesen ist ! so ein weg erscheint uns nämlich sehr utopisch,

obwohl er doch zu beschreiten so einfach wäre… frauen wären da besser in der lage dazu…. nur mutieren die dann meist zu männern, wenn sie gewisse positionen

erreichen. D a s ist das eigentliche drama ! dieser weg, den bush jetzt eingeschlagen hat, irak zu bekriegen, korea fast zu umwerben, macht ihn unglaubwürdig, macht ganz

amerika unglaubwürdig, und glücklicherweise sehen das viele hier auch so. was sollen den die ganzen inspektoren, die nichts finden ?! sowas von lächerlich ! natürlich ist

hussain kein friedlicher typ, ein mörder, ein tyrann, das wissen wir alle, aber warum müssen menschen , tausende, abertausende dran glauben, nur um diese schwein zu

kriegen ?! wenn amerika so stark und intelligent ist wie bush tut, dann sollen sie ihn ausfindig machen und ihn alleine killen… die kriegen ja auch nicht bin laden, meinten

grossspurig, ihn bis weihnachten zu haben ! ihre strategie ist total falsch und dumm, sag ich dir, und bush ist für mich der inbegriff von dummheit, provokation und

selbstüberschätzung. ein clinton, ein al gore wären in dieser situation erträglicher gewesen, nicht provokativ, nicht dumm… sie hätten die sache wahrscheinlich auch nicht

verhindern können, weil das ganze unglück eben schon jahre zurückliegt, aber sie hätten sich nicht noch tausende von feinden dazugeschaffen. wir haben das pech jetzt,

dass wir sowohl in amerika wie in israel dummköpf zur gleichen zeit sitzen haben, die alles zerstören, was vorher andere versucht haben , in kleinen schritten aufzubauen,

natürlich mit rückfällen, aber es ging dennoch leicht aufwärts, aber jetzt… jetzt wird wieder alles zerschlagen…das kannst du auch deiner süssen 83jährigen sagen, all die

opfer, die sie bereit ist zu bringen, sind unter diesen begleiterscheinungen umsonst, sie schüren neuen hass, provozieren neues blutvergiessen…. ich hasse diese

einstellung, weil die uns immer wieder zurückwirft ins archaikum….natürlich werden die menschen eingeschüchtert mit giftgasbedrohungen und sonstwas allem. wer würde

denn sonst in den krieg ziehen wollen ?… hat diese frau auch erzählt, dass es hier eine initiative der 11.Sept.-opfer gibt, die in den irak gehen, die in alle krisengebiete

gehen, um sich dort überall um aussöhnung zu bemühen ? sicher weiss sie das nicht. und ich finde, n u r diese leute hätten eigentlich das recht zu sagen, was

geschehen soll ! zumal doch bush diesen 11. sept. als ausgangsursache für seinen feldzug ansieht ! aber wenn selbst die betroffenen , ein grosser teil wenigstens, dies für

falsch hält…. weisst du, ich kriege gänsehaut, wenn ich diese tapferen leutchen reden höre, die weissgott genug mitgemacht haben ! und ich kriege wutausbrüche, wenn ich

sehen muss, dass ihre stimmen überhört werden. s o l c h e leute an der regierung…. und wir hätten nie einen 11.sept. gehabt ! wir hätten nie einen bin laden gehabt !

wenn man unmittelbar erleben muss, welche leute die amerikaner in arabien unterstützen ! da kann man zum stier werden, ich kanns mir lebhaft vorstellen ! Deine Ricky

“Hintanmerkung” von FEM : die FRAU SOLLTE IN DIE POLITIK GEHEN. FEM ist stolz auf solche UserInnen! DANKE.

November-2002 – ein Sonntag

…mal hineinschauen…klngen sie nicht irgendwie anders…die jetzt ja beinah schon “alten” Texte. Noch übriggeblieben von einer Lösch-Arie im Dezember 2002…Zu Weihnachten sozusagen. Das ist überstanden…

Hallo, Willkommen – es ist jetzt ungefähr kurz nach 17 Uhr an diesem Sonntag. Zwischen Herbst und Winter.. Die Welt beginnt vor der Haustür und es ist wunderbar draußen…auch wenn Ihr heute bei Eurer FEM gewesen seid, oder es noch vorhabt…bewegt Euch doch mal “an die Luft”….
Menschen, Lachen, die ersten Christbäume werden verkauft,
Kinderlachen zeitlos….lasst Kinder mehr lachen und weiterhin lachen..
derzeit und wie immer klingt Eure FEMINISSIMA zwischendrin immer melancholisch und das ist sie auch…
warum das nicht zugeben…
wir sind doch nicht ständig fit for fun..dann wäre das ja gar keiner mehr, sondern furchtbar anstrengend…
..ja, lasst Euch mal durchhängen…
aber es muß auch nicht melancholisch sein..
doch es stimmt schon nachdenklich,
wie heute die fantasievollsten Gestecke für die Gräber weggehen wie die ..nein, der Vergleich wäre zu abgeschmackt..”die warmen Semmeln” – FEM sagt –
” natürlich ehrt Eure Verstorbenen…aber denkt doch auch an die Lebenden um Euch herum…das ist doch wunderbar, zu leben…wir sind ständig damit beschäftigt an übermorgen zu denken, was mache ich dann und dann das – HEUTE LEBT IHR und es ist ein kostbarer Schatz, genauso kostbar, wie seine LIEBEN und seine FREUNDE zu pflegen und zu hegen…”

Na, net bös sein, heut iss FEM irgendwie sülzig…zwischendurch, weiter unten, also früher am Tage nicht mehr ganz so..dann wieder doch…verzeiht…aber FEMINISSIMA ist keine Maschine,
die von alleine schreibt
und heute ist der 20. Todestag von Fems Mutter…sie starb zu früh..wie alle Mütter zu früh sterben,
denn Kinder denken, Mütter haben unsterblich zu sein…ja…das ist so.

Entschuldigt also ein wenig,
und FEM hat gerade in diesem Jahr so viele Todesfälle miterlebt…
..wobei so oft die Frage auftauchte, war es …hätte es sein müssen…

Net-e-mal e hessisch Lustischkeit will uffkomme,
aber das kommt wieder…verdrängt Eure Gefühle nicht…lasst sie raus..vielleicht ausgehen, Leute treffen, FEM ist gerade zurückgekommen…aber manchmal muß doch auch mal Trauer und Nachdenklichkeit erlaubt sein, oder?

Und – ja, es hat etwas mit der allgemeinen Stimmung zu tun…natürlich.
Nur wer Augen, Ohren und alles dichtmacht, kann eine allgemeine Angst vor einem unabsehbaren Krieg verdrängen…das kommt hinzu..und die ständigen Nachrichten von neuen Kürzungen im “Sozialsystem”. Was ist BEI UNS LOS??

“Where are we headed?” Wo sind wir angelangt..? Lasst uns aktiv werden…und lasst uns bitten, daß diese Regierung zurücktritt.

Sie treibt uns in den totalen finanziellen, sozialen und irgendwie “atmosphärischen” Ruin…..

Das schreibt FEM an diesem Totensonntag und verlässt Euch jetzt wieder….vielleicht hört FEM ganz auf zu schreiben, an dieser Stelle und schließt FEMINISSIMA auch wieder…oder?

Nein, “heute ist nicht unser bester Tag”, würde jetzt gerne das nette PC-Programm zu FEM sagen, aber es ist ein gutbesuchter Tag , bei uns, aber dennoch – CU!

FEMINISSIMA – yours…

P.S. Wann immer FEM das Haus verlässt, erfährt sie auch sofort “Lebensgeschichten”, ja, das Leben beginnt jede Sekunde…aber es kann auch jede Sekunde enden…und manches ist geeendet, obwohl es noch existiert.
Beginnt, warmherzig zu werden….hinterher ist es zu spät. Tschau-ly.

CU- ly…..

Seid gegrüsst, heute Mittag rund zwanzig schüchterne LeserInnen oder doch schon aufgewacht..? Es ist noch immer neblig draußen und FEM wird jetzt erst richtig wach…glaubt FEM nie wirklich, wenn sie das behauptet…nein, seid willkommen, und der kleine Sonntagstext aus der Nacht hat sich schon wieder zu einem kleinen Bandwurm entwickelt….wenn Ihr lesen wollt…?

FEM muß jetzt mal wieder, es ist schon wieder später als eben…lol….bis denn! CU!

EURE FEMINISSIMA!

Sonntag, 12 Uhr Mittag.

Jetzt – 13 Uhr 20 und eine kleine Ergänzung zum Text von vorhin..vielleicht war er ein bissi sehr aus nüchternem Magen geschrieben..mit zwei Spiegeleiern, und Frühstücksspeck…jawoll und einer Grilltomate intus und zwei Liter Kaffee…wird Eure FEM gleich schon wieder viel milder, obwohl – nein, never ever ist FEM überheblich. Wie könnte sie !
Der “Mensch fängt auch nicht erst beim Universitäts-Abschluß” bei ihr an, i bewahre, das sind ja oft die allergrößten Langweiler – nein, aber! Das lieben wir inzwischen, ist ja auch eine der eingefrorenen Standard-Floskeln der deutschen Sprache geworden “ja – aber!” Leider kommt dann aber eigentlich kein aber, weil schon auch vorher kein “ja” vorhanden – FEM will sagen, zur Kritik an Amelie Fried und all den anderen, auch wenn FEM aus merkwürdigen Gründen Frau Maischberger lange nicht mochte, ist sie vielleicht neben gutem Aussehen (vielleicht spielt sie dies zu sehr aus???) vielleicht doch auch wirklich die ernsthafteste und bestausgebildete, vielleicht auch talentierteste “Ausfragerin”.

Kein Mensch kann alles wissen. FEM hat schon ganze Vormittage damit zugebracht, auch nur den richtigen Vornamen eines Menschen zu finden..- aber FEM meint diese “Schein-Klugheit” oder die gespielte “Naivität” oder echte Dümmlichkeit, die sich hinter Arroganz (die immer ein Zeichen von Minderwertig- oder Überwertigkeitskomplex ist..)verbirgt – also :

“Was ist eigentlich eine Deflation im Vergleich zur Inflation, ist das in einer Talk-Show mal so eben erklärbar?”

Das wäre eine “echte”, direkte und “ehrliche” Frage gewesen. Denn wer soll das denn schon wissen. Und natürlich hätte Oskar Lafontaine das gerne erklärt, er spricht und schreibt ja irgendwie flüssig und anschaulich…es hätte ihm sicher sogar einen Riesen-Spaß gemacht.

Aber naiv-überheblich-nachsichtig-lächelnd zu “fragen” :

“Ja, ist es denn nicht gut, wenn die Preise fallen?”

ist eine Humbug-Frage, denn sie hat den eigentlichen Inhalt der Frage, nämlich den nach der Bedeutung der “Deflation” gar nicht erst aufgegriffen, setzt also damit voraus, jeder wisse, daß fallende Preise eine Deflation sind, oder wie? Und das so zu behaupten, wäre genauso…dümmlich.

Das und nichts anderes meinte FEMINISSIMA weiter unten im Text und eben auch falsch eingesetzte Worte, wie “politisieren”, ein den Inhalt abwertender Begriff für die berechtigte oder subjektive oder beides Empörung des Schauspielers Stadlober über den brutalen Polizei-Einsatz in Hamburg bei der Räumung der sogenannten “Wagenburg” im Schanzenviertel.
Dann hätte Fried noch hinzusetzen müssen, okay, sorry, soll jetzt nicht abwertend klingen….aber es IST KRASS ABWERTEND von “sind- Sie- jetzt-politisiert” zu reden, wenn da Menschen wieder einmal wie Pappschachteln zusammengeknüppelt wurden und wieder einmal die verdammte WELTFERNE von einer Amelie am Rande der bayrischen Seen bewies…die sich nicht einmal darüber aufregen konnte, was in Hamburg passiert. Wahrscheinlich, weil sie außer den ihr von der Redaktion vorgelegten Kärtchen wirklich nichts im Kopf hat, was auch erklärt, dass sie am 40. Geburtstag in eine tiefe Krise fiel, wie sie ungefragt kundtat. Klar, wer nichts im Hirn hat, ist mit 40 Jahren uralt, aber auch schon mit Zwanzig….
Natürlich IST FEMINISSIMA für BILDUNG. Nur Bildung hilft vor all oder gegen all den Größenwahn…und Dinge zu durchschauen, sonst kann einem ja jeder alles erzählen und man/frau muß es glauben, weil selbst keine Ahnung und damit “keine eigene Meinung” ….

Jetzt wird gerade wieder die TÜRKEI-KARTE ausgespielt. Auch so verlogen. Kaum zeigt sich Widerstand gegen die komplette Übernahme des chauvinistischen Islams auch noch in Europa…durch den weit verfrühten EU-Beitritts der Türkei, der allein durch die USA forciert wird, damit er noch mehr Militär-Basen überall aufbauen kann….und sofort wird irgendwo eine Moschee abgebrannt und rechten Kreisen zugeschoben. Mag sein, muß aber nicht. Kann auch, was eigentlich täglich passiert, gezielte Provokation gewesen sein. Also von “Diensten” selbst ausgeführt..So wie nun auch…nach dem Bestehen auf Überflugsrechten…die USA um “Raketen bitten”, in sweet Deutschland…ach bitte, kannste mir ma e Raketche leihe, ich gebs Dir auch widder….”
Die Überlegung, wieso sich eine USA, in der Person eines einzigen Mannes, namens BUSH “plötzlich” für einen EU-Beitritt eines islamischen Staates heftig einsetzt, als “Prorität” bezeichnet, nachdem er doch in allem Islamischen “die ACHSE DES BÖSEN” sieht…das ist doch der Widerspruch, der vorne und hinten nicht zusammenpasst.

Und auch FEMINISSIMA wird sich keinen rechten Schuh anziehen lassen, weil sie schrieb, daß kurdische und türkische Frauen der Unterschicht schlechter behandelt würden, als Tiere, zu reinen Gebärmschinen reduziert. Keine Rechte, nichts. Was sich leider auch in Germany fortsetzt. Daher ist der Prozentsatz psychisch erkrankter kurdischer Asylbewerber-Frauen rapide gestiegen. Weil “eine kurdische Frau das Haus nicht verlassen darf”. Auch wenn sie nun in Deutschland lebt. Aber – wer schreibt schon darüber? Das würde ja bedeuten, sich einmal mit der Tiefe der ganzen Problematik auseinanderzusetzen – angefangen vom Begrüßungsempfang am Bahnhof der “türkischen Gastarbeiter”, die man als Arbeitstiere sah, aber nicht als Menschen…!! bis hin zu den heutigen Elends-Flüchtlingen aus der Türkei…und der Zwischen-Schicht, die sich teilweise sehr gut durch Drogengeschäfte finanziert und in vielen Gemüse-Läden Drogengeld wäscht…das darf man nicht mehr sagen, dann ist man nicht mehr multikulti. Hörrt uff! Es hat sich keiner um die Türken gekümmert und auch nicht um die Kurden. Sie waren und “sind” für uns schon noch…ein wenig…(nicht für FEM), FEM hält nur Beobachtungen fest oder versucht sie, zu analysieren..”drittklassig”. Voilà. Aber nun, da Bush-Fire den großen Krieg will, muß das alles handlich organisiert werden. Und da ja die Türkei..wie kam das eigentlich noch zustande..?? Es war für die USA wohl unumgänglich und brachte dem armen Land gute Bestechungskohle…NATO-STAAT ist und Bush-Boy über Tony-Boy und langsam auch GERD-Junge beste Beziehungen…zu Europa hat , muß auch flugs die Türkei, deren eigentliche Armut doch niemanden interessiert, reingepresst werden, wenn die Kriege vorbei sind, kann man sie ja wieder rausschmeißen , nicht wahr?
Und der allgemeine Analphabetismus in der Türkei, der männlicher Macho-Überheblichkeit der islamischen “Frauen-Interpretation” keinen Abbruch tut, und wenn Frau Göttin höchstselbst….
Ein BILDUNGSPROGRAMM, ein ausgedehntes, zunächst, und erst einmal den BEWEIS für die Abschaffung von FOLTER und der ständigen Menschenrechts-Verletzungen in der TÜRKEI…eine neue Definition der FRAUEN-ROLLE in der Türkei…aufgrund eines extensiven Alphabetisierungs-Programms – das wären Taten, alles andere sind schönklingende Worte eines neu-gewählten Mannes in der Türkei, der demnächst in Kopenhagen die “Europa-Tauglichkeit” eines Landes demonstrieren will, das, aus welchen Gründen auch immer, den Standard um 100 Jahre zurück hat.
Das ist keine Frage von rechts oder links, es ist eine Frage inwieweit hier auch wiederum MENSCHEN, denn ein Staat ist ja kein abstraktes “Gebilde”, sondern setzt sich aus Menschen zusammen, nur BENUTZT werden, weil dies ein paar Politikern gerade zupaß kommt..egal, was am Ende dabei herauskommt.

Als wir 18 waren, dachten wir, morgen wächst die ganze Welt zusammen, warum gibt es Unterschiede, wer macht sie? Lasst uns alle eine große Familie sein, so daß es auch keine Hautfarben- und damit keine “Rassen-Unterschiede” mehr gibt, und unser Supi, in der Klasse, der dann auch Jurist wurde, weil er alles besser wußte, der Besserwisser..lol…sagte – oh, Ihr Naiven, da werden wieder “Farb-Schattierungen” sich einer anderen überlegen fühlen…die “Gleichheit” , sie wird es nie geben, wir können bestenfalls versuchen, eine GLEICH-BERECHTIGUNG zu schaffen, das ist objektiv, Gleichheit ist subjektiv,den jeder ist anders geprägt…aber gleiche Chancen-Voraussetzungen..ja….
Wir fühlten uns damals etwas desillusionisiert (..siehe die Endung “isieren”…) und düpiert und wir dachten, ach der ist so negativ, wir waren 18 und wir konnten nicht verstehen, warum sich Völker bekriegten und bekämpften.

WIR können es bis heute nicht…aber Jahrzehnte sind verstrichen und – es hat sich nichts wirklic verbessert..im Gegenteil…es gibt zwar keine “Weltkriege” mehr, (kann sich dank Bush täglich ändern) dafür aber weltweit Dauer-Kriege und Völkermord, von dem wir nur erfahren, wenn wir uns sehr darum bemühen…weil er gern verschwiegen wird…es gibt die Unvereinbarkeit von Gruppen siehe Irland…siehe die die Dauer-Attentate in Israel und wiederum in den palestinänsischen Gebieten…natürlich könnte ein derzeitiger EU-Beitritt der Türkei zu ähnlichen Verhältnissen führen. Schlicht und ergreifend, weil ein heftiges RIVALISIEREN um ….und das ist das wirklich Irre…”Weltanschauungen” und “Religionen” einsetzen wird, noch extremer, als bereits derzeit…Das sind alles Sachen, die überlegt sein wollen. Einen “Marshall-Plan” für die Türkei, wie jetzt von der CDU vorgeschlagen, klingt herablassend, die Tatsache ist, die Türkei ist ein superarmes und überwiegend analphabetisches Land. Das von deutschen Touristen übrigens auch gerne ausgenutzt wird, weil es so “billig” dort ist und die “Leute so gastfreundlich”.

FEMINISSIMA ist keine Politikerin und hat keine Patentlösung, nur eine Meinung…die auch nur sujektiv ist…und sie verlässt Euch jetzt, um sich sonntagsfein für ein Rendez-Vous zu machen..CU, BLEIBT DRAN!

FEMINISSIMA, 14 Uhr, am 24. 11. 2002

Hi, hi –

Schwer depressiv Eure FEM letzte Nacht, nachdem sie den ersten Teil über das GESCHÄFT MIT DER TODESANGST DER FRAUEN geschrieben hatte, und ihr einfach auch nicht aus dem Gemüt gehen konnte, daß Gaby nun seit weniger als sechs Wochen tot war..dann löschte FEM diese Texte alle wieder und setzte, wie um uns alle zu trösten.. den Sonntagstext unten hin….
Aber jetzt ist wieder Tag – und manchmal ist es eine Befreiung, wenn der Tag wieder angebrochen ist, weil mit der Helligkeit manche dunkle Gedanken auch verschwinden…
und manche geistige Verklemmung einer hell-täglichen Erleuchtung weicht…!
Treue und tapfere Dauer-FEM-LeserInnen werden sich erinnern, daß FEM schon am Freitagabend einen längeren Bericht über “III nach 9″ ist wieder (richtig) da”, schreiben wollte.
Die einst renommierteste Talkshow, zuletzt zur Einschlaf-Sendung verkommen, glänzte dieses Mal durch starke Gäste und eigentlich hat es eben doch AMELIE vermasselt, das war das Zögern in dem bislang noch nicht “Schreiben-mögen-können” – der “näheren” Gedanken zur Sendung.

Weil FEM darüber noch nachsinnierte ob die Naivität der Amelie Fried nur dauernd als “Rolle” gespielt..oder vielleicht doch ..gar ..am Ende..echt? Dass da wirklich gar nichts drin ist, in dem blond-tupierten Köpflein?
Naivität, gepaart mit einem gravierenden Mangel an Bildung..kein Wunder, Amelie Fried, inzwischen längst zur Hera Lind degradiert, durch dümmliche Schreibereien und einem -dauer-heile-Welt-Leben im tiefen Bayrischen, denn diese Amelie Fried, die mal richtig gut war, frech, intellektuell, nachfragend, oder war das ein Irrtum – ? sie entwertete – unpolitisch wie die DAME bis ins Mark zu sein scheint – den ebenso leidenschaftlichen wie wütenden, wie berechtigten Protest von Jung-Schauspieler STADLOBER gegen die Räumung der “Wagenburg” in Hamburgs Schanzenviertel. “Bambule” war übrigens mal eine Arbeit der Journalistin Ulrike Meinhof..und ist ein Ausdruck für “KRAWALL” –

Also war in Bambule Bambule angesagt, in Hamburg flogen die Fetzen, Polizei-Einsätze, für die Hamburg übrigens auch unter SPD- Zeiten berüchtigt war, – und AMELIE fragt, mit diesem kaum erträglich zugespitzten Dauer-Lächeln und auch noch tatsächlich als gedanklichen Anlauf den STERN mit seinem tollen neuen Titel “Pubertät” …(wieviel für die Reklame erhalten, Amelie Fried?)

zu Hilfe nehmend, den hellwachen Stadlober, irgendetwas so Dümmliches zur “Pubertät”, daß er klasse konterte:
“Ich dachte, da bin ich eigentlich gerade raus..” –
aber das war ja nur der Einstieg…
der Zusammenbruch der Sendung im Kampf um die Note “sehr gut”, kam, als spitzmündig-lächelnde-Großomi-Frage-Augen-weltferne Amelie dann ihren Senft zu Stadlobers Erregung über den miterlebten Polizei-Einsatz in Hamburg filmszenenreif, oder anders ausgedrückt, tausendmal besser als jeder ARD-oder ZDF- Journalist, die sind ja auch meistens sehr schlecht, inzwischen, es hätte formuliren können –

da kommt doch tatsächlch von Amelie Fried …lächelnd, selbstverständlich, von weit oben herab, wolkenfern-nachsichtig:
“DAS HAT SIE POLITISIERT?”

Amelie Fried, wer so seichte Büchlein absondert, wie Sie, kann NATÜRLICH NICHT WISSEN, daß jedes VERB mit der, einfach und verständlich ausgedrückt: “Endung” – “isieren” – absolut péjoratif ist, also negativ-herabsetzend. Kleines Fortbildungsbeispiel –
“polemisieren”…”bagatellisieren” und “politisiert” , das ist eben Ihre so grundgutehauseigeneOberflächlichkeit, Sie redisieren eben auch nur, Sie fragisieren auch auch und sie denk-isieren halt auch nur…bleiben Sie an den bayrischen Seen und machen Sie das Land nicht noch dümmer und unpolitischer..als es teilweise (war)..wir wachen gerade wieder auf, auch dank der Dauer-Berieselung-dumm-dümmerlicher-sogenannter TALK-SENDUNGEN, die einfach nur zeigen, mein Gott bei ARD und ZDF sitzen einfach nur Dümmerlinge, die nie eine Universität von innen gesehen haben, sie können nur Angelesenes, das andere für Sie zusammengestellt haben, und das oft auch noch schlecht. Dafür werden sie so zauberhaft bezahlt, daß sie sich selbst für klug halten…wunderbar!!

Die dann wohl doch eherDUMMHEIT denn Naivität.. von Amelie Fried, drängte auch peinlich zum Ausbruch, als sie, die wahrscheinlich nie in ihrem bayrischen Leben etwas von Wirtschaft gehört, außer der, in der man was zu essen bestellen kann, als sie nichts mit dem Begriff “DEFLATION” anzufangen wußte, und denn, dieser unerträgliche Kontrast zwischen-schulmädchem-Unschulds-und-Urgroßmutter-Weisheitslächeln – :
die Frage an Lafontaine..:

“Ja, aber, ist es denn nicht gut, wenn die Preise fallen?”

Und Lafontaine, er ist derzeit in brillianter Hochform, das muß jeder Neid ihm lassen, antwortete, auf Pipifax-Fragen wolle er sich nun aber doch nicht so gerne einlassen, und er sehe sich außerstanden, in zwei Minuten den Unterschied zwischen Inflation und Deflation, bzw. “die Wirtschafts- und Finanzwissenschaft” zu erklären.
Konnte es aber denn doch…

Nun also weiß FEM und Ihr wißt es auch, warum da diese Schreibblockade war, weil.. wegen der Gäste eigentlich eine Riesen-Begeisterung, schlecht – waren nur die Moderatoren, wie meistens …

Ihr seht, meine Lieben, die Ihr Euch schon Sorgen um FEMINISSIMA gemacht habt, so viele Texte aus der TOP-LIST gelöscht, den langen welcome-Text gelöscht (gespeichert, keine Angst!!) in der Nacht und dann unten den ja schon weihnachtlich-glühweinhaltigen- Totensonntags-Text – , ihr braucht Euch keine Sorgen zu machen. !!
FEMINISSIMA ist wieder bei EUCH und versucht jetzt einen Kaffee zu finden, der noch gekocht werden muß…kommt gut durch den Tag – und – noch etwas – wir denken immer so viel, eigentlich dauernd über dramaturgische, szenische Formen der Umsetzung nach, das ist nicht nur wichtig, damit Unlesbares lesbar wird, etwa Kriminalakte wie marode Schrott-Tanker auf den Weltmeeren, zugunsten fetter Schmarotzer und zugunsten der Zunahme von Krebs in aller Welt und dem Tod von Meer und Mensch und Tier – sondern auch, zuweilen, wie Texte, die vielleicht …derart sind, hart an der Grenze zu…wie auch immer –
Wir werden aus dem “MAFIA-TEXT und dem “FRAUEN-WOLLT-IHR-EWIG-LEBEN – ein THEATERSTÜCK machen. Das drucken wir dann in einer unserer Rubriken ab…mit aller künstlerischen Freiheit….Bambule war ein verdammt guter Titel..Ulrike Meinhof war mal eine der ersten KURT-MAGNUS-PREISTRÄGERINNEN – ein hochrenommierter Rundfunk-Autorenpreis einst, heute zwischen der Vereinsgründung der Verleihung von Dauer-Preisen leider untergegangen, auch Eure FEM war für diesen Preis und andere mal vorgeschlagen…aber war letztlich wohl wie immer ein wenig zu frech der Text, griff zu viele Leute an…hihi….bzw. “Institutionen”, kurz, die Politik und die Kirche – kurz, die Gesellschaft..haha..und solche Frauen darf man doch nicht mit Preisen auch noch ausstatten…also, wir werden demnächst hier als neue Form der Berichterstattung wieder das THEATERSTÜCK einführen, geprägt vom Brecht’schen Verfremdungs-Effekt, wie wir nun einmal sind!
Ihr könnt übrigens gerne noch den eigentlich wirklich hübschen Text nun weiterlesen….: das Wort zum Sonntag…weiter unten..trotzdem will sich FEM damit nicht selbst verar….es ist schon ernst gemeint…aber es ist trotzdem ein bissi sülzisch, meinter net doch auch…?

CU! HOLD ON! KEEP ON! BLEIBT DRAN!

FEMINISSIMA – online-only.

Willkommen – es ist Sonntag, der 24. November.
Heute in einem Monat ist der Heilige Abend. Heilig ist ein schönes Wort..findet FEMINISSIMA..Ehrerbietung…Respekt..
An diesem Sonntag beginnen an vielen Orten die ersten Weihnachtsmärkte. Einen der atmosphärischsten Weihnachtsmärkte erlebte FEM einst in einer kleinen norddeutschen Stadt.
Viele Tannenbäume, klitzekleine Büdchen, winzige Pfade durch die Farbigkeit von Glitzerndem und Schimmerndem…all die Mütter mit ihren noch kleinen Kindern und deren roten Wangen von der Kälte und auch der freudigen Aufregung….
der andere war in Heidelberg. Im Zentrum. Ein unüberschaubares Gewimmel von so viel aufgekratzten Menschen, Glühwein auf Stühlen vor den kleinen Kneipen und Restaurants….künstlerische Arbeiten zu kaufen, unweit eine Kirche…gerade auch ein Orgelkonzert..die ganze Innenstadt schien eine einzige Atmosphäre der offenen Herzen auszustrahlen, doch, es war hinreißend, mitreißend, fremde Menschen lachten miteinander…international…die Studentenstadt Heidelberg und das alte Lied – “Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren..” es wurde neben weihnachtlicher Drehorgelmusik auf der Straße auch von verliebten, engumschlungen sitzenden Pärchen gesungen….Lasst und diesen einen Monat versuchen, friedlich miteinander umzugehen…ADVENT..der nächste Sonntag, die Ankunft, die Vorbereitung der Ankunft…wie freuten wir uns immer, als Kinder, auf all diese geheimnisvolle Zeit…Wunschzettel wurden geschrieben…gewisse Schränke durften ab einem gewissen Tag nicht mehr geöffnet werden…da hatte das Christkind schon etwas versteckt..es wurde Plätzchenteig ausgestochen und dabei wurden Advents- und Weihnachtslieder gesungen…es klang heilig…und uns Kindern wurde schummerig um die Herzen, wir fühlten uns gut und warm und weich..und dann der Gang zur Kirche, es lag Schnee. Nie funkelte der Schnee wie an dem heiligen Abend,die vielen Stufen hoch zur Kirche, frischgekämmt, das feine Kleidchen schon an, leider auch die Strümpfe, die kratzten, aufkommende Albernheit, kleines Lachen, aber dann die Kirche…die Kerzen, die größer waren, als wir selbst,es roch so gut…und dann die Geschichte von Bethlehem…und wir waren so glücklich, daß das Kleine in der Hütte dann ja doch nicht frieren mußte, weil alle kamen, um ihm und seinen Eltern etwas zu bringen…so konnten wir aus lauter Kehle und vollem Herzen zum Ausklang des Gottesdienstes…”Oh Du fröhliche Weihnachtszeit” singen..und dann nach draußen perlen, ausgelassen, aufgeregt, jeder wünschte jedem eine “Fröhliche Weihnacht”…

lasst uns ein wenig friedlich mit uns umgehen…
die Welt ist so rauh geworden…scheint es…lasst uns diesen Monat diese Vorbereitung auf den, der den Frieden auf Erden brachte…lasst uns ein wenig darüber nachdenken..denn das bedeutet die Adventszeit..adveniat…jemand wird ankommen…
Überlegt Euch, ob Ihr dieses Jahr nicht einmal anders als sonst das Fest begeht…ruhiger….besinnlicher, und öffnet Eure Türen…nicht nur die der Adventskalender…ladet öfter mal wieder Freunde ein, schreibt mal wieder ein paar handgeschriebene Briefe oder Postkarten…Kostbarkeiten…im elektronischen Zeitalter…
FEMINISSIMA hat an diesem Sonntag viele Texte gelöscht, sie ruhen sich ein wenig im Archiv aus..manche wollen noch ein wenig gären…und wir möchten Euch auch nicht überlasten….es ist nichts verloren, alles gespeichert…aber ein wenig Leichtigkeit dachte FEMINISSIMA, nachdem sie einen Artikel geschrieben hatte, noch gestern Abend, der eigentlich nur traurig war, nein, nicht jetzt, Ihr Lieben…ein schöner Satz fiel gestern Abend in einer kleinen Runde…”Wir müssen immer wieder nach vorne schauen..” Ja, das ist ein sehr guter Satz, auch wenn FEMINISSIMA vorhin zurückschaute..der Zauber der Kindheit in der Vorweihnachtszeit…ja, gönnt ihn auch Euren Kindern..es sind diese schönen Erinnerungen, die bleiben…und Kinder packen gerne aus…und wenn es nur kleine Geschenke sind, schön verpackt sind sie schon Zauberstücke…für sich allein..
Ja, erinnert Euch der schönen Erlebnisse und blickt gleichzeitig nach vorne…wir wollen doch nach vorne blicken, nicht wahr?

FEMINISSIMA wünscht Euch einen sanften Sonntag..vielleicht geht Ihr mal schön essen?

Ein gutes Gespräch…eine gemütliche Runde…lasst uns nicht das LEBEN vergessen..indem wir uns täglich neu über Katastrophen, über rohe Gewalt, über politische Enttäuschungen das Hirn mit der Frage “WARUM?” zermartern….lasst uns Frieden stiften..lasst es uns versuchen…es ist ein großes Wort…eine noch größere Absicht, aber sie wird uns gut tun, verschenkt ein Lächeln..es ist kostenlos und gibt Wärme…verschenkt ein anerkennendes Wort…es ist kostenlos und vermittelt Glücksgefühle..fragt mal wieder öfter und nicht nur als Floskel –
“Wie geht es Dir?”
Zeigt ein wenig Anteilnahme..und schon geht es dem Gegenüber besser..ja, es ist eigentlich so einfach…und scheint doch so schwer…??? Nein, lasst es uns tun..wenn der Glaube Berge versetzen kann, vielleicht kann auch die Hoffnung auf Frieden – oder der GLAUBE an Frieden…Frieden schaffen..?

Eure FEMINISSIMA.

Norah Jones

Norah Jones, unser SEPTEMBER 2002 – Geheimtip jetzt

Grammy-verdächtig.

Ihr, die Ihr zu den Treuen von FEM zählt, habt ja den traumhaften Abend mit Eurer FEM, im Hintergrund Norah Jones und so auch noch begeistert miterlebt und dagegen das menschenverachtende Kontrastprogramm der MENSCHENFÄNGER-GILDE namens „RTL sucht den Superstar“.

Die atmosphärische Seite jener Abende hat Eure FEMINISSIMA derzeit abgelegt, slightly wenigstens, wir Ihr sicher schon bemerkt habt.

Auch wenn Ihr das alles so geliebt habt, FEM auch, und sammelt auch, so vorhanden, sprich, falls damals gespeichert, weil ja immer live im „Welcome“ geschrieben – so ist doch derzeit eine ein wenig nüchternere Tonart einfach drin.

Obwohl FEMS Texte auch immer respektlos und frech waren, teilweise, aber doch verspielter als jetzt, das liegt am neuen Kleid.

Aber, winziges Eigenlob von FEM – wir liegen meist, ja eigentlich immer dem Trend voraus und richtig.

Mit der CD von NORAH JONES…“COME AWAY WITH ME“….konnte Eure FEM übrigens auch Anfang Dezember so richtig ein Geburtstagskind glücklich machen…Gönnt Euch diese Musik.

Ihr lehnt zurück und aller Schmutz des Alltags fällt von Euch ab, yeah….nein, echt.

“PLUSMINUS”,

Hi – eine besonders strahlende SUPISSIMA (sozusagen unser BAMBI….) für die heutige und eigentlich alle PLUSMINUS – SENDUNGEN DER ARD, jeden Dienstagabend, nach dem Spielfilm.

Online: www.plusminus.de

Empfehlenswert ist auch der ARD-RATGEBER mit all seinen diversen Themenbereichen.

Online: www.ard-ratgeber.de

Okay!

FEMINISSIMA

Kommentar zum OLG -Hamburg

KOMMENTAR zum OLG HAMBURG.

Indem das Oberlandesgericht die Klage einer Patientin abwies, die auf Schadensersatz nach einer Wundinfektion klagte, haben die Täter in Weiß nun noch Rückendeckung durch die Täter in Schwarz erhalten.

Dabei sterben die meisten Patienten in Deutschland nach einer BILD-Meldung nicht an ihren Krankheiten, sondern an Pfusch und Wundinfektionen.

Eine Wundinfektion kann leicht zur Blutvergiftung führen, und dann ist es aus und vorbei, mit sweet life.

Danke Du nettes Oberlandesgericht.

Tip: die KLAGENDE SOLL IN EIN ANDERES BUNDESLAND ZIEHEN UND DORT ERNEUT EINE KLAGE EINREICHEN. DENN LEIDER GIBT ES – außer dem Gang nach Karlsruhe , KEINE RECHTSMITTEL gegen die Oberlandesgerichte.

DAS IST EIN SKANDAL. BILD GREIF AUF! HASSO, fass zu!

Unser Redaktionshund Hasso zerfetzt gerade das Hamburger OLG-FRAUENFEIND-ABWEISUNGS-URTEIL.

OLG HH “legalisiert” Wundinfektion?

Hi, Dearies – !

Da wir ja so positiv gestimmt sind, haben wir zwar eine Rubrik “Supissima” , aber keine mit “PFUI!”

Die sollten wir doch unbedingt mal einrichten, denkt FEM gerade..daher setzen wir den Kommentar zur Abweisung der Klage einer Patientin in unsere immer wieder gern gelesene Pinnwand, die allerdings einer Räum-Aktion von FEM mal zum Opfer fiel, da wir von Opfern sprechen…dafür jetzt schön viel Platz dort…
KOMMENTAR zum OLG HAMBURG.

Indem das Oberlandesgericht die Klage einer Patientin abwies, die auf Schadensersatz nach einer Wundinfektion klagte, haben die Täter in Weiß nun noch Rückendeckung durch die Täter in Schwarz erhalten.

Dabei sterben die meisten Patienten in Deutschland nach einer BILD-Meldung nicht an ihren Krankheiten, sondern an Pfusch und Wundinfektionen.

Eine Wundinfektion kann leicht zur Blutvergiftung führen, und dann ist es aus und vorbei, mit sweet life.

Danke Du nettes Oberlandesgericht.

Tip: die KLAGENDE SOLL IN EIN ANDERES BUNDESLAND ZIEHEN UND DORT ERNEUT EINE KLAGE EINREICHEN. DENN LEIDER GIBT ES – außer dem Gang nach Karlsruhe , KEINE RECHTSMITTEL gegen die Oberlandesgerichte.

DAS IST EIN SKANDAL. BILD GREIF AUF! HASSO, fass zu!

Unser Redaktionshund Hasso zerfetzt gerade das Hamburger OLG-FRAUENFEIND-ABWEISUNGS-URTEIL.

Schön ist die Jugend

von:roseville

Es war sechs Uhr früh. Die Hitze bereits unerträglich. Da hatte doch vor etwa zwei Stunden jemand angerufen, da säße irgendwo am Straßenrand so ein komischer Typ. Anscheinend besoffen oder so. Jedenfalls säße er dort. Auf dem Bordstein, in blutverschmierten Kleidern und in sich zusammengesunken. Der Anrufer war auf dem Weg zur Frühschicht, als er die Gestalt bemerkte. Die Angst saß noch in seiner Stimme. Er wolle mit der Sache nichts zu tun haben. Hastig gab er der Polizei den Straßennamen und die ungefähre Hausnummer durch und hängte ein.

Tatsächlich hockte an der beschriebenen Stelle eine schmächtige Gestalt. Der Kopf war auf die Knie gesunken.
Neben dem anscheinend schlafenden oder toten Jungen stand eine in Seidenpapier eingewickelte Flasche. Eine Literflasche Wein, Mosel. Der Typ neben der Flasche roch merkwürdig. “Eingetrocknetes Blut,” stellte einer der Beamten fest. Der Typ wurde schnell wach und wollte die Flucht ergreifen. Der Typ war ein auffallend dünner, ja schmächtig wirkender mittegroßer dunkelblonder Junge, das Haar bemerkenswert kurz g eschnitten, um nicht zu sagen von beinah militärischer Akuratesse. Dabei mochte der Junge nicht älter als 16 Jahre oder so sein. “Mensch, hast nen duften Wein da”, sagte einer der Beamten, “hätt ich jetzt auch Lust drauf, hab gerade Feierabend, auch wenn es grad früh am Morgen ist..gibt’s sowas hier in der Nähe? So’ n Imbiß? So’n Büdchen, das schon offen hat?”

“In der Nähe ist ein Flaschenverkauf”, antwortete der Junge automatisch. Dann wurde er blass und schwieg abrupt.

“Wir wollen uns das Bürschlein mal etwas näher anschauen, ” brummte der ältere Beamte.

“Komm, Kleiner, zeig uns mal Deine Papierchen, Du hast doch welche..?”

“Ich bin überfallen worden”, sagte der Junge, “die haben mir die Papiere geklaut.”

“Aha. Komm, sei brav, und zeig uns mal, was Du in den Hosentaschen da hast und zieh auch mal Deine Schuhe aus…”

Die Hosentaschen gaben ein blutverkrustetes Taschentuch her, sonst nichts.

In den Schuhen fanden sich sieben Hundertmarkscheine.

“Wie nett, “, sagte der ältere Beamte.

“Dürfen wir fragen, woher Du das Geld hast?”

Der Junge wollte sich auf den Beamten stürzen.

“Sachte, Schätzchen”, sagte der ältere, gemütlich wirkende Beamte.

Und das Schätzchen krümmte sich schmerzverzerrt.

“Okay”, sagten die zwei jüngeren Beamten, “wir sehen uns mal nach dem Laden um”.

Der Junge wurde von dem älteren Beamten mit den Händen auf dem Rücken in den Streifenwagen verbracht und hineingehievt. “Wir fahren mal aufs Revier..” lächelte der gemütlich wirkende, ältere Beamte. “Bist Du immer so schweigsam?” fragte er, während sein Kollege sich auf den Straßenverkehr konzentrierte und stur geradeaus schaute. Der Junge schwieg. “Ich kann auch anders, wenn wir auf dem Revier sind”, sagte der ältere Beamte. “Ich kann auch anders. Das kannst Du mir glauben. ”

Der Junge schwieg.

Im Verhörraum verließ den Beamten die Geduld.

“Schau mich an!” schrie der freundliche Beamte, nahm den Kopf des Jungen zwischen seine zwei Hände, als ob er den Schädel des Jungen zerquetschen wollte –

“Schau mich an, wenn ich mit dir rede!”

Der Junge hob das Gesicht, hob den gesenkten Blick, und sah dem Beamten in die Augen.

Der Beamte sah die Augen des Jungen. Er ließ spontan von ihm ab. Ein jähes, ein entsetzliches, ein unerklärliches Schuldgefühl durchfegte für den Bruchteil einer störenden Sekunde sein Hirn. Sein eigener Sohn schien vor ihm zu stehen. Und er spürte den Gedanken in sich, oder die Frage, ob er nicht zu streng mit seinem Sohn sei.

In diesem Augenblick stürmten die beiden jüngeren Beamten in den Raum. Der eine, wie im Film, rannte gleich zur Toilette. Die Hand vor dem Mund und so. Er mußte sich schon wieder übergeben.

Er war noch nicht abgebrüht. Noch nicht lange im Dienst. Noch jung.

Sie hatten den privaten Flaschenverkauf gefunden. Auch die Besitzer. Ein Ehepaar. Beide tot. Ermordet. Zerstückelt. Mit einer Axt erschlagen.

Eingeschüchtert blickte der Junge zu Boden.

“Er ist verstockt, aber wir werden ihn schon noch zum Reden bringen..” sagte der ältere Polizist, der seinen Sohn schon wieder vergessen hatte.

Der Junge schwieg.

“Hast Du das Ehepaar umgebracht?” fragte der Beamte.

“Und wenn – warum hast Du es getan?”

“Welchen Grund gab es dafür?”

“Grundlos bringt man doch niemanden um, nicht wahr?”

“Und erst recht n icht so ein älteres, eher schwächliches Ehepaar, das so freundlich ist, nach Ladenschluß noch Getränke, Zigaretten und Salzstangen zu verkaufen?”

“Oder?”

Der Junge saß apathisch am Tisch und hielt den Blick gesenkt.

Ein weiterer Beamte kam in den Raum.

Er lehnte mit gekreuzten Armen an der Wand und sah dem Verhör zu.

“Du willst ihn aber nicht foltern..” hörte er sich sagen, als er sah, und deswegen war er in den Raum gekommen, wie sich sein älterer Kollege in eine Rage hineinbewegte, in eine Art Machtrausch steigerte,

die ihn unberechenbar und gefährlich für andere werden lassen konnte.

“Du hast zwei Erwachsenen ihre Eltern geraubt, den Enkeln ihre Oma und ihren Opa!”

Der Junge war kurz zusammengezuckt.

“Rede! Rede endlich!” brüllte der Beamte und sein Kollege blickte indigniert. Diese altmodischen , drittklassigen Nazifilmen abgeguckten Verhörmethoden waren ihm zuwider. Ja, sie ekelten ihn an. Und er fragte sich oft, was seine Kollegen an eigener Gewaltverdrängung bei solchen sogenannten

Täter-Verhören ungeniert und im Namen des Gesetzes abreagierten. Und ein Satz ging ihm nicht mehr aus dem Kopf, den ihm seine Tochter kürztlich mittags zum Nachtisch auf den Tisch geknallt hatte –

“Meine Freundinnen sagen, Polizisten können niemanden leiden. Stimmt das, Papa? Und sie sagten auch, niemand kann Polizisten leiden. Warum denn nicht, Papa?”

Ja, vielleicht gingen wirklich viele zur Polizei, weil die Zeit der Blockwarte vorüber war.

Und sie nach Ersatz dafür suchten.

Der Junge stand unerwartet auf.

Hielt sich mit beiden Händen, wie um sich abzustützen, an der Tischkante fest.

“Vielleicht ist es gut, wenn die Kinder keine Eltern mehr haben!” sagte er.

“Vielleicht sind sie erleichtert. Jemand hat sie von ihnen befreit.!”

Der ältere Beamte, nach einem für ihn endlos langen Augenblick des Schweigens, fragte –

“Wie meinst Du das?”

“Wenn Ihr meinen Eltern nichts verratet, erzähle ich Euch alles,” erklärte der Junge feierlich.

Und lacht. Natürlich ist dies kein Lachen. Wie könnte es Lachen sein. Sie lachen immer. So liest man oder sieht man es in schlechtgemachten Filmen. Keiner lacht in solch einem Augenblick. Es kann n ur der Ausdruck von Wahnsinn sein, der wiederum ein Ausdruck von Flucht aus einer nicht ertragbaren Realität.

Es war also nicht auszumachen, ob der Junge lachte, weinte, schluchzte, stotterte, schrie oder um sich schlug.

Denn er fiel in Ohnmacht. Er kippte einfach um.

“Schade”, sagte der Alte ungerührt,

“Wir hatten ihn gerade!”

“Kannst Du einen starken Kaffee organisieren?” fragte er seinen an der Wand lehnenden Kollegen.

“Und vielleicht kühles Minieralwasser?”

Die Hitze.

Der Junge kam wieder zu sich. Er trank den Kaffee, trank das Mineralwasser und aß ein halbes Croissant.

Er stand wieder von seinem Stuhl auf.

Fuhr sich mit zehn Fingern durch die akkurat kurzgeschnittenen Haare und ging mit nach vorne gebeugtem Oberkörper in dem Raum auf und ab. Ab und auf.

Dann hob er den Zeigefinger.

“Das ist der Vater! Der Vater denkt beim Gehen. Er denkt viel. Und daher geht er viel.

Immer auf und ab. Und er darf nicht gestört werden, beim Denken. Denn seine Gedanken sind wichtig. Von Wert. Lebenswert. Wert für das Leben der anderen. Der Vater ist der werte Herr Jugendrichter dieser Stadt, den jeder lieber nicht kennen möchte…nicht wahr!”

Der Junge beugte den Oberkörper weiter nach vorne.

Sein Schritt wurde schwerer.

“Wenn der Herr Jugendrichter sich einer Entscheidung nähert, wird sein Schritt gewichtig.

Noch gewichtiger als für gewöhnlich. Das Haus hält den Atem an. Der Herr Jugendrichter darf nicht gestört werden. Erst wenn die Schritte aufgehört haben, beginnt das Leben wieder…der Hund bellt, der Vogel singt, die Blumen richten sich auf, die Mama beginnt mit ihren Fingerübungen am Klavier. ”

“Der Herr Jugendrichter, ich, ich war wohl das Ergebnis einer seiner so seltenen schwachen Sekunden…denn er ist ein Herr der Beherrschung, vor allem anderer, er ist schon ein alter Mann. Ein Mann der alten Schule, wie man so sagt.

“Als Männer noch Männer waren!

Und was das bedeutete, war klar! Wenigstens ein Schmiß auf der Wange. Das war das Wenigste.

Reiten, pah, lächerlich, mindestens Polo….Im Winter Skilaufen, im Herbst zur Jagd und all das Getue.”

Der Junge setzte sich wieder.

“Schuldig. Ich war von Anfang an schuldig. Ich habe die musische Art meiner mozartbesessenen wagnerianischen Mutter geerbt…sie hat mich verhätschelt, wie der Herr Vater Jugendrichter zu sagen pflegt.

“Sie hat einen Weichling aus mir gemacht, und keinen Mann!”

“Er bestand darauf, daß ich meine schulterlangen Haare abschneiden ließ, als er zum Landgerichtspräsidenten oder wie das lächerlich aufgeblähte Zeug so heißt, einen Empfang bei uns im Haus gab.

“So wie Du aussiehst, wie ein Gammler, kommst Du mir nicht über die Schwelle. Deine Mutter mache ich dafür verantwortlich, wenn Du heute Abend vor verschlossener Türe bleibst – falls Du Dich weigerst, Dir die Haare ordentlich schneiden zu lassen!”

Ja. Die Haare werden abgeschnitten. Die Gitarre wird weggeworfen.

Denn der Sohn, dieser Schwächling, der schert sich einen Dreck um Mozart und Wagner, der haßt diese Typen, der will in Wirklichkeit Rock-Gitarrist werden. Tja, nur die Mutter wußte das.

Ein Geheimnis. Er übte woanders, der Sohn und tat daheim als übe er Klavier..Etüden, klassische..gemeinsam mit der Frau Mama.

“Er kennt sich aus. Der Herr Jugendrichter-Vater. Er weiß wie man mit dem laschen G esindel, das sich heutzutage “jugendlich” nennt, umzugehen hat.

“Wegsperren! Alle!”

Jeder, der anders denkt , als er selbst.

Der Junge greift nach dem Mineralwasser, hält sich die Flasch an den Mund.

“Naja, und dann kam die Chance der Chancen.”

Die Eltern verrreisten. Für ein Wochenende mal wieder.

Endlich. Eine kleine Jagd-Partie.

Und ich schmiß ne Party. Erstmals in meinem Leben.

Ich war so verknallt in diese Süße aus der 9. Klasse…

Es war alles so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte, wie es sein müßte, wenn man jung sein dürfte…

Und nicht ganz arm – ein Haus, voll mit Menschen und Lachen und Musik und so.

Ja, so war es auch.

Wir waren um die dreißig Leute.

Und dann gingen irgendwann die Getränke aus.

Wir waren auch schon ganz gut angetörnt. Aber nichts Besonderes.

Tanzten, schmusten ein wenig, drehten die Musik auf, schlossen auch mal die E-Guitar an…

Ja, und dann ging es darum, wer noch was organisiert.

Ich wollte den Helden spielen.

Ich wußte, wo das Geld lag und wo es den Laden gab.

Ich hatte vergessen, daß es mitten in der Nacht war.

Was spielte die Uhrzeit für eine Rolle?

Ich war glücklich…ich war beschwipst, weniger vom Alkohol als von meiner ersten Liebe…ja…

Und dann klingelte ich wie verrückt, begeistert, nicht böse gemeint.

Ich wollte ihnen mein Glück entgegenjubeln. Ihnen mindestens hundert Mark Trinkgeld für das Trinkgeschäft anbieten…ach, ich wollte alles sein….der Prinz Eisenherz …der Ritter ohne Furcht und Tadel…

Was passierte?

Es war so banal.

Der alte Mann, so ganz alt, war er noch nicht, so um die Mitte 60 , noch sehr rüstig, er selbst haßte dieses Wort, es hatte schon so etwas Halbtotes, er fühlte sich fit und ohne Alter…er war im besten Alter, pflegte er zu sagen…und er spielte noch Tennis, nahm es mit jedem Jüngling auf, wenn es sein mußte.

Auf jeden Fall öffnete der Mann, im Schlafrock und rot vor Wut im Gesicht.

Das sei ja der Gipfel und all das Übliche, und das werde er dem Herrn Vater aber stecken, was sich da sein Bürschlein von Sohn so leiste…mitten in der Nacht und so viel Geld, sicher beim Vater geklaut..hahaha, lautes höhnisches Lachen, der Sohn des Jugendrichters selbst ein Dieb…hahaha….

“Ich verabscheue jede Gewalt!”

sagte der Junge.

“Aber da brach dieser Hass aus, der mich blind machte.

Es war, als ob ich endlich meinen eigenen Vater umgebracht hätte.

Endlich zum Schweigen für immer gebracht hätte.

Das Pech war, daß dann die Frau auch noch in den Kellerraum kam, um mal nachzuschauen, wo denn ihr Mann blieb.

“Da fing sie dann auch noch an. Fast noch schlimmer als ihr Alter …”

Ja, da lag sie Axt, sie lag dort, ich weiß ncht, warum sie dort lag, und was ohne diese Axt…

Ich schlug zu , immer wieder, auf beide. Als sie längst schon…….”

“Ich glaube, ich hielt die Axt lange in der Hand. Prüfend. Abwägend. Voller Angst.

Ich wußte, was eine Axt kann. Vielleicht wollte mir der Mann auch die Axt entreißen.

Das Merkwürdige ist, ich kann mich nicht mehr genau an den Ablauf erinnern. …

Die Spontan-Amnesie als Folge eines tiefen Schocks. Das Hirn hat viele Schutzmuster.

Lebensrettende. Wie das blitzschnelle Reagieren bei einem Sturz. Um ihn abzufedern.

Das menschliche Gehirn ist schneller als die Zeit. Viel schneller..

Es reagiert viel schneller und eben auch so vielschichtig, daß ein junger Doppelmörder nicht unter der Last seiner Tat sofort zusammenbricht, sondern erst einmal “vergisst”. Oder vor Erschöpfung auf dem Straßenrand einschlief.

“Es wird meiner Mutter das Herz brechen. Um meinen Vater tut es mir nicht leid.

Der wird sich so ärgern, daß es schon fast eine Genugtuung für mich ist…”

Der Junge hielt an.

Er hielt sich die Hand an den Magen.

Er wirkte im weißen Licht des Morgens so kalkig, plötzlich.

Er blickte noch einmal auf. Erstaunt. Der Junge.

Fasste sich an sein Herz. Und starb.

Kreislaufversagen, Schock, Todessehnsucht nach einer Tat, die er nie mehr würde vergessen können, die ihm niemand würde verzeihen können, ein Gebrandmarkter, Ausgestoßener, Verzweifelter, Ungeliebter, für immer. Es war vielleicht zu viel für sein jugendliches weiches Herz.

Der Arzt stellte den Totenschein aus.

Der Herr Jugendrichter war noch nicht zurück, von seinem Jagdausflug.

Die Beamten würden auswürfeln, wer es ihm beizubringen hatte.

Frau, in der Tiefe des Sommers

In der Tiefe des Sommers.
von Florence D.


Lina öffnete die hohen schmalen Flügel der beiden Fenster im Wohnzimmer.
Bezaubernd, diese noch originalen, graugrün patinierten Fenstergriffe aus der Jahrhundertwende!<
Sie hatten diese alte Villa erst seit kurzem gemietet. Lina schaute vom Fenster hinab in den altertümlichen Garten, in den sie sich auf Anhieb verliebt hatte. Dichtblättrige Rosenstöcke, wie alt mochten sie sein? erinnerten an edle und gleichsam erstarrte Ballerinen, stolz und erhaben in ihrem apricotfarbenen Blütenkleid.
Umschmeichelt von verspielten Kornblumen. Mitternachtsblaue Gesichtchen, anbetend.
Schmetterlingspärchen, sonnentrunken, turteln über dem Busch des Lavendels.
Über Nacht hatten die Pfingstrosen ihre purpurnen Herzen geöffnet. Gelbe Lilien verneigten sich.
Hochstielige, elegante Sonnenanbeterinnen.
Blüten wie Goldlack. Leuchtende Kronen von Märchenprinzessinnen. Umschwirrt von Bienen, so hochbeschäftigt!
Der Flügelschlag eines vorbeifliegenden Vogels, so dicht, als streife er Linas Haar.
Ein schöner und warmer Sommertag brach an.
Lina ließ die Fenster weit geöffnet und ging in die Küche. Sie war geräumig. Wirkte dämmrig.
Das einzige Fenster grün verhangen:
Wie Lianen rankten sich die schlanken Zweige eines hochgewachsenen Unkrauts von außen um die Gitterstäbe vor dem Fenster.
Lina mochte diese Küche.
Lina füllte den Wasserkessel mit Wasser für ihren Frühstückskaffee, stellte ihn auf den Elektroherd, den sie automatisch anschaltete.
Lina setzte sich an den schmalen, langen Holztisch, der schon viele Umzüge überstanden hatte, seine Oberfläche wie ein runzeliges, zerfurchtes Gesicht, Lina strich über seine Oberfläche, schob eine aufgeklapptee Zeitung beseite und und zündete sich eine Zigarette an.
Der Wasserkessel begann zu pfeifen.
Lina stand auf und holte den Kaffee und den Filter und die Filtertüten aus dem Wandschrank, und eine Tasse, und aus dem Kühlschrank die Milch. Brühte den Kaffee auf.
Der Duft des frischen Kaffees…
Er weckte Erinnerungen an die Geburtstage der Großeltern, gleich kannenweise wurde Kaffee gekocht, die Verwandtschaft war zahlreich.
Sonst sah man sich eher selten.
Kuchenberge, aufgeschichtet auf weitausladenden kuchentellern, feine Sammeltassen, und die geschäftig umhereilende Großmutter.
Linas Zigarette war vom Aschenbecher auf den Tisch gefallen, und hinterließ einen winzigen schwarzen Fleck.
Der Tisch besaß unzählige solcher Flecken.
Er war ein guter alter Tisch, aus Weichholz.
Aufgearbeitet hätte er kostbar ausgesehen. Aber er war ein Wohntisch, ein Tisch zum Leben, zum Dransitzen, wie Lina gerne sagte.
Lina nippte an ihrem Kaffee.
Ihr Sohn, schon erwachsener, als Lina lieb war, war längst in der Schule.
Er würde erst am späten Nachmittag, gegen Abend, zurückkehren.
Und nicht zum Mittagessen heimkommen.
Die Pause bis zum Nachmittagsunterricht war zu kurz. Sie gingen in die Schulcaféteria, ihr Sohn und seine Clique. Das war naheliegend.
Ralf, Linas zweiter Mann, jünger als Lina, war längst zu seiner Arbeit aufgebrochen.
Eine Baustelle, weiter weg.
Vor dem späten Abend brauchte Lina ihn nicht zurückzuerwarten.
Sie waren seit ein paar Monaten verheiratet.
Alles in bester Ordnung.
Das Kind in der Schule.
Gute Noten.
Nette Freunde.
Der Mann, der nach einer kurzen Arbeitslosigkeit diese Stelle gefunden hatte. Allerdings weit entfernt.
Und sie, Lina, sie besaß diesen schönen Garten.
Die Villa hatte lange leergestanden. Erbstreitigkeiten.
Deswegen war sie dann zuletzt doch vermietet worden, anstatt verkauft, die Villa.
Der Garten war verwildert.
Lina hatte die kleinen Kieswege zwischen den Blumenrabatten wieder freigelegt.
All das Unkraut mit ihren bloßen Händen herausgerissen;
die Rosen von Schlingpflanzen, die sie zu ersticken drohten, befreit.
Es war jetzt ein schöner Garten, dem man ansah, daß er vor vielen Jahrzehnten angelegt worden war.
Vielleicht sogar schon um die Jahrhundertwende?
Zum Zwanzigsten Jahrhundert.
Kleine verschnörkelte Kieswege…wer käme heute noch auf die Idee, seinen Garten so anzulegen?
Vielleicht in England, dachte Lina, oder in Frankreich, vielleicht. Im Süden Frankreichs – oder doch eher im Norden?
Aber der wirkte eher herb, nicht so versponnen.
Doch war der Süden Frankreichs nicht zu heiß, zu trocken für Rosen…?
Lina dachte dabei eher an Bougainvillae, deren lila Blüten..und, dazu passten keine Kieswege, oder?
Abends, wenn Lina zuweilen in einer Ecke des Gartens saß, bei einem kleinen Schlückchen Sekt, sah sie die Glühwürmchen, grünflirrig…zaubrig, unwirklich.
Lina war überzeugt, Glühwürmchen gab es nur noch in ihrem Garten.
Seit Jahren hatte sie keine Glühwürmchen mehr gesehen.
E
Die Tautropfen perlten von den goldrosafarbenen Rosenblättern, wenn Lina ihren Sohn, was er albern fand, bis zum Gartentor begleitete.

Ihrem Mann nachwinkte, der zuerst das Haus verließ.

Der Garten funkelte in den ersten Sonnenstrahlen.

Und die Geschäftigkeit der Natur begann, täglich, früh.
Sie wirkten so zielbewußt, diese Bienen, Summer, Falter, Käfer, Vögel, das Eichhörnchen, die kleine Ringelnatter, die sich zuweilen auf den alten Steinen zwischen den Pfingstrosen sonnte.
Sie hatten alle zu tun.
Sie besaßen alle ihren Rhythmus.
Was wird aus mir, dachte Lina.
Und sie trank ihren Kaffee aus.
Stellte die Tasse in die leere Spüle.
Sie müßte Wäsche waschen.
Sie konnte sich nicht dazu aufraffen.
Wo stand geschrieben, dass sie allein die schwere Hausarbeit machen sollte?
Lina kochte gern.
Sehr gern sogar.
Doch für die anderen Arbeiten hatte sie früher immer eine Hilfe, eine Haushaltshilfe.
Als sie noch berufstätig war, und nicht verheiratet.
Kein Mensch, dachte etwas in Lina,
kann so einsam sein, wie eine verheiratete Frau.
Sie ist der Motor des Hauses, sagt man so.
In Wirklichkeit arbeitet sie unentgeltlich.
Damit alles funktioniert.
Ihre Haushaltshilfe durfte sich monatlich über 500 DM freuen.
Eine Hausfrau…denkt Lina, sollte nur für das Schöne da sein, mit genügend Hilfe und Gesellschaft, so wie früher, vor einhundert Jahren.
Hausmusik-Abende…Lina lächelte.
Träume. Wie konventionell!
Alles schien so schnell-lebig, so flüchtig.
Hallo, Mama, sagte das Kind, das keins mehr war, und ja, und war gleich wieder weg:
Die Freunde.
Und der Mann?
Wieso hatte sie ihn eigentlich geheiratet?

Aus Liebe natürlich.

Aber stirbt die Liebe nicht am Alltag?

Lina verließ die Küche und ging hinaus in den Garten.

Sie hatten im Radio schwere Gewitter angekündigt.

Der Himmel färbte sich schwarz.

Ein Blitz zuckte.

Lina lief zurück ins Haus.

Schloß alle Fenster.

Sie stand hinter den Scheiben und blickte hinaus in den Garten.

Das Gewitter begann mit ein paar harten Schlägen, die sich anhörten, wie trockener Husten.

Dann endlich der Regen.

Wenn es regnet, so hatte die Großmutter gesagt, ist das Gewitter nicht mehr gefährlich.

Die Regentropfen rannen wie Tränen.

Durch die Fensterscheibe hörte Lina, wie sie auf die Blätter im Garten prasselten.

Langsam öffnete Lina wieder eines der hohen schmalen Wohnzimmerfenster. Um die frische Luft hereinzulassen. Der Duft des Gartens. Der Duft von regennasser Erde. Das Telefon kingelte.

Entenbrüstchen & Aprikose../9/2002/

Aprikose schmeichelt an Entenbrust
Rezept…..
Verfasst: am 27. Sept. 2002

Mmmhh , Ihr Lieben, jetzt, da die Tage kürzer werden, wächst wieder die Lust am Kochen.
Auf etwas „Warmes“. Die Salate des Sommers…wie von gestern auf heute..so nah und doch so fern .
Dies hier ist ein Spontanrezept.
Geeignet für ausgehungerte Singles, die in der letzten Viertelstunde durch den Supermarkt hetzen, aber doch wissen, was wo liegt.

Und es prangt ja auch immer etwas „Kauf-mich-doch-Trächtiges“ im Eingangsbereich.
Etwa Obst und Gemüse.

Es (das kleine Rezept) ist aber auch durchaus sehr gut geeignet für einen Spontan-Anruf bei einer Freundin oder dem Süßen, sofern gerade einer vorhanden – hey, hast Du Lust, auf ein kleines, aber …feines Essen…?

Es ist kinderleicht.
Denn FEM kocht nie nach Rezepten, fast nie, sondern improvisiert fast immer.
Und das kann eigentlich auch jede( r ).

Gut…FEM sah die schöne Entenbrust liegen. Sie konnte ihr nicht widerstehen.
Und der Preis war mit 6 Euro für die Größe auch akzeptabel.

FEM griff nach der Ente.
Auch nach einem Bund Lauchzwiebeln.
Roten Paprika im Zwirnsbeutel, die spitz zulaufenden, die wie errötete Peperoni aussehen, aber keine sind. Sondern süßlich schmecken.
Ja, und ein Glas entkernter grüner Oliven.
Oh, noch ein Baguette! Das passt immer.

Tja, daheim in der kleinen Küche.
FEM hatte mal eine Emaille-Pfanne mit zwei Henkeln erstanden, so ähnlich wie eine Paella-Pfanne. Ihr Vorteil – man kann sie gut erhitzen, und sie ist nicht so schwer und auch nicht so teuer wie eine Gußeisen-Pfanne.

Also…überleg, grübel…was zuerst…
Ja – die Entenbrust abwaschen. Trockentupfen.
Den fetten Teil der „Haut“ mit einem Messer in grobe Quadrate ritzen.
Beidseitig mit etwas Salz und Pfeffer aus der Mühle (FEM nimmt schwarzen Öko-Pfeffer) würzen. Auf einen Teller legen und warten lassen.

Großer Blick durch kleine Küche : was habe ich denn so da?
Spontan werden die rotspitzen Paprikaschoten unter heißem Wasser abgewaschen.
Halbiert, die Kerne raus und in grobe Vierteiler geschnitten.
Etwas Butter und Olivenöl in die Pfanne, das kann ja schon mal heiß werden.
So daß es anfängt zu kräuseln.
Dann vorsichtig, damit das Fett nicht spritzt und man sich Hand und Gesicht verbrennt..
Die großgewürfelten Paprikaschoten hinein …
Das duftet sehr bald schon vielversprechend..
Die Lauchzwiebel, und etwas von dem Lauchteil selbst, ein wenig später vorsichtig dazu.
Und ins Zentrum der Pfanne, „mittig“ also nun die wartende Entenbrust.

Da freuen sich Paprika und Lauchzwiebel.
Es zischt ein bisschen.
Was die sich wohl erzählen !
FEM hat inzwischen die Temperatur erhöht.
Damit die Ente und Paprika nun etwas ins Schwitzen geraten.
Ach, da liegt ja noch eine Tomate, genau.
Schon ein bißchen weich.
Genau richtig, um dem Trio in der Pfanne etwas Saft zu geben.
Mit dankbarem Zischen wird dies in Empfang genommen.
Ja – die Oliven! Genau.
Olivenglas mit einiger Mühe, aber dann doch – Kaffeelöffel zwischen Deckel und Glas und vorsichtig anheben, damit der Druck schwindet, und das Glas läßt sich widerstandslos öffen, jawoll! .
Ein paar Oliven in die Pfanne.
Und etwas von der Lake, in der die Oliven ruhten.
Das sieht schon mal ganz gut aus.
Die roten Paprika-Würfel, der grüne, etwas länglich gelassene Zwiebellauch und die lässigen Oliven dazwischen.
Auch die Oliven-Flüssigkeit aus dem Glas wird mit sehr viel Freude von der Gesellschaft in der Pfanne aufgenommen. Na, wer sagt’s denn!

Eigentlich – mmhh, da liegt auch noch so ein netter Apfel herum.
Könnte dem Ganzen etwas fein-süßlich Geheimnisvolles verleihen, oder nicht?
Probieren geht über studieren.!
Der Apfel wird in Streifen geschnitten, aber nicht zu fein.
Sonst löst er sich ja beim Braten auf.
Tja, der Blick auf das Gewürzregal…mit all seinen Geheimnissen.
Intuitiv, wirklich, legt FEM ein einziges Blatt, oh, , wie heißt es gleich? Eukalyptus? Oder ganz anders ?
Na ein Blatt jedenfalls legt FEM zart auf die Entenbrust, die übrigens natürlich schon hier und da mal gewendet werden mußte, damit sie nicht anbrennt.
Und ein paar Krümel eines Trocken-Senf-Gewürzes, das eigentlich für Salatsaucen gedacht ist. Nur ein paar winzigste Krümelchen, die FEM der Ente leicht überstreut.
Die Hitze ist auch längst wieder runtergedreht.
Und Das Pfannenmiteinander schmorgelt langsam und gemütlich vor sich hin.
Vielleicht – noch eine einzige kleine Gewürznelke zum Ganzen?
Ja !
Und ein Hauch, aber hauchzarter Hauch von Currypulver, ja, gut.
Mmmhh, das riecht durch die Wohnung, die Katze kommt schon angeschnurrt.

Ja – und dann fällt FEMS Auge auf die Schale mit den kleineren Pfirsischen.
Genau! Völlig vergessen. Die schrumpfeln schon langsam vor sich hin.

Was bedeutet – sie sind traumhaft saftig, und noch nicht umgekippt in den Gärprozess!
Vorsichtigst zerschneidet FEM die Pfirsische, sie sind schon zu weich, um in kunstvolle Stücke zelebriert zu werden , zerschneidet sie über der Pfanne, damit kein einziger köstlicher Tropfen Pfirsischsaft verlorengeht.
Mit viel Gefühl nun noch ein klein wenig Wasser zum Ganzen, aber wenig, wirklich sehr, sehr wenig, sonst verliert die Ente ihre Kruste.
Nur – anbrennen soll es ja auch nicht.
Vielleicht doch eher noch ein wenig Olivenöl dabei ?
Nein. Es ist gut so.
Eine geniale Idee nimmt Platz in FEMs Kochhirn.
Die Ente muß jetzt ein wenig ruhen.
Das machen Köche immer so.
Das Entenbrüstchen auf einen Teller – und der Grill des Backofens an.

Zwei Minuten schätzt FEM, wären noch gut unter dem Grill, nachdem sie ein winziges Stück von der Entenbrust probiert hatte.

Und dabei dann gleich das Weißbrot mit hinein, in den Grill…

Das Gemüse ist jetzt alleine.
Eine gute Gelegenheit, noch etwas wärmeres Wasser , wenig, wenig, dazuzugeben, ein paar mal umzurühren und abzuschmecken.

Der Probierlöffel bleibt ja fast im Munde stecken, vor Begeisterung.
Die Pfirsische! Und sicher auch der Apfel, aber vor allem die Pfirsische, und dieses kleine Eukalyptusblatt und diese einzige kleine Gewürznelke und dieser hauchzarte Hauch von Currypowder – aber diese entzückenden kleinen Pfirsisch-Scheibchen, die auch dankenswerterweise weitgehend als Stücke noch erkennbar sind –

Perfekt! Sagt FEM zur Katze.
Es schmeckt einfach perfekt.
Und man weiß nicht genau, wonach.
Leicht süßlich scharf, aber so hauchdünn wie eine Mehrheit bei der Wahl…das läßt die Geschmacksnerven kitzeln, denn Du weißt wirklich nicht, woher kommt dieser köstliche, dieser so geheimnisvoll leicht orientalisch anmutende Geschmack…

Die kleine Küchenuhr, die einzige, die bei FEM funktioniert, alle Uhren gehen irgendwie, wie sie wollen, klingelt.

Ja. Im Backofen sieht es gut aus.
Die Entenbrust ist ein klein wenig mehr als à point. Rosa, zart, aber schon ein wenig mit Biß.
Einigen vielleicht ein Tick zu weit durchgebraten. Für FEM gerade richtig.

Und das Brot – mmmhh, auch gerade schön halbheiß.
Tja, jetzt ist leider keine Zeit mehr, jemanden schnell anzurufen, um zum Essen einzuladen.
Bis dahin wäre ja das Essen kalt.
Und außerdem – FEM muß es ja erst einmal vorkosten!

Nun wird die Ente auf einen leicht vorgewärmten flachen Teller (eine Herdplatte auf 0,5 , allerkleinste Stufe E-Herd, kurz Teller drauf, nicht lange, damit er nicht platzt..) gebettet;
mit aller gebotenen Hingabe.
Und Aprikös-chen und Paprikaschötchen, Äpfelstückchen und Zwiebellauchstreifen, aber auch die durchaus noch kessen Oliven, in einer dezent und leicht gelierten Sauce (Das bewirkten wohl die Süßstoffe in den Aprikosen) um die Entenbrust, die FEM jetzt nicht in Scheiben schneidet, drapiert.

Der Duft! Der Anblick!
FEM balanciert alles an ihren einzigen freien, dafür aber schönen alten Tisch, setzt den
Ersten Bissen in den Mund….Entenbrust rosa, mit einem Hauch von angeschmeichelter Aprkose…..!
Welch ein Genuß!
Fem atmet durch.
Welch ein Genuß…

Da klingelt das Telefon.
Freundin Uta am Aparat.
Sie fragt hektisch – hey, hast Du nicht Lust, auf einen Sprung rüberzukommen, ich koche gerade wie verrückt, probiere was Neues aus? So in zwei Stunden etwa?

Klar, sagt FEM.
Was gibt es denn?
Das verrate ich nicht.
Uta klingt geheimnisvoll.
Ich koste gerade die erste Entenbrust der Saison, schwärmt FEM.
Nicht wirklich?
Uta ist konsterniert.
Lacht auf.
„Ich probiere gerade ein neues Rezept aus!“
Wie geht es denn? Fragt FEM
Entenbrust an Kastanien, sagt Uta.

Mmmhh, antwortet FEM.
Vielleicht ein anderes Mal?
Auf meinem Keller erkaltet gerade Entenbrust mit Aprikös-lein und so.
Gute Idee – Uta klingt erregt.
„Bei mir schrumpeln auch gerade noch ein paar herum.
Die passen doch zu Kastanien?
Aprikosen passen zu allem, glaub ich, sagt FEM.
Echte Einschmeichler…
„Ich backe sonst nur damit – !“
Aber könnte ja auch mal –
Ja…FEM weiß jetzt, daß ihre Entenbrust sie mit der gebotenen Kühle erwarten wird.
„Uta, mein Essen ist gerade kaltgeworden.“
Macht nichts, lacht doch diese Uta –
„Dann kommst Du halt zur Entenbrust, angeschmeichelt mit Aprikosen und Kastanien.

Nebenbei, die Entenbrust schmeckte auch noch lauwarm köstlich und das Gemüse noch eine Spur rätselhafter. Nur das erkaltete Weißbrot wirkte hart abweisend.

Okt/Nov-live-Texte..02

WILLKOMMEN – WELCOME- BIENVENUES!
Bei FEMINISSIMA, der online-Frauenzeitschrift.
START: 12. 07. 2002

Heute: 01. 11. 2002

BESUCHER: 6.810.

FEMS TAGEBUCH VOM 29. Bis 31. Oktober 2002

Es ist 17 Uhr…der lauschige Dämmerungszustand..so lange wir nicht selbst eindämmern..heute ist ein ruhiger Tag, bei uns. Nicht in Italien. Das Jahr 2002 wird wie auch das Jahr 2000 als ein unglückliches Jahr in die Annalen eingehen…ein neues Pressegesetz in Moskau verbietet Kritik…der Rückschritt zur nur mühsam überspielten Diktatur, da ist er schon wieder…FEMINISSIMA, ein wenig müde..:
Kommt gut in den Abend und –

CU! Wir sehn uns! Bleibt dran.!

GUTEN MORGEN – !
Es ist kurz nach 10 Uhr..
Nebel in der sweet Hessisch Provinz, und wie !
Hier strömt es aus NRW rein, ohne Ende, denn in Hessen iss heute KEIN Feiertag, nein!

In der Nacht schlich sich, nur wenig weiter unten, ein kleiner Denkfehler und damit Lesefehler und natürlich auch dann Schreibfehler, bzw. “Zuordnungsfehler” von FEMINISSIMA ein, den sie jetzt SOFORT korrigieren möchte:

FEM hatte Joschka Fischer, unserem Außenminister, der just in den USA zu Besuch..
den Satz in den Mund gelegt:

“Wir lassen uns keine Handschellen anlegen!”

Lach-weil das natürlich FEMs Gedankengut gewesen wäre…aber nein, POWELL war es, der diesen markigen Satz von sich gab, in Richtung UN-WELTSICHERHEITS-RAT…

Und da seht Ihr einmal mehr, wie ein Satz allein, in einem anderen Zusammenhang, eine radikal andere Bedeutung annimmt, dabei bleibt es derselbe Satz..

Wenn Powell das in Richtung UN-Weltsicherheitsrat sagt, dann meint er damit, wir greifen den IRAK im Zweifel ohne jede Hemmung auch ohne Eure Billigung an..es geht um die Freiheit, sich das KRIEGS-SPIEL blos net verderbe zu lassen…

wäre der Satz aus des deutschen Außenministers Munde…ja, dann hätte es bedeutet, so gewirkt:
“WIR lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen, auch nicht von den USA..und lassen uns nicht zu und in einen Krieg zwingen, den wir nicht wollen..”

Deswegen, hier der Hinweis auf die falsche Zitatzuweisung…die gleich im Nacht-Text noch im Nacht-Schlafrock steht und sich gerade die Zähne putzt – …übrigens der Ausspruch von Kerstin Müller, der nach Mitternacht in spiegel-online stand, ist jetzt weg. Es war ein langer Artikel. Er ist im Moment nicht wieder aufzufinden…ins Archiv gefallen? Okay, lest mal weiter…wenn Ihr wollt und kommt gut in und durch den TAG…!
CU!

KEEP ON! HOLD ON! BLEIBT DRAN!

FEMINISSIMA (e-mail:fem@feminissima.de)

1.11. frische Nacht:

Nun ist er also da, der November..

Ja, machen wir das Beste draus.

Es ist kurz nach Mitternacht des neuen Tages, des Freitags, dem 1. November also, und FEM gibt Euch zwei kleine eingepackte Gedanken als Vesper mit durch die Nacht –

Was meint die GRÜNE, nun Staatssekretärin,
KERSTIN MÜLLER mit dem Spruch, in bezug auf Tschetschenien und Rußland…und die moderate Haltung der Bundesregierung gegenüber Rußland :

“Es darf keinen Menschenrechtsrabatt geben!”

WAS meint sie damit? FEMINISSIMA versteht des irschendwie net. Es darf keinen Menschrechtsrabatt geben. FEM würde spontan das Gegenteil meinen. ES MUSS sogar…abgesehen davon, daß dies sprachlich ein Monster-Ausdruck ist, aber Kerstin Müller fiel nie durch besondere Eleganz in der Eloquenz auf, oder in ihren Gedanken…
Dennoch würde FEM gerne wissen, was sie damit meint…Könnt Ihr da weiterhelfen??

Daß hingegen der deutsche Generalbundesanwalt versuchen will, sich in die Ermittlungen in Rußland einzuschalten, klingt spannend und vielversprechend. Immerhin wurde eine 18jährige Deutsche, die dort auf Besuch war, verletzt durch die Geiselbefreiung nach russischer Art und gleichfalls ein weiterer Besucher aus Deutschland, Mitte vierzig.

Das ist ein ganz neuer Aspekt…im übrigen rät Euch FEM, sämtlichen Falschmeldungen aus Rußland weitestgehend zu mißtrauen.
Was derzeit von dort gestreut wird, ist ebenso haarsträubend wie dumm, uns glauben machen zu wollen, der junge Anführer habe mit dem nun auf Druck von Russland in Dänemark verhafteten…na, Ihr wißt schon, telefoniert, während der Geiselnahme..plötzlich will “jemand” den Namen des nun in Dänemark inhaftierten tschtschenischen

Politikers aus dem Munde des erschossenen ..
ach, Ihr Lieben, es ist so degoutant, wie nun der bleckende russische Bär auch noch postum…nur, um von sich selbst abzulenken und seiner Gewalt, die im Vergleich, und FEMINISSIMA getraut sich noch Vergleiche, an Stalin und an Hitler erinnern. Im Ausmaß der Menschenverachtung.

FEMINISSIMA findet es sehr..bedauerlich, daß eine GRÜNE sagt:

“ES DARF KEINEN MENSCHENRECHTSRABATT GEBEN” –

und fordert den sofortigen
RÜCKTRITT VON KERSTIN MÜLLER WEGEN MENSCHENRECHTS-VERHETZUNG.

“Wir lassen uns keine Handschellen anlegen”, sagte unser GRÜNER Aussenminister in den USA.
Das klingt schon besser, auch wenn er ein Mann ist.

Herta Däubler-Gmelin wurde trotzdem geteert und gefedert…und in einer Nachrichtensendung vorgesternabend in einem Atem mit den schlechten Beziehungen Deutschlands zu den USA genannt.
Das ist äußerst unredlich.
Immerhin hat Gerd Schröder den Wahlkampf superknapp, aber überhaupt nur wegen seiner anti-amerikanischen-anti-Krieg-mit-Irak-Strategie gewonnen, und seinem Glück, daß das Elend den Osten in Form von Hochwasser heimsuchte….(jetzt wird schwer über die Verteilung der GElder gerangelt, was FEM schon damals prognostizierte..)

Plötzlich galt der völlig Erlahmte, der dafür jetzt die Arbeitslosen in Deutschland büßen lässt, wieder als “Macher”…(der schöne Schein..).

Die Deutschen, sie lernen schnell von der üblen Destabilisierungs-Rhetorik repressiver Staaten…
die die “Schuld”, die “Verantwortung” an unverantwortlichen eigenen Schwächen, Fehlern, Versäumnissen, Verbrechen – flugs anderen in den Mund schieben…auch wenn dieser Mund, oder gerade weil..längst nichts mehr sagen kann, weil tot….um neue Zusammenhänge eigener Gewalt als “Rechtfertigung”, ach, es ist so degoutant, so zum Verzweifeln.

Ja, und weil eine Mini-schwäbische Zeitung ihren Artikel ins Internet gesetzt hatte, und spiegel-online darauf hingewiesen hatte – SPON damit SEINE SUPER-SCHLAGZEILE HATTE – war klar, daß Herta Däubler-Gmelin geschlachtet würde.

Es war nicht die kleine unbedeutenden schwäbische Zeitung, die das fertigbrachte,
es war der take over durch SPON, also die Verbreitung und Verbreitungsmöglichkeit durch SPIEGEL-ONLINE.
Aber nun wurde in einer Nachrichtensendung des Fernsehens vorgestern Abend, im Zusammenhang mit Fischers Besuch in den USA auf die so erkalteten Beziegungen zwischen Germany & USA hingewiesen:
mit dem Zusatz..”dafür verantwortlich sei vor allem…” und dann wurden nicht nur ihr Name genannt, sondern auch ein FOTO der Ex-Justizministerin Däubler-Gmelin

im Hintergrund eingeblendet.

Das findet FEMINISSIMA so übel, daß sie hier den DEUTSCHEN PRESSE-RAT einschalten wird.

Das einzige Problem –
FEM sah so viele NAchrichten an jenem Abend, telefonierte, und las auch noch gleichzeitig Zeitungen quer –
daß sie nun nicht mit Sicherheit sagen kann, ob es bei der “NACHTAUSGABE des ZDF war oder in “DIE NACHT” von SAT I, war, wo dies gesehen.
Dabei war ja schon “DIE NACHT” so aufgefallen,
durch die Auslassung der toten tscheschenischen Geiselnehmer bei der Nennung der Zahl der Toten im Moskauer Musical-Theater..
Vielleicht habt Ihr das ja auch gesehen? Die “Schuld”, die nun der Abgeschobenen, die sich auch nicht wehren kann..siehe die Ähnlichkeit des Vorgehens..in die kalten Schuhe geschoben wird, auf daß Kanzler und sein Außenminister als die Musterknäble …naja…
kommt gut die Nacht.
Verrat sells, daß zeigt ja auch die Tussie, die das Buch für den Oberproll des Jahres geschrieben hat…na, und die jetzt in Potsdam im schrägen Licht der den früheren Bewohnern abgeluchsten Jugendstilvillen auf vornehm mimt…
Nein, FEM findet nicht eine Frau gut, nur weil sie eine Frau ist.
Es geht um politische Prinzipien. Also werdet Ihr bei FEM auch immer – oder gerade! – kritische Töne gegenüber Frauen lesen, die ihre eigenen Schwestern …”verkaufen”…oder die, durch was auch immer in Posten gekommen, dann haarsträubend dummes Zeug äußern, was ja- merke! -bei Frauen gleich dreifach zählt, weil Männer – die dürfen so etwas, verstehst?

Na, FEMMINISSIMA trollt sich mal….
kommt gut

durch die Nacht…CU!

Und wenn Ihr mögt, es sind noch Schnittchen, pardon, Texte da…!

DO – 31. 10. 2002

BESUCHER: 6.770./ 17 Uhr

FEM’AKTUELL:
Der Text:
“Ja, der heiße 7. MAINZER MEDIENDISPUT!”
steht jetzt nicht mehr in der Rubrik “PINNWAND”, sondern in “femMEDIEN”.

FEMS anfägliche “Verwunderung” (Aufregung..) WAR durchaus nicht unbegründet.
Die Meldung kam von der Veranstaltungs-Agentur, und auch die war richtig..
aber lest doch bitte selbst- Männer diskutierten, Frauen moderierten….tja!
Und es verwundert auch wenig, daß offenbar “direkt und unmittelbar” nur FEMINISSIMA nachfragend reagierte – “Was, KEINE einzige FRAU am Podium?”
Entweder haben die (Medien-)Frauen ihr Ausgeschaltet-Werden schon so verinnerlicht, oder sie bekamen diese Meldung gar nicht. Na, nach dieser Einführung..wißt Ihr ja schon fast..aber damit erklärt sich auch (fast) von allein die VERFLACHUNG und BOULEVARDISIERUNG in den MEDIEN: sie ist demnach von MÄNNERN gemacht..?!
Es wäre nicht übel, wenn Ihr Euch aufraffen könntet, diesen kurzen Text mit seiner Ergänzung nun in femMEDIEN Euch zu Gemüte zu führen..
Denn er enthält auch, wir sind ja motiviert… eine neue Idee.
Aus dem Schlechten immer versuchen, noch oder wieder etwas Gutes zu basteln..CU!

Dieser Text steht seit heute Vormittag.
Und eine Reaktion möchte FEM’ Euch auch nicht vorenthalten :

“Ja genau! Die Frauen reichen Schnittchen”.
Jeder Kommentar überflüssig..

Es ist Abend geworden.
Dämmerung.
Twilight-Time..halb sechs…
Noch ein wenig schimmerndes, trügerisches Licht..
Versprechen einer blauen Nacht..
Den alten englischen Schlager: “Twilight time” , kennt Ihr ihn noch,
oder schon wieder..?
Es ist ein junger Abend,
der zu Tee und erstem Glühwein…inspiriert,
zu HALMA-Spielen mit den Kindern
oder zu SCHACH im Café,
zum trauten Tratschen mit einer Freundin..
oder zum eiligen Eilen zum Volkshochschul-Kurs..
zum Beispiel, um zu lernen,
wie man Fotos vom Scanner in FEMS FOTO-SESSION bearbeitet und transportiert..
Vielleicht sitzt Ihr auch gerade vor Eurem Bildschirm…
im Büro, mit noch einem letzten Blick auf FEMINISSIMA,
oder zu hause,
mit einem ersten Blick…
Seid willkommen.
Kommt gut durch den Abend und die Nacht.

Heute ist der letzte Tag des Oktobers…
Dreieinhalb Monate sind wir nun zusammen…
das ist länger, als manche Beziehung hält..
und heute begrüßten wir auch schon wieder 50 Gäste..
..Kommt rein, wärmt Euch..und denkt bitte nicht,
nur weil morgen der November beginnt,
starten auch sofort die Depris, Frusties und “mutterseelenallein” und so – .
Hey-hey: Der Name eines Monats, verändertes Licht, kahler werdende Bäume, das macht es nicht…natürlich birgt der November, wir noch den langen Sommer in uns..diesen Übergang…es ist der Monat, der uns zwingt, über einiges nachzudenken, im Sommer im Zwitschern der Vögel verdrängt…
Es ist ein Monat, der uns Zeit gibt…
Vielleicht ist der November der einzig “ruhige” Monat des Jahres…
Im Dezember können wir uns wieder in haus- und werbe-effekt-gemachte Hektik stürzen…
Naja, FEM’ wollte nur eben mal rasch wieder nach Euch schauen –
und die Teekessel schon einmal bereitstellen, das Kaminholz ist aufgeschichtet –
…Auf daß es Euch gut geht..:

wenigstens bei FEMINISSIMA – CU!

Und hier – ist Eure MITTAGS-FEMININISSIMA!
Habt Ihr schon? Schnellimbiß? Diät? Gar nichts?

Es ist 13 Uhr an diesem gar-nicht-sunny-früh-afternoon.
Hier in der Lounge von FEM war heute schon so viel Betrieb, daß wir erwägen, bald den Teppichboden zu erneuern.
Ist sowieso längst out, frau&Mann laufen lieber barfuß über Laminat, Parkett oder die Toscana-Fliese..
das schafft Arbeitsplätze, wenn wir unsere weite Leselounge mit neuem Fußboden…
Unser Redaktionshund HASSO hat schon wieder, mit seinem untrüglichen Instinkt für Gedrucktes und Zwar-auch-Gedrucktes…einiges zerfetzt im Verlauf des Vormittags und schaut glücklich…
Praktikantin Kessie, die natürlich lieber umsonst arbeitet und sich dafür “Praktikantin” nennen darf, hat heute Vormittag schon mal das brandneue Erfolgsrezpet der brandneuen (so neu und schon so alt)Regierung eines Landes zwischen Rhein, Ruhr und Elbe ausprobiert: “Arbeit statt Sozialhilfe”.
Ja, auf 6 Wochen ist der angelegt. Dann wieder etwas Neues. Außerdem muß sie aus ihrer Wohnung raus.
Als alleinstehende Person hat sie nur Anspruch auf ….Kessie sitzt auf dem Stuhl und weint. Dazu hat sie auch guten Grund:

jung, motiviert, arbeitslos und ohne Sozialhilfe schon verhungert. Eltern lange geschieden, in alle Winde zerstreut. Nun wollte sich Kessie als Praktikantin bei uns…und jetzt schreibt das “Amt” alles vor, damit sie weiterhin Unterstützung bekommt: angepasster Wohnraum, für-alle-Jobs-zur-Verfügung-stehen, sonst wird die Unterstützung gestrichen.

Sonderbar, sonderbar, in einem sehr sehr frühen Artikel zur “Hartz-Kommission” hatte FEM, damals noch anderer Namen, lol, genau diese Gefahr “gewittert”, so wie unser Hasso falsche Fuffzischer wittert:

“Der Hang und Drang des Deutschen, nun den Menschen in Ober- und Untermenschen einzuteilen, er wird durch diese geplanten ‘Reformen’, die ein Rückschritt ins 18./19. Jahrhundert darstellen’ , in Wirklichkeit sind es ja keine Reformen, sondern stellen einen Rückfall in krassfrühkapitalistische Strukturen dar…

darf sich nun bald wieder austoben…Gnade uns Gott…”

Unsere Besucher kommen gerade von Sizilien zurück. Dort war es warm. Sagen sie. Zu warm. Und erzählen von der Angst, die sie dort trafen. Und von einer Gläubigkeit, die uns kommissarisch abhanden gekommen ist…
Und FEMINISSIMA bringt Euch Kaffee und Mineralwasser und Kuchen….setzt Euch, ruht Euch aus…und begrüßt ganz herzlich die 42 Gäste heute, die alle etwas zu erzählen haben…

Kommt gestärkt durch den Tag!

FEMINISSIMA! CU!

Guten Morgen – 31.10.

Wenn Ihr heute in die Zeitungen blickt, so gemütlich beim Kaffee, e bissi Marmalad grad am Finger unn damit gleich an de Zeitung – da wird Euch sowieso..der Löffel in de Zuckerdos’ steckebleibe –

Denn de fett Aufmacher heute ist – SPAREN BEI DEN ARBEITSLOSEN.

Dafür werden Doppel-Minister und die outgesourcte Regierung (zu deutsch: das Kommissions-Deutschland) –

da beklagte der Kanzler kürzlich seine Angst vor losgelassenen (schreibenden) Kettenhunden….ja, bitte – wir möchten etwas über WACHSTUM lesen, neue Ideen, neue Initiativen, nicht nur ständiger ABBAU. Sparen beim Bürger. Und die Konzerne behalten ihren Steuer-Bonos der Reichen? Kommen doch schon Millionäre bittend an, um eine Vermögenssteuer zahlen zu dürfen.

Ja, nehmt das an, wenn Euch selbst der Mumm fehlt..klar nach oben buckeln und nach unten treten… !
Also da wieder zuschlagen, wo die Gegenwehr am geringsten ist…

Unverblümt die Gegenfrage:

WARUM schafft Ihr denn keine Arbeitsplätze???

Dann gäbe es ja wohl weniger Arbeitslose.

Das mit dem Bade ausgeschüttete Kind, wird jetzt in den Brunnen geworfen…
EIN ARMUTSZEUGNIS dieser Regierung, doch die ARMUT ist dann zuletzt meistens weiblich und trifft an der untersten Skala die Kinder…
FEM schlägt NEUWAHLEN vor…aber wen kann man in diesem Land (noch)wählen?????????

Macht doch mal ein paar Vorschläge, verehrteste FEM-LeserInnen..??

FEM kreiert jetzt auch einen Song –
“Ich will mei’ Stimm’ z’rück..”

Gleichzeitig sorgt Stief-Vater Staat für sich selbst bestens.
Wir nähern uns dem, was viele dieser Menschen, denen wir ein Mandat übertragen haben, früher tief verachteten, einer Art Sozialismus der Wenigen.
Sie verteilen das Wenige unter sich. Ein Gewerkschaftsboß, zb.Bsirske, von verd.i, er verdient so viel wie ein Bundeskanzler, nebenbei ein GRÜNER.

Dankeschön. Irgendwann wird das Volk anfangen, aufzubegehren, steht zu vermuten…Gebt doch jeweils die Hälfte Eurer durch nichts zu rechtfertigenden Mammut-Honorare ab…
Das wär doch ein Schritt nach vorne…

Auch die Arbeitsämter, liebe Feminissimas und Feminissimos, werden noch arroganter sein dürfen, als sie es schon immer waren :

Da die sogenannten “Job-Agenturen” von den Arbeitsämtern höchstselbst betrieben werden.

Und wer kontrolliert deren Vermittlung, wo nichts zu vermitteln ist?
Na, da dürfen wir alle sehr gespannt sein.

Der nächste Selbstbedienungsladen öffnet sich.

Wie ruiniert man Motivation ?
Tja, die zeigen es uns, in Berlin.

Wir lassen uns aber dennoch nicht demotivieren und wünschen Euch –

einen wachen Start…
in den Tag.

Und lasst Euch nicht einlullen.
Von niemandem.
Die Rolltexte von der Nacht und gestern…noch recht frisch…falls Ihr noch ein bissi Zeit & Lust zum Herumstöbern habt…um Euren Geist aufzufrischen, nach einer verschlafenen Nacht….BLEIBT DRAN – ! CU!

FEMINISSIMA

Ja bitte sehr – Hereinspaziert!

Die Nachtlounge ist wie immer: geöffnet, beheizt, und der Kühlschrank …der Plattenspieler – ,
na, Ihr kennt Euch ja hier aus.
Wenn nicht, dann sucht Euch einen Platz..warme Rottöne der samtenen Couch – oder lieber das abgestumpfte Flaschengrün der Ohrensessel? Fühlt Euch wie zu Hause..sucht Euch einen Platz…

Und damit gleich eine kleine frische Lese-Brise, damit Ihr nicht einschlaft, intellektuell unbelastet, nein, das darf nicht sein !

In den letzten oder auch genannt “jüngsten ” Nachrichten, also vorhin, die “NACHT” bei SATI, gleich nach Harrys Comedian Show, eine interessante Information für die Zuschauer:

“Es starben bisher 119 Geiseln durch das Gas der…”

Das ist interessant. SAT I “NACHT” klammert die toten “Geiselnehmer” schlicht aus.
Und entzieht sich damit auch der makabren Debatte, wie denn die ermordeten Geiselnehmer als Tote zu bezeichnen wären… als “Terrroristen”, als “Geiselnehmer”, als “tschetschine Geiselnehmer” …nein, einfach weglassen.
Leider konnte FEMINISSIMA in der sweet hessisch Provinz ein Reclam-Heftchen von ANTIGONE noch nicht auftreiben, aber es ist bestellt.
Der Tod im Moskauer Theater und das Thema von ANTIGONE, der griechischen antiken Tragödie – sie haben vieles gemeinsam.
Also bleibt dran, Ihr Lieben, auf daß Ihr….

Ja, und das zitierte FEM aber bereits, kann aber auch schon wieder gelöscht sein, spon (spiegel-online) aber vielleicht ist auch dort schon wieder anders, die aktualisieren ja auch andauernd..lol…, da wurden die Toten, politisch störungsfrei, in “Geiseln und Geiselnehmer” unterschieden.

Aber SAT I, für die “zählen” buchstäblich die toten Tschetschenen nicht. Denn sie sprechen von 118/119 Toten, aber es sind 170 –
ja.
In einem Feature des ARD-Studio-Moskau gestern Abend sagte eine sehr junge russische Journalistin, die auch gerade an dem Abend im Theater saß, sinngemäß, es sei nun für sie “offen”, ob sie weiterhin diesen Beruf ausüben werde und wolle.

Alles sei anders in den russischen Medien dargestellt worden, als es sich in Wirklichkeit zugetragen hätte…und ihre “Ideale”, die sie mit dem Beruf der “Journalistin” verbunden hatte – nichts, gar nichts davon sei übrig geblieben.

Mit diesen Worten entlässt Euch FEMINISSIMA in die Nacht und in den frühen Morgen. Am DO-Tag liefern wir Euch wieder neues Neues oder Vorgeschmack und Nachgeschmack, Gares und Halbgares, Rohes und Gesottenes –
also – ja, und FEM grüßt mal rasch die 50 Gäste von gestern und heute – ! Jede(n) einzelnen.
Danke auch für die Vorschläge, Anregungen, Kritiken, Resonanzen (die lieben wir irgendwie auch…)ja, die shortShort-Story: “Frau in der Tiefe des Sommers” setzen wir wieder ein, nein, sie war keiner Säuberungswelle zum Opfer gefallen, diese kleine Story. Sie sollte noch etwas ausgebaut werden. Aber so bleibt denn manches, was zur “Baustelle” erklärt wird, einfach unbemerkt liegen..in den Schächten des weiten Archivs..aber Ihr, die Ihr die Abgründe, pardon, Rubriken Eurer FEM so kennt, danke!
Gerührt!

Auch der Text von KULTURWELTSPIEGEL aus HH/NDR vom Sonntag, FEM berichtete darüber, ist eingetroffen. Über die Pressefreiheit in Rußland.
Auch diesen Text könnt Ihr dann spätestens morgen (heute) Abend lesen.
So wie wir im Verlauf des Tages auch noch einen Text von RTL erwarten,aus dem Beitrag über die Qualität der Gutachter, Sendung “Extra” am Montagabend.
Ihr erinnert Euch. Und einfach nur eine Professorin zu zitieren, die ihre männlichen Kollegen so herrlich – ja, da wäre es schon “hilfreich” (ein Wort, das Politiker gerne benutzen, habt Ihr das schon einmal bemerkt und gemerkt? Sagt viel und gar nichtss..)das gesamte Interview hier “vor Ort” lesbar, nachschlagbar…und natürlich den NAMEN der Professorin.
Auch drei andere Interviews, wiederum aus dem Kulturbereich, sind auf dem Weg zu uns…also –

KEEP ON! HOLD ON! BLEIBT DRAN!

FEMINISSIMA – only online – CU!

MI: 30. 10.HALLO, –
Es ist 15 Uhr an diesem trüben Mittwochnachmittag.
Ein Tag, der irgendwie gar nicht hell werden wollte.
Wie so oft verdunkelt sich der Himmel, wenn er sich über die Menschen schämt….

Da wir in relativ kleiner, welches Wort nehmen wir…”Besetzung”? “Mannschaft?” nein, das sind alles so alte und besetzte Wörter und Begriffe.
FEMINISSIMA schreibt es in BROKEN ENGLISH…
wir sind Wenige, dafür intensiv..
Und die Waschkörbe biegen sich, vor Zuschriften.
Und weil wir eine online-Frauenzeitschrift sind, die vor allem “von Frauen und für Frauen..”
schreiben wir an diesem freundlichen Nachmittag schon einmal kurz und knapp:
wie überall in diesem Land, scheinen auch ARBEITSÄMTER FRAUEN ZU BENACHTEILIGEN.

Der eine uns geschilderte Fall, einer vo vielen, hier auch vom ARBEITSAMT WETZLAR und DILLENBURG (die Zweigstelle)und auch andere dazu –
so viel an dieser Stelle:

Es sollen rund 18 bis 19 FRAUEN vom Arbeitsamt Wetzlar innerhalb von eineinhalb Jahren zu einem BLUMENSTÜBCHEN “vermittelt” worden sein…
wir hatten das auch schon angesprochen, aber den Namen des Arbeitsamtes erst einmal, weil noch nicht nachrecherchiert, außen vor gelassen.

Wir empfehlen auch den Frauen, die so verar…t wurden sind, eine Gemeinschaftsklage gegen die ja, sind das Schummler? wie bezeichnet man das? “Sich selbst in die Tasche lügen?”
Statistiken schönen??
Oder auch die Denke, ach die blöden Frauen, die können mich doch mal –
eine SAMMELKLAGE vor dem Sozialgericht, damit HERRschaften, die so etwas machen ihren JOB VERLIEREN.

Wir berichten weiter.
Es hat uns auch die Kunde erreicht, daß jemand genau dieses Arbeitsamt nun mit anderen mit einer Schadensersatzklage überziehen will.
WIR, liebe FEMINISSIMAS, bleiben dran.
Und versprechen Euch schon heute daß wir auch weiterhin dranbleiben…

So,wie abstürzende Systeme uns zuweilen beschützen, helfen wir Euch, mit Rat und Tat und publizistischer Unterstützung, denn Ihr habt sonst niemand, der Euch unterstützt, das weiß FEMINISSIMA:

Und aus diesem Grund hat sie sich auch für Euch hier ins Netz…

Die Kölner Agentur von Schauspielerin USCHI GLAS

teilte uns eben mit, daß Frau Glas nicht mehr von ihr beraten wird.

Das kann vielleicht zum Vorteil für Uschi Glas sein.
So wie ja auch Herr Stoiber nicht gut beraten war.
FEMINISSIMA entdeckt gerade ihr Herz für …ja, der Song geht …von Marilyn gesongen…”My heart belongs to Daddy…”
NEIN, liebe FEMINISSIMAS, unser HERZ sollte noch immer nur uns GANZ ALLEIN gehören…
Kleine Leihgaben, vielleicht, aber verschenken? verkaufen?
Nicht doch!

Schirme sind “in” schreibt ein tägliches Blatt..
da lächeln wir nur mokant..

Kommt gutbeschirmt durch den TAG..

KEEP ON! HOLD ON! BLEIBT DRAN!

EURE FEMINISSIMA

und hier die frischen Texte von ein wenig vorher….viel Spaß!

MI – 30. Oktober 02, 01:30 Uhr –
BESUCHER: 6.705.

Hallo – ! Der Text von gestern Nachmittag ist wieder nach Hause gekommen, er steht weiter unten.
Fem textet ihn gerade “einfügsam” ein.

Ja, gestern 89 Gäste, und für die neuen Gäste dieser jungen Nacht noch schnell ein paar bequeme Sitzgelegenheiten-gerade-jemand-hereinbringt…es sind 26 (Nachtgäste) bis jetzt. Willkommen!

Auch der abgespeicherte “welcome” -Text als “Fems Tagebuch” vom 24. – 28. Oktober, wie gesagt, ist wieder “heile” und damit -technisch zumindest.., wieder lesbar.
Ja!
Also alles wieder…aufgeräumt und beieinand’ !..
Kommt gut durch die Nacht!

HOLD ON! KEEP ON! BLEIBT DRAN!

FEMINISSIMA

DI, 29. Oktober 02/ BESUCHER: 6.670.

Was iss denn los? 80 Gäst an so einem einfachen Dienstag? Ja, FEM schüttelt Euch mal gerade die Kissen auf, sind etwas eingesessen!
SEID GEGRÜSST!

Hallo, die Abendglocken läuten, und heute ist ein Lerntag, war ein Lerntag.

Die Überschrift rechts hält sich auch wieder in der Reihe..und die Inhalte stehen als “Übersicht” dann unter…ja, schaut doch selbst.

Ach, welche Ästhetik wieder…

Ein Text hat noch ein bißchen Ausgang. Will aber wieder zurückkommen…
Ja, Maschinen, Texte, alles lebt! Es gibt keine “Materie an sich”.

Davon ist FEM felsenfest überzeugt.

Die beschützende Hand abstürzender Systeme bevor eine Mail rausgeht, die mer dann net mehr zurückhole kann, des hat doch was? Des kann mer net abstreite net.

Nun, – noch einen ruhigen Abend wünscht Euch
FEMINISSIMA und grüßt mal rasch ALLE DÄNEN!
Die letzten NEIN-Sager gegen Völkermord in Tschetschenien…?

Oder trauen sich nun bald auch wieder wenigstens ein paar Journalisten , die schon, aber deren Redakteure…den Mund aufzumachen…

Eure FEM hält gerade den Strickstrumpf
in der Hand und murmelt selbstvergessen, ja, natürlich hast Du recht, ja, aber ja. Sie übt.
Denn sie soll demnächst verheiratet werden.

CU-! Wenn ihr noch ein wenig das Chaos des früheren Abends hier genießen wollt, dann braucht Ihr nur weiterzulesen.
Müsst Ihr aber nicht.

Denn weiter unten WARNT Euch FEM ausdrücklich vor dem Weiterlesen….also..kommt gut in de Abend und in die lau-oktober-gewärmte Nacht!

FEM

Ja, also FEM muß sich gerade ma widder heftisch entschuldische für die Unordnung, die hier herrscht, das Programm, ei des macht ja grad, was des will.

Macht Euch nichts draus!

Auch die Maschinen leben!

Es sieht nur alles gerade ziemlich scheußlich aus.
Macht die Augen zu…OMMMMMM!!

Geduld, Geduld…sagt sich FEM…CU!

Tja, Ihr Lieben, der lange Text von heute ist wohl doch erst einmal abhanden gekommen.
Es ist jetzt 16 Uhr. Es war auch ein ausführlicher Text über neue KREBS-FORSCHUNGS-Sachen.

Da seht Ihr mal, dass es wahr ist –
an dieser Stelle wird “live” und ohne de doppelte Bode geschriwwe, meistens jedenfalls, lol.
Genau das macht ja Spaß!
Und Euch ja anscheinend auch..(…:) )

Aber da FEM die Unterlagen für Euch gesammelt hatte, wird sie das wieder hinkriegen.
Heute aber leider nicht mehr.
Es war schon so viel.
Und bis dann all die Tippfehlerche ausgemerzt sinn,
und die Kommata-cher widder richtig gesetzt, die sich zuvor verlaufe hatte, bis mer die widder ingefange hat, was beim schnelle Schreibe dann manchmal nur uffhält – jo, da –

Im Augenblick solltet Ihr auch lieber den nun abgespeicherten Text von hier als “Fems Tagebuch” reichlich fett, zu fett, rechts,
(inzwischen hat er sich wieder, dieser kleine Möchtegern-Individualist von Text auch, ts,ts! brav in die Reihe gefügt..wollte der sich einfach so querstellen…ei, des kam net gut, horchtema!
Des sah so prollprotzig aus..ei mir heiße doch net…unn jetzt wisse mer es, wer TAZ liest, weiß es..- unn überhaupt sollt mer ja die vorletzt konzernfreie Independy-Zeitung unnerstütze! – da werrn die Leut sicher net so inn Hunnert-bis-Tausendschafte-rausgeschmisse-wenngleich dort auch net so mißgewirtschaftet werden kann, kleine Honorare, bei FEM leider bisher noch gar keine, aber des kommt noch – unn um uff de eischentlich’ Gedanke zurückzukomme – hinter dem Proll-Buch des Jahres steht eine PROLL-Frau des Jahrzehnts..!
Frauen, leider sind wir es denn selbst, zuweilen, und nicht selten, die unsere Schwestern so reineiern…
Ja, die Dame, manche Namen behält sich FEM einfach nicht, weil ses net will, die wo die so nett-mies-frauenverachtend’ Zeile unner die noch …Fotos auf Seite 1 von BILD, inzwischen längst von STERN getoppt…na, ei, der scheint sich ohne Nacktfotos von Fraue ja gar net mehr verkaufe zu könne, oder wie iss des uffzufasse? unn die wo jetzt mit em Kind und…dem Chefredakteur von BILD..in Potsdam..zusammen mit Friedegunde der ‘Medienmonarchie’ *dieser Ausdruck ist von Susanne Koelbl, und FEM leiht ihn nur mal ganz-kurz aus, gibt ihn zurück* huldigt – VERRAT macht REICH…
Ihr könnt dazu auch gleich emal in unsere Rubrik SUPISSIMA…linsen, reinlinsen) –
NICHT LESEN, ja, das gibt es hier auch! um des End von deme Satz widder mit em Lasso inzufange..
denn da hat sich auch ein kleiner Technikfehler eingeschlichen, der das Lesen unerträglich macht.
Wir sind ja so verwöhnt.

Aber das wird sich alles reparieren lassen. Das ist alles nicht schlimm.

Schlimm sind derzeit ja wirklich ganz andere Sachen…bis später !
FEMINISSIMA

Hier die Versatz-Stücke von den heutigen, aber früher-heutigen-Texten. Der “Haupttext” hat sich erste ma aus dem Staub gemacht, e bissi Luft schnappe iss der gegange, oder wie?
Wir nehmen es lässig, nicht wahr?
Und mit unerschütterlicher Contenance…

So ein bissi Chaos iss doch was Wunderbares…nicht wahr?

FEM grüsst an dieser Stelle mal schnell alle Chaosbräute und alle außer-Atem-Webmaster!
CU – Ihr Lieben!

Seid willkommen zum neuen Tag…dehnt Euch aus..
Ja, inzwischen ist es Mittag geworden.
Es ist 13 Uhr.
Gestern trafen sich 61 Gäste in unserer Lounge.
Heute bislang 43 – Hallo!

Hey, seid nicht schockiert, wenn es hier so leer aussieht. Der Text von heute wird gleich wieder hereingebracht. Er war irrtümlich auf den Speicher getragen worden. Da wollte er aber nicht hin….ist gleich alles wieder da, von heute.
Die Texte von gestern und alle “Gefühle” um “Moskau” finden sich dann in der Rubrik “FEMLeben” wieder, als “Fems Tagebuch”.

Also, kommt gleich wieder rein, es ist nichts abgestürzt, nein, und auch nichts verloren, nur alles e bissi chaotisch heut, wie gesacht’- !

FEMINISSIMA sendet Ihrem Webmaster schnell einen Strauß Blumen…und dankt Euren Resonanzen, und Euren erfolgreich-verabreichten virtuellen Fortbildungen,
die Eurer “Technik-oh-no-aber-doch-“-FEM heut schon schwer weitergeholfe hamm…abber mir Euch noch net richtisch, noch immer schwer des Einlogge hier? Unn um Kommentare schreibe zu könne…? FEM macht das mal schnell, wie ganz wenige deutsche Beamte – : “Ei, ich geb des weiter, gellnet?!”

Und damit noch eine News, die dem Ranking “gut” entgegenkommt, wenngleich davon kein einziger Mensch wieder lebendig wird, nein, leider nicht, aber sie läßt ein winziges Pflänzlein Hoffnung aufblühen, daß der alte totalitäre Staat, der einst “Soviet Union” oder Sowjetunion hieß, nicht wieder in all seinem GRAUEN durchbricht, und doch noch in Sachen “Demokratie-Verständnis” Rußland nicht alles restlos verloren ist, aber es zeigte sich eine MENSCHENVERACHTUNG ohnegleichen, nur, daß sie sich nun NICHT vertuschen ließ! sie ist wahrscheinlich meistens bis immer vorhanden…nur der Name hat sich geändert..??? Des Mäntelche hat e anner Ettikettche erhalte, aber die Mörder sind ja als Präsidenten ….CHile in Russland…ei, ruft Marena, still jetzt! Marena ist unsere Zensorin, ja,
doch noch ein ganz klein wenig – ja!

: ERSTMALS verlangt eine russische Partei, das PARLAMENT soll den “Einsatz im Theater” untersuchen (den bewußten Massenmord).

Bis später. BLEIBT DRAN!
Auch wenn es hier gerade so kahl aussieht, es dauert net lang..bis de Rest vom Frühnachmittags-Text wieder bei EUCH ist, der legt gerade ein Erfrischungs-Päuslein ein…lol……CU!

FEMINISSIMA

Mit der zurückgeschenkten einen Stunde und damit der Rückkehr zur “Echtzeit” – bei uns..
erscheint der Vormittag gleich dreifach so lang…vor allem, wenn die Uhren gehen, wie sie wollen…lol..

Frauen sind anders.

FEMINISSIMA auch.

UND Ihr LeserInnen von “FEM” natürlich auch..!

JA, UND HIER ist der GESTERN verlorgengegangene, aber zum Glück zurückgekehrte Text, er hatte sich ein Herbstmützchen gekauft…

Anna Politkowskaja, jene russischen Journalistin, die von den Tschetschenen als Unterhändlerin am Freitagabend akzeptiert worden war, beklagte gestern bei der franz. Tageszeitung:
“LE PARISIEN” :

“Wenn eine von Putins Töchtern im Theater gesessen hätte, hätte der Präsident sicher versucht, mehr Menschenleben zu retten”, wird sie zitiert, und –

es habe eine “echte Chance” gegeben, die Krise friedlich beizulegen.

Das hat Putin sicher nicht gewollt, sinniert Fem.
Nie wieder hätte sich ihm so günstig eine Gelgenheit geboten, das Giftgas direkt vor seiner Haustür und, wie er meint, dazu auch noch legitimiert, ausprobieren zu dürfen…

Ja, FEMs Kaffee ist wieder einmal bitterkalt geworden.
Auch die Fingerspitzen sind erfroren, wenn sie schreiben müssen:

“Bei der Gefangennahme angeblicher Talibankämpfer waren auch 90jährige und ein 105-Jähriger..”.

In Afghanistan.
Auch in GUANTANAMO-Bay, dem amerikanischen Konzentrationslager (dem konzentrieren Lager) auf Kuba, sollen nicht wenige Gefangene in den 70ern sein, die meisten über 50…

Ach, gute Meldungen oder hoffnungmachende Meldungen kommen hingegen oft so klein, ja so winzig daher, daß frau sie glatt überlesen könnte – hat sie aber für EUCH aufgehoben, ausgeschnitten, und auf ein Blatt Papier geklebt, damit sie nicht verlorengehen, soo klein sind sie die Meldungen, die davon berichten, wie LEBEN GERETTET werden kann und nicht, wie Leben SINNLOS vernichtet wird…:
Und zwar: mom , FEM kommt sofort zurück!

So. Hier sind die Zettel!

1. Forscher der Uniklinik Giessen haben einen Wirkstoff in der PotenzPille VIAGRA entdeckt, der Lungendruck senkt.
Näheres zu erfahren wird nicht so schwer sein, da Eure FEM ja in der sweet Hessisch Provinz angesiedelt ist..

2. BILD berichtete gestern magerspaltig auf der letzten Seite, fast erdrückt vom Beitrag über Jack the Ripper, ‘der nach 114 Jahren durch Speichelproben als Deutscher…überführt wurde..’na, FEM hat dies “eigen” wiedergegeben..!
Ja, also BILD fragt gestern, am 28.10.:

“Finden Forscher Impfstoff gegen Krebs?”
Und antwortet anders – denn es geht um GEN-Korrektur.
Und die ist doch nicht mit Impfen gleichzusetzen, oder?

ES IST SENSATIONELL, wenn es denn stimmt:

“Italienische Wissenschaftler entwickelten einen Impfstoff, der angeblich KREBS abwehren und BESIEGEN kann.
Im Stoff wirken Gene, die das bei Krebskranken gestörte Protein “erbB2” reparieren.

Bei Tierversuchen lag die Heilungsrate bei 100 Prozent.” (Ende der Meldung).

Denn das “übermäßige Vorhandensein” von erbB2, daher auch “Krebsgen” genannt, befähigt die Zellen zum unkontrollierten asozialen Wachstum, berühmt-berüchtigt als Metastasen, also Krebswucherungen im Körper jenseits des “Primär-Tumors”.

Als Fortschritt des Typs “revolutionär!” im Kampf gegen eine damit besonders wachstumsfreudige, also besonders bösartige Brustkrebsform, wurde vor ein paar Jahren in den USA ein sozusagen künstlich gebildeter Antikörper gefunden,der inzwischen auch seit knapp zwei Jahren auf dem deutschen Markt als Medikament unter dem Namen HERCEPTIN erhältlich ist.
Dieses Medikament ist teuer.
Eine Monatsdosis soll rund 2.500 EURO kosten.
Daher kamen bislang sicher weitaus weniger Frauen mit metastierendem Brustkrebs in den Genuß dieses Medikaments, als wenn das Medikament preiswert wäre…..

Seit einiger Zeit beschreitet Prof. Dr. Eiermann, Chefarzt der Frauenklinik vom Roten Kreuz in München, interessante Wege zur Schonung und Lebensrettung von Frauen mit oder mit vermeintlichem Brustkrebs.

Indem er bereits die vor einer OP entnommenen Gewebeproben auf die Existenz von erbB2 testet.

Glänzt das tückische Protein durch Abwesenheit, können Arzt, aber vor allem Patientin, aufatmen:
Denn das bedeutet, daß der vorhandene Tumor nicht streut, zu einer harmloseren Gattung zählt..

In den USA brennt seit Jahren unter KrebsforscherInnen die Debatte darüber, ob ein Tumor, der zwar die Anzeichen eines bösartigen Tumors zeigt, der aber nicht metastasiert, überhaupt als Krebs bezeichnet werden soll und darf – weil diese Form von Krebs aller Wahrscheinlichkeit eben auch nicht tödlich verläuft. Da nur Metastasen tückisch sind.

Fehlt dem Tumor dieses “eingebaute Wachstums-Gen”, kann er als Haifisch ohne Zähne betrachtet werden, so die eine Richtung der Debatten.
“man muß ihn per Ultraschall im Auge behalten, ob er sich verändert, aber man braucht keinen Busen abzuschneiden, mit all den damit verbundenen Zusatzrisiken einer großen Operation und psychisch-physischen Folgen für die Patientin”.

Mit anderen Worten, ein Tumor, der vielleicht schon zwanzig Jahre alt ist, wenn er gefunden wird, und bis dahin nicht gestreut hat, weil er ohne “erbB2” nur sehr sehr gemächlich vor sich hinwächst, vielleicht insgesamt den Körper belastet, aber nicht wirklich tödlich sein wird –
soll da, muß da tatsächlich auch “amputiert” werden..?

Und –

die andere Seite:
So wird wohl auch in München, siehe oben, getestet:
Wie wirkt es sich aus, wenn nun erbB2-durchsetztes Gewebe bereits mit der BIOPSIE gefunden wird:
Und die Patientin erhält SOFORT den Wirkstoff HERCEPTIN. Ohne OP, ohne alles:

Reduziert sich der Tumor? Stirbt er ab?
Oder wird er nur nicht größer?
Kommen, falls schon vorhanden, die Metastasen zum Stillstand?

Wiederum andere Forscher sind der Ansicht, wenn ein PRIMÄR-TUMOR bereits “gestreut”, also Tochtergeschwulste (Metastasen) verteilt hat, dann sei es nur Geldmacherei,wenn der Primärtumor noch entfernt würde.
Eine einheitliche Meinung existiert bislang nicht, leider.

Und da fragt sich FEMINISSIMA, doch mal eben,
wo versickern denn jährlich hierzulande all die Forschungsmittel, wenn es denn letztlich immer das Ausland ist, das uns mit welt-bewegenden neuen Errungenschaften der Medizinforschung beglückt?

Hochspannend ist auch ein weiteres Herangehen an “Fälle”, also Patienten, die schon durch viele medizinische Hände gewandert sind, die Ärmsten, – und sich kurz vor dem “Aufgeben” fühlen, oder “aufgegeben” wurden.
Dazu lest doch bitte den Artikel in FEM.
Rubrik: “GESUNDHEIT” –
“Gezielte Chemotherapie”.
Also nicht mehr die giftige Chemikalie in den ganzen Körper, sondern nur dort, wo denn die Chemo auch wirken soll, und das in Verbindung mit HERCEPTIN.

Auch hier half eher ein glücklicher Zufall oder eine besondere Aufmerksamkeit einer englisch-deutschen Forschergruppe: eine Chemo, die eher nicht gegeben werden sollte, erwies sich bei Rattentests in “winzigen Dauerdosierungen” und erst recht in Verbindung mit HERCEPTIN als wachstumsstoppend.

Übrigens ist ein von Prof. Eiermann zusammen mit einer “betroffenen” Journalistin, Sabine Böttger, herausgegebenes Sach-Fachbuch für NichtmedizinerInnen sehr empfehlenswert:

Es lautet :
“BRUSKREBS wirksam behandeln” –
Medizinische Grundlagen verständlich erklärt, Früherkennung, Behandlung, Operation, Nachsorge.

Das Buch ist auch optisch angenehm aufgemacht.
Berichtet auch über jene Tests mit HERCEPTIN nach der Biopsie-Entnahme.
Wenn sich herausgestellt hat, daß erB2 im Übermaß vorhanden. Erst das “Übermaß” ist entscheidend.

Das Buch bietet außerdem ein weites Glossar und hilfreiche Adressen.
Die überarbeitete Ausgabe erschien im Jahr 2001.
Im MIDENA-VERLAG, der zu WELTBILD Ratgeber Verlage gehört.
Kostenpunkt:12.90 Euro.

Übrigens, erB2 taucht nicht nur im Brustkrebs auf.

Wer mit der Diagnose “Krebs” konfrontiert wird,

sollte auf jeden Fall auf den beiden Tests zur Erkennung von erbB2, auch genannt HER2neu, bestehen. Jede größere Pathologie kann das machen.
Im Zweifel fragt Ihr bei FEMINISSIMA nach, und die leitet Euch weiter. Oki?
Ja, denn kommt man so halbwegs durch den Tag..das Wetter hat sich beruhigt…es wirkt milde, lieblich und harmlos…tja..

Mit diesem etwas längeren Zusatz zu zwei kleinen Meldungen, denen FEM für EUCH nachgeht…huscht FEM mal in die Mittagspause..

Übrigens die Texte vom 24. bis 28. Oktober werden noch im Verlauf des Tages unter “FEMs Tagebuch” abgespeichert.
Ihr findet sie dann in der Rubrik “fem-Leben”.
Oder Ihr schaut in der TOP LIST links im Hauptmenü nach:
Dort sind alle Titel aufgelistet..und die Geschichten tauchen auch auf, wenn ihr sie von dort aus anklickt…

Bis später und – BLEIBT DRAN!

FEMINISSIMA – only-online.