Zwischen Vernissage und FÄSCHN WIIEK..

Text an einem lichtarmen Tag, vorhin noch auf der live-Text-Site –
update 16 Uhr – – –

________

update – 15 Uhr –

Lichtlos,
als sei das Licht ausgepresst,
herausgepresst,
aus diesem Tag !

(Na klar:
“Hab Sonne im Herzen…!”)

(Was auch sonst..!).

Der Tag,
wie eine ausgepresste –
Licht-Zitrone!

__________________

3.259.368.
gestern: 4.437
heute: 1.435 –

update 13 Uhr –
noch ziemlich lang geworden,
der Text..!
Und – nicht schlecht, für einen hellen-Mittags-
bei weniger hellem Licht -Text…
Ein sozusagen Kunstlicht-Text,
am Tage,
en plein jour..!
Wie die Franzosen das so eindeutig ausdrücken können –
“mitten am Tag!”
Klingt irgendwie
falsch übersetzt.

______________

12 Uhr 29 in Berlin.

Licht blickt noch immer
wie verkatert.
Man ahnt,
bald BERLINALE..!
Bislang bei immer unsalon-fähigem
oder salon-unfähigem Wetter.
Bei unentwegten Fall-Winden am Potsdamer Platz.
Zugig, kurz gesagt!
Ziemlich.
Aber wer geht schon raus.
Wer will schon rausgehen..?
Drin will man dabei-sein.
Tag-und-Nacht.
Fashion Week gerade ne Vor-Übung..

“ganz egal,
woran ich gerade dran denke,
am Ende denk’ ich
immer nur an – Dich”…

der Song von Sven Regener…
manchmal hast du ja den ganzen-lieben-langen-Tag-lang,
eine einzige Textzeile,
eine einzige Musikschleife im Hirn!
Gestern war es “Paparazzi” –
von Lady Gaga,
mit diesem spitz hochgezogenen “i” am Ende,
schrecklich!
Aus der DSDS-Casting-Töne-Show ohne Ton!

_________________

Zum Thema:

“FASHION-WEEK” –
weil “Modewoche” zu bieder im Klang…
Gang…heißt ja auch schon längst
Cat-Walk..
inzwischen…

Auch eine
durchaus nicht un-interessante Beobachtung.

Unsere Sprache versagt…?

Nicht mehr “hip?”

Nach der Vernissage noch zur “Boss-Party?”
Wo ist die denn?

“Gleich drüben, in der Neuen National…ist das nicht das Museum?”

Spontan denkst du an die Luft…
Party in der Neuen National-Galerie…?

“Nein, danke.
Wir haben genug.
Wir gehen zur S-Bahn!”

Die Vernissage in der SAALÄNDISCHEN GALERIE am KUPFERGRABEN, in Berlin,
keine schlechte Adresse, stimmt,
im Palais, genau –

ja, hatte alle Erwartungen
an Kommunikation erfüllt.

Und Bilder – gab es auch!

15 Jahre hatte der Maler dran gearbeitet.
Es sei seine erste Gesamtschau.
Er kam aus Luxemburg.
Er hatte ganz viele Maler gemalt,
um zu zeigen,
dass nur wenige berühmt geworden sind:
Die Chose des schnittigen Kunsthandels.

Frauen haben wir leider keine unter all den Köpfen
gekonnt vergilbt,
Geheimrezept,
ausfindig machen können.

Nun gut,
die Räumlichkeiten waren eine Zeitlang
überfüllt
und vielleicht hingen Malerinnen-Köpfe an gerade jenen Wänden,
vor denen diese undurchlässigen
Trauben von Menschen klebten.

Wir standen derweil im allerersten Vorderraum.
Dort die Luft gut.
Und auch kein zu schweres Parfum.

Die Besonderheit der Saarländischen Galerie –

es gibt trockenes Brot,
aber dafür frisch!

Wie soll ein Ausländer diese deutsche Wortfeinheiten erspüren..?

Dass trockenes Brot – ein unbelegtes ist,
aber nicht auch noch trocken im Sinne von altbacken
sein muß.

Nein, das Brot ist frisch.
Und der Wein auch.

Moment – der Name des Malers –

aus Luxembourg – :

CRISSIE… ?
WO BIST DU?
Wenn man diese Praktikantinnen braucht,
sind sie doch nie da..!

Ach so, okay, ja –
Crissy spielt mit den Katzen auf facebook!
Unser neugegründeter Club der Katzenfreunde,
aber wir finden nicht mehr rein ,
noch mal den Status checken –

ja gut –

Der Maler heißt – ROLAND SCHAULS.

Die Ausstellung trägt den Titel:

THE PORTRAIT SOCIETY – (ah, auch schon auf Englisch..)

HEUTE ABEND gibt es dazu einen VORTRAG:

“Economy of Fame”

Art History or Principles of Displacement?”

von Marek Claaßen und G. Beaudin, ArtFacts.Net

in englischer Sprache..
na klar, in Berlin spricht man eh
kaum noch Deutsch.
Warum auch.

Mit Französisch kommst du in Berlin auch sehr gut durch.

Noch besser mit Spanisch!

Aber Englisch, ja,
doch…durchaus.

Beginn, heute Abend – in der Saarländischen Galerie,
der Vortrag:

19 Uhr – !

Der MALER hat auch eine WEB-SITE:

www.galerie-clairefontaine.lu/portraitsociety/index.html –

und setzt sich ..
“nicht für die Mehrung von Kapital,
sondern für die Mehrung von Wissen ein”,
heißt es im Einladungstext.

Dazu fällt einem ja gerade der Titel eines neuen BUCHES ein –

“Begeisterung ist angesagt!”

Der Titel geht ein GANZ KLEIN WENIG ANDERS…??

Gleich mal nachschauen,
bei BECK’sche Reihe…??

Maxi-Schals..na..! Und – “Places-to-go”..Fashion Week..

noch bis eben auf der live-Text-Site..:
16 Uhr –

….21.1. – BERLINER FASHION WEEK – Endlos-Schals…sind wieder/nach wie vor/ “in”.wenn das mal nicht

ne jute Nju:s ist..!

Und weil alles so gut durchgestylt,
kein Euro dem Zufall überlassen bleibt,

gibt es natürlich auch eigens zur Berliner Fashion Week,
von einem Autohersteller organisiert,
genau,
da sind auch der Boris und seine derzeitige Lilly
nicht fern…

face-product-placement
an allen Orten…

die man dann besser meidet…

gibt es auch tatsächlich online eine Liste –

“where to go!”

Denn “wo man hingeht”

klingt ja nun wirklich nach 50er Jahre Jargon,
auch wenn Retro-Look und Moderne..

sich so gerne…

wie auch immer –
passt immer…!

Hier also –

“where to go!”

Das “borchardt”
hat das ebensowenig nötig,
wie noch immer auch die PARIS BAR nicht,
auch wenn längst nicht mehr,
ja, waren insolvent,
komisch,
bei den Preisen…!

Jedenfalls – bitte sehr :

http://www.fashion-week-berlin.com/de/service/places-to-be/

Ah, es heißt – “Places to be”..

Na gut…!

Denn mal uff in die Kneipen!

Oder auch nicht.

Blick zurück: DATENSCHUTZ ALS GENERATIONEN-KONFLIKT /Heise 2007

heise online > News > 2007 > Datenschutz als Generationenkonflikt

03.05.2007 16:57

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heise online

Datenschutz als Generationenkonflikt

Meldung vorlesen und MP3-Download

Nach Ansicht des IT-Sicherheitsexperten Bruce Schneier wird bei der kontroversen Diskussion um den Schutz der Privatsphäre im Cyberspace ein weitreichender Generationskonflikt sichtbar, der bislang wenig debattiert werde. Während die ältere Generation den Schutz von privaten Daten eine große Bedeutung beimesse, gehe die junge Generation mit diesem Problem eher locker um, sagte Schneier auf der Konferenz Computers, Freedom and Privacy (CFP) in Montreal.

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Die heute 20-Jährigen, die mit Fernsehsendungen wie Big Brother aufgewachsen seien, hätten ein eher laxes Verhältnis im Umgang mit Privatheit. Die traditionellen Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem, zwischen realer und virtueller Welt verschwämmen immer mehr. Der Voyeurismus, den die TV-Shows befriedigen, fände seine Entsprechung in einem bislang nicht gekannten Exhibitionismus. Junge Leute stellten bedenkenlos alles über ihre Person ins Netz, teils um Aufmerksamkeit zu erzeugen, teils auch nur, um ihr eigenes Leben zu dokumentieren. Das fange bei den massenweisen Postings von Bildern von der Geburt der eigenen Kinder an und ende mit Videos aus dem Intimbereich.

Von diesem neuen Drang zur Selbstdarstellung lebten die Marktführer des Web 2.0, von Facebook, über MySpace bis zu YouTube. So betrachtet, hätten die jungen Leute dann auch weniger Probleme mit staatlicher Überwachung: Da man selbst ja angeblich nichts zu verbergen habe und sich umfänglich in der Öffentlichkeit präsentiere, sehe man sich nicht als Opfer behördlicher Beobachtung und empfinde sie nicht als Beschneidung von individuellen Bürgerrechten.

Schneier warnte jedoch vor einer allzu paternalistischen Verteufelung dieser für die ältere Generation ungewohnten Praktiken des Umgangs mit Privatheit und Schamgrenzen. In den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts habe die damalige Elterngeneration durch Rock’n’Roll, Drogen und freier Liebe auch den Untergang des Abendlandes kommen sehen. Jede Generation entwickele halt ihre eigene Kultur; die Kultur der Internetnutzung der Zukunft werde nicht von den Verhaltensweisen der “Väter des Internet”, sondern von den Nutzerpraktiken der Internet-Enkel geprägt werden.

Der Unterschied, betonte Schneier, zwischen damals und heute bestehe jedoch darin, dass es vor 40 Jahren noch die “Gnade des Vergessens” gegeben habe. Heute hingegen sei das, was einmal im Netz dokumentiert ist, dort für ewig gepostet und auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch abrufbar. Was die jungen Leute, die den “feinen Unterschied” heute ignorieren oder einfach nicht mitbekommen, dann sagen werden, wenn sie bei einer Bewerbung, Beförderung oder Berufung mit ihren eigenen Privatstories und Partyvideos von “anno dazumal” konfrontiert werden, stehe auf einem anderen Blatt.

Siehe dazu auch:

* Autonomy on the Electronic Front, Website zur 17. Konferenz Computers, Freedom and Privacy

* Amerikanischer Big Brother Award für Stewart Baker & Co.

* Mangelnder Datenschutz bei “Wireless Cities”

* Internationale Harmonisierung von Datenschutzgesetzen gefordert

Zur CFP 2006:

* Google, Microsoft und das China-Syndrom

* Zähes Ringen hinter den Kulissen des Internet Governance Forum

* pro und kontra RFID

* Erstmalig kein amerikanischer Big Brother Award

* Wikipedia-Gründer bekommt EFF-Award

* US-Senator kritisiert Überwachungspraktiken der Bush-Regierung

Zur CFP 2005:

* Unheilige Allianzen zum Schutz der Privatsphäre gesucht

* Vom kafkaesken Schwinden der Anonymität

* Bürgerrechtler erwarten “digitales Tschernobyl” bei Biometriepässen

* Unterwachung statt Überwachung

* Zivilgesellschaft startet Projekt gegen “Politikwäsche”

* Lotus-Gründer Mitch Kapor im Clinch mit Hollywood

* Lässt sich Code mit Werten wie Datenschutz aufladen?

* ChoicePoint und Accenture erhalten Big Brother Awards

* US-Teenager und Datenschutz im Zeitalter der Alarmstufe 1

* Bürgerrechtler fordern Reform des US-Antiterrorgesetzes Patriot Act

(Wolfgang Kleinwächter) / (Wolfgang Kleinwächter) / (jk)

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