Kratzkleidchen & Stress

ach, wir dachten, wir füllen mal das Ressort BILDUNG auf…denn unser SONNTAG & HALB-MONTAGSTEXT….er ist soo vielschichtig…er passt mindestens in Allgemeinbildung…aber mehr..
na, schaut mal hinein..in die Ex-live-Texte vom 18. und 19. Mai 2003..und schon seid Ihr dabei…!
Lafontaine hatte ja übrigens –
in der Radio-Bremen-Talk-Show “III nach 9” (Drittes Programm).

Und Amelie Fried hatte mündchengespitzt-lächelnd-mit-arglosem-Augenaufschlag-gefragt:

“Aber – ist das denn nicht gut, wenn die Preise runtergehen?”

WAS eine Deflation bedeutet,
Lafontaine durfte das damals in der “III nach 9”- Sendung nicht erklären;
abgewürgt von arglos-Lächelnder (Amelie)
und skeptisch-Blickendem (Giovanni die Lorenzo) -.

IHR könnt diese Bildungslücke jetzt sofort bei
spiegel-online durch Wissen…auffüllen:

Was eine Deflation bedeutet….
die es zuletzt in großem Stil…
vor der Machtübernahme der NAZIS…gab –

die sogenannte Weltwirtschaftskrise, als Folge einer schweren Deflation.
One side not without the other..das eine nicht ohne das andere…

Aber wir möchten nicht zwangsweise von einem bereits auffällig diktatorischen Herrn Schröder in eine Deflation getrieben werden

die dann jedwede weitere WILLKÜR erlaubte…scheinbar!
Nein, das möchten wir nicht!
Doch schon sind wir schon so arm gemacht worden, daß wir nur noch auf fallende Preise warten…???

Aufgespeckt die Preise durch Euro-Plunder-Taschen-die-sich-vollstopfen mit 1:1 – 1 Euro gleich 1 DM!….noch… stecken wir noch in einer Inflation, teilweise jedenfalls:
überhöhte Euro-Preise, vor allem in der Gastronomie…genau! (FEM wiederholt sich da täglich!)
aber die Ankündigung von 1-Euro-Übernachtungen im zusammenbrechenden Hotel-Gewerbe…ist nicht wirklich witzig.

Denn davon kann dann kein Personal mehr bezahlt werden:
weiterhin steigende Arbeitslosigkeit steht an die Wand geschrieben!

Hallo, es ist Montag und

MITTAGSPAUSE!

Last page view:

13735.

Voilà -die Early-morning-Texte von 8 Uhr in Berlin!
Guten Morgen allerseits, roundabout!

+++Die Überschriften von gestern:

“Kratzende Kleidchen, Krebs und Dauerstreß” “

“BRAIN-TRAIN”ing:
Der NYtimes hinreißende Alliterationen zum “Friedens”-K.O. der USA im Irak…

Ja, und Randbemerkungen über kinderquälende Nonnen ..schaut rein!
If you want!
Noch frisch! Einfach weiter lesen…+++++

Jetzt aber der reale Montag!
Da iss-er!
Willkommen, bien sur!

Wie immer!

FEM durfte gestern übrigens in diesen wunderbaren,

unseren wunderbaren! scarlett-grün-samtenen-Lese-Lounges!

knapp 40 Gäste –
begrüssen! Salü!
Es waren 39 an der Zahl, um relativ genau zu sein.
Nicht schlecht, für einen Sonntag, oder?

Leider “sah” sich FEM außerstande,
den Euch ja sogar empfohlenen

THEMENABEND:

“Maria Schell”

bei ARTE, bis zum sicheren Ende durchzustehen:
Der so erwartete letzte Film, “Gervaise”,
der (sehr) jungen Maria Schell,
er begann erst NACH halb eins…

WER jedoch konnte da noch die Augen offenhalten, nach dann bereits fast 4 Stunden “Maria Schell?”
Ohne Zwischentexte?Und ohne konkrete Vorwarnung auf den Film des Bruders: “Meine Schwester” ?

“Die Brüder Kamarasow”, wieder einmal gesehen,
waren ja noch irgendwie schon interessant,
weil wir Filme dieser Machart heute nicht mehr kennen.
Frappierend auch Yul Brunners Ähnlichkeit mit dem derzeit amtierenden russischen Staatspräsidenten oder umgekehrt..

Doch gegen Ende des Films: “Meine Schwester Maria” – oder war er schon zu Ende, der Film?
Das Spät-Porträt,
das der Bruder von seiner teils erstaunlich klar – eigentlich immer – wirkenden kranken Schwester, gedreht hatte,
es erforderte doch viel, sehr sehr viel Zuwendung und Hinwendung zur “Maria”,
um diesen Film durchzustehen.
Ohne von schwer nach unten drängenden Augenlidern in den Schlaf der – ja, was?

Es lag nicht am Sujet selbst.

Aber vielleicht auch doch.
An seiner Bearbeitung vielleicht?
Der Film von einer Langsamkeit
(nichts gegen Langsamkeit, es war wohl auch nicht die Langsamkeit..)
und auch Dunkelheit,
und letztlich auch Depressivität, und immer doch auch ein Stück Voyeurismus, dachte FEM.
Jedenfalls,
sagen wir so, es verwundert NICHT,
daß er im Kino nicht ankam.
Überhaupt nicht.
Es gibt Schicksale, die sind auch womöglich dräuender.

Und daß Stars im Alter krank werden, wie der Mensch jenseits des Rampenlichtes auch,
es ist nicht neu.

Auch nicht, daß sie den realen Kontakt zu Geld und Schulden verloren haben.

Und auch nicht, daß sie am langen Ende ihrer Tage ohne Glanz und Zelluloid (meist) grotteneinsam und bettelarm sind.
Die Suizidquote hoch. (Auch Maria hatte versucht, sich das Leben zu nehmen, erfahren wir in diesem Film. Nicht aber, ob durch die Tablettenvergiftung von Maria, der “Munteren”,
die Maria-wie-fast-gelähmt-sprach-schwierigkeit-beim-sprechen-selbst-nicht-in-den-Gedanken-dann,
übrig blieb.
Aus Liebeskummer habe sie sich umbringen wollen, erfährt der Zuschauer:
nicht, weil Maria Schell das erzählt, sondern weil es aus ihr herausgefragt wird.
Ein Russe war es.
Der sich nie wieder gemeldet hatte.
Na Gottseidank, daß es nicht,wenn schon wegen eines Mannes! – nicht wegen diesem zweiten “Ehemann” Veit Relin war!
Der wäre es noch weniger wert gewesen, als jeder ander!

Jedenfalls, Maria Schell, ihr blieb offenbar das: wieder-noch gerettet-Schicksal nicht erspart, und hier wäre es fair und wichtig und ehrlich geworden, anzumerken –
“Seit dem Suizidversuch” ist dies unsere Maria…aber sicher war es nicht bloß wegen dem Schlamperten, der sich nicht mehr meldete…VIELE meldeten sich nicht mehr…Der Film blieb die Wahrheit
schuldig!
Das ist ihm vorzuwerfen.

Daß “Maria” offenbar weit über 10 Millionen Mark Schulden in ihrer Einöde in Kärnten verursacht hat, na und??

Sie gibt sogar selbst eine Erklärung dafür ab,
und die macht den schwer-drögen Film denn eigentlich als hintergründige Erkenntnis…wieder sympathisch:
Und zeigt auch, daß Maria Schell krank ist, ja, aber nicht geisteskrank.
Keineswegs.
Maria sagt irgendwann – “Jetzt sorgt Ihr für mich!”

FEM war eigentlich von Anfang an schockiert, als sie seinerzeit davon hörte, der Bruder plane einen Film über seine irgendwie
von Demenz aber irgendwie doch wieder auch nicht,
geplagte, einstmals so berühmte Schwester.
Nun sahen wir also diesen Film, eher ungeplant,
und FEM denkt, es HÄTTE etwas aus dem Film werden können, und dann wäre er sicher auch erfolgreich geworden:
Wenn auch z.B. die unglaubliche ERFOLGSSTORY seiner Schwester,
wenn es denn wirklich eine MARIA-SCHELL-ZEITGEIST-STORY geworden wäre.
Die Filmpreise nicht nur im Sekundenraffer…sondern die Zeit,
damals, die Vor- und Nachkriegszeit…
und auch der Beginn dessen, was heute an Haifischbecken-Mentalität gang&gäbe:

Eine Journaille der Geifernden – die STARS kaputtschreibt.
Neid?
Deutsches Kleinbürger-Michel-Spät-Nazi-Für-Immer-im-Hinterkopf-tum?
Wer nicht ist, wie die Masse, muß zermalmt werden???

Maria Schell wurde doch als das “SEEL-CHEN”
von einer deutschen Presse so zerfetzt, wie auch andere “deutsche” Stars:
die gut daran taten, dieses Land zu verlassen, wie so viele Emigranten…
Die allerdings, weil ihr Leben sonst in einem Nazi-Lager geendet wäre -.

Ob Marlene Dietrich, ob Hildegard Knef, ob Romy Schneider, und heute – Ute Lemper:
Schmierfinke der Möchte-Gern-Schreib-Presse haben das Leben dieser Menschen zur Hölle gemacht..kein Wunder, daß sie das Land verlassen haben.
Übrigens, auch die große Hannah Schygulla lebt in Frankreich.
Barbara Sukowa – in Canada?
Auch männliche Stars, by the way, meiden dieses Land ja auch gerne. Nicht von ungefähr!

Ja – vielleicht hatte diese Verknüpfung von “Maria Schell = “Kitsch” (was ja nicht stimmte), aber von einer hämischen Klatsch-Groschenroman-Presse so hingerichtet –
inwieweit auch diese Verfehmung.. zum inneren Verfall “der Maria” beigetragen haben könnte – ?
Wäre auch ein interessanter Gedankengang gewesen.
Wie auch die (falsche) Wahl ihrer ober-eitlen Nichtskönner-Ehemänner:
Veit Relin, eine Zumutung für jede,
die die Pein hatte, ihn kennenzulernen.
Ein eitler Gockel, unerträglich! Wahrscheinlich mal die Maria nur geheiratet,
um von ihrer Popularität pekuniär zu profitieren.

Na, es ist Montag – hallo!

Es ist 8:30 Uhr in Berlin – und die Sonne?
Ist woanders…hier nicht!
Kommt gut in den Tag und –
bleibt tapfer…
auch wenn wir in diesem Land leben müssen…
CU!
Weil uns das Geld fehlt, es zu verlassen..!
Alors – bonjour à tout le monde!
C’est lundi en Allemagne…et on souhaiterait – etre en France…….ou bien ….ailleurs..

Bleibt dran!

“Durchhalten!”
wie eine Berlinerin, auch zugereiste, zugezogene, es so passend formulierte…hihihi…!

Und hier noch unsere nicht uninteressanten Sonntags-Texte:

“Bitte sehr!”

(“Wir kochen mal wieder Kaffee, der irgendwie nicht mehr duftet..woran das liegt? An unserem abhanden-gekommenen-Geruchssinn???”).

Sterben wir auch ab?
Wie das Land?
“Ich sprüh’s an jede Wand – NEUE MÄNNER BRAUCHT DAS LAND!”
Auch dazu ne urdeutsche Posse:
Der NDR soll damals die Deter wegen Anstiftung zum Sprühen angezeigt haben!

Ist im aktuellen STERN (Interview mit Ina Deter)…nachzulesen und auch weiter unten im Sonntags-Text von gestern…tja, das alles ist Deutschland……!!

Texte von gestern…aber nicht gestrig..:

Es ist jetzt 20:45 Uhr in Central Europe:

Blicktip:

ARTE:
THEMENABEND:

MARIA SCHELL.
Jetzt: Der Film –
DIE BRÜDER KAMARASOW!

Willkommen bei FEMINISSIMA AM SONNTAG….!

Was wir eigentlich insgeheim schon immer befürchteten,
angesichts der blutleeren Freudlosigkeit und künstlich verdrängten Sexualität –
jetzt erst:
wie stets in diesem Land, das NAZIS hervorgebracht hat…sicher kein Zufall,

kommen die Gräueltaten mit historischer Verspätung ans trübe Licht des Tages…
Wie FEM bei spiegel-online heute Vormittag gelesen hat,
wollen Zigtausende ehemaliger Kinder und Jugendlicher nicht länger ihre Pein mit dem christlichen Tuch des Schweigens bedeckt halten: Nein, sie wollen offenlegen, was ihnen angetan worden ist: unter der Fuchtel von Nonnen und Priestern.

“Kirchliche Heime” heißt der Zuordnungsbegriff.
Und es klingt schon grauslig.
Nicht länger schweigen darüber,
wie (sehr) sie mißhandelt und mißbraucht wurden, von den lieben Nonnen und Co.,
die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen.

“…stoßen aber auf eine Mauer des Schweigens”…schreibt spiegel-online..
Erst jetzt wurden ja auch die ersten pädophilen Priester zu Gefängnis-Strafen verurteilt..
Ja, ja! Unter den Talaren und den Nonnen-Kutten, da versteckt sich manches….und soll bedeckt bleiben, in der Öffentlichkeit zumindest.

******Jenseits unserer bunten..sonnigen-Sonntagstexte some interesting political brain-train(ing):

Aus der New York Times von heute – :

“Awe at American Power in war has been transformed into anger at American impotence in peace”…
aus einem Artikel von Edmund L. Andrews and Susan Sachs,
mit der Überschrift:

“IRAQ’S SLIDE INTO LAWLESSNESS SQUANDERS GOOD WILL FOR U.S.”

zu Deutsch, frei übersetzt:

aber das hinreißend alliterative Wortspiel der englischen Sprache lässt sich auf Deutsch nicht so treffend wiedergeben, na, ein Versuch ist es wert:

“Die Angst vor amerikanischer Kriegspotenz ist in Ärger über Amerikas Friedens-Impotenz umgeschlagen – “.

Aus einem Artikel von Edmund L. Andrews und Susan Sachs mit dem Titel:

“Iraks Abrutsch in die Gesetzlosigkeit verspielt die Kreditwürdigkeit der USA..”

Der Übersetzung mangelt es an Biß!

Wir kaufen am Montag ein modernes Wörterbuch to find out, was “to squander” alles heißt,
und probieren es erneut!

Oder welche Vorschläge kommen von Euch?

***********

Aktualisiert um 10:06 Uhr – hi!

Übrigens, ergänzend zum Text von heute Nacht:

Aus dem STERN-Interview mit Ina Deter (“Was macht eigentlich”, letzte Seite) geht hervor:

Ina Deter durchlitt drei (sinn-)leere, “furchtbare Jahre”, in der letzten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts (gestern wars..) –
und bekam eine Gesichtslähmung.
Später noch Brustkrebs.
(Jetzt singt sie wieder, gottseidank!)
Womit sich erneut ein Beispiel offenbart,
daß (Dauer-und-Extrem-)STRESS die Nerven lähmt und die Zellen zum Zerspringen bringt..!
Von ANASTACIA,der POWERfrau…, Erfolg-als-Stress…immer-lächeln, immer in STIMMung sein…
erfahren wir derzeit keine News.
Was uns nichts wirklich Gutes sagt, denkt FEM.

Die neue (wiederholte..) Serie im STERN über “Dauer-Psycho-Stress” und seine schädlichen Folgen für den Bio-Chemie-Haushalt Deines Seins,

ob die Serie einmal wissenschaftlich-populär auch auf diese Zusammenhänge eingeht – zwischen Psycho-Dauer-Stress und Krebs?

Die Diplom-Psychologin Dagmar Frantzen hatte in den einzig modernen Zeiten der Republik, also Ende der 60er, Anfang der 70er,
ihre Diplom-Arbeit auf dieses Thema konzentriert und die Zusammenhänge empirisch nachgewiesen.

Damals erlitt sie enorme Repressionen…so war zu hören…wegen dieser verwegenen Theorie…die ja keine war, sondern die Arbeit Ergebnis von Recherchen am Menschen und seinen Lebenssituationen…


Die Anhäufung von Brustkrebs bei Frauen, die jede Chemotherapie und Bestrahlung als “Erfolgs-“Therapie lügen straft (die Frauen sterben trotzdem, es sei denn, sie haben einen langsam wachsenden Krebs, der sich über Jahrzehnte Zeit lässt)
könnte nahelegen,
daß insbesondere FRAUEN einem extremen Stress in den westlichen Ländern ausgesetzt sind:
entweder Mehrfach-DAuer-Belastungen durch Beruf und Familie, und aber auch durch hohes Armutsrisiko nach Trennungen und Scheidungen, so sie zuvor ausschließlich – unbezahlte – Hausfrauen und Mütter waren.

Dass die vorgebliche “Alterskrankheit Krebs” immer mehr richtig junge Frauen trifft, also bereits im Alter zwischen 20 und 30 Jahren,
würde diese STRESS & KREBS-These nur weiter bestätigen.

Es mag kein Zufall sein, daß diese Zusammenhänge in aller Schärfe und Deutlichkeit NICHT Gegenstand breiter Publikationen sind.
Klar – es handelt sich ja nur um Frauen……..

Nicht von ungefähr werden nicht nur im aktuellen STERN (es gibt in vielen Büchern über Krebs “Stress-Wert-Marker”)
auch neben Beruf die privaten Dauer-Stress-Situationen als Stressoren in einer Stress-Test-Liste aufgeführt.
Etwa Streitereien, die in vielen Familien an der Tagesordnung sind, leider.
Konflikte mit den eigenen Kindern.
Auch Umzug gilt als hoher Stress-Faktor.
Die Neu-Anpassung ist nicht jedermanns und jederfraus Sache, so ohne weiteres.

Daß im übrigen auch SCHULSTRESS und Liebeskummer als die schlimmsten Stress-Faktoren in den Jahren der Kindheit und Jugend aufgeführt werden,
mutet in diesen Zeiten, die eine wirre Politik wie einzig allein für sich selbst reklamiert,
nicht nur postmodern an,
sondern ultramodern.

Die Angst vor der Zahl hinter dem Komma, war in den vielleicht nicht unbedingt menschenfreundlicheren,
aber weitaus gesellschaftskritischeren, analytischeren 70ern
nahezu Dauer-Thema in den damals noch SENDERN und nicht Berieselungs-Anstalten, die die Unterscheidung zu den “Privaten” schwer machen.
Und damit gleichzeitig auch die Forderung nach “CHANCENGLEICHHEIT”.
Es wurde seinerzeit eher die Lupe, die Tiefenschärfe benutzt, denn der Weichzeichner.

Auch die Bedeutung vom Einstieg ins Leben, Berufsfindung, den (richtigen..) Lebenspartner finden, all
diesen Themen wurde einst eine ganz andere, tiefergehende Beachtung geschenkt, als heutzutage.
Gegenwärtig scheint die Dauer-Gewalt ein Thema…ohne ihren Ursachen wirklich auf den Grund zu gehen.
(Das würde ja Veränderung der Verhältnisse zu bedeuten haben, wie unbequem!)

Keiner scheint darauf zu kommen, daß GEWALT, offenbar neben Angst, Depression und Magengeschwür die “moderne” Form von “Stress-Abbau” darstellen könnte.

Die Biographie des jungen Attentäters von Erfurt jedenfalls ließ ein auffälliges Aneinander-Vorbei-Leben im bürgerlichen Elternhaus feststellen.
Und eine nicht minder autoritär-eiskalte-Vorbei-Schauen-Abstraf-Unkultur des ehemaligen Gymnasiums des Amokläufers.
Er wollte ja keine Altersgenossen treffen, so war zu lesen,
sondern ausschließlich Erwachsene, seine “Lehrer” und Lehrerinnen, die ihn, wie er wohl glaubte, zu recht oder zu unrecht, oder sowohl als auch – im Stich gelassen,
ihm die weitere Zukunft (wie er dachte) verbaut hatten.

Insofern, bei aller Aktualität des Themas…reichen angebotene “Muskelentspannungsübungen nach Jacobson” nicht aus…als wirklicher Stress-Abbau.
Die Verhältniksse müssen sich ändern.
Doch das ist utopisch.
Im Augenblick.
Bleiben wir also bei den Remedien, den Hilfskonstrukten.

Dochdoch, in der neuen STERN-Serie findet diese Überlegung, daß die Ursachen tiefer liegen (könnten..), in einem Nebensatz statt.

So wie auch die Uralt-Erkenntnis, die dennoch keine Früchte der Verwirklichungs-Umsetzung tragen durfte…
daß selbstbestimmtes Arbeiten…im Beruf…und selbstbestimmteres Lernen…in der Schule..”gesünder” ist,
als das autoritäre von OBEN-HERAB-DIKTIERT-BEKOMMEN..

Übringes, werden die Menschen älter, leiden sie ja möglicherweise kaum weniger unter “Liebeskummer”.
Und “Benotungsstress”.
Doch die Gesellschaft hat der Sprache dafür dann andere Metaphern verliehen.

Der seinen Frust-Zorn gezwungenermaßen (da sonst üblicherweise Gefängnis oder Psychiatrie drohen) in den Körper pressende moderne, unterdrückte Mensch – der sich nicht mehr wie unsere Ahnen im Zweikampf messen kann und darf –
ja, wie kann er Dauer-Stress abbauen, der ihn nicht beflügelt, als beglückendes kühnes Miteinander im Team auf der Aufwärts-Leiter –

sondern ihn lähmt, als Druck, Versagensangst, Angst vorm Chef, vor dem Ehemann, den Kindern oder andere Reihenfolge ..vor Umsatztief, dem leeren Hotelzimmer, etc.pp.
der die Zellen zum Zerspringen bringt…die Herzmuskel zum Erliegen..?

Bislang fehlt noch der Hinweis auf T’AI CHI…sanftes Schatten-Boxen mit Nähe- und-Distanzübungen…Reaktivieren körpereigener Energie…
aber “Bewegung” (FEM sinnierte neulich über all die Jogger, abends….im Park..),
als Wut-&-Frust-Entstau…wird ans Herze gelegt…
und übrigens TANZEN.
Wer hätte das gedacht.

TANZEN als Therapie…die dazu Spaß macht..in diesen Zeiten, da Frauen und auch Männer schon längst auch allein auf der Tanzfläche sich bewegen dürfen…
ohne, daß es jemand “komisch” findet.
Außer den Betroffenen selbst, die es nicht so toll vielleicht finden, allein zu tanzen.
Weil sie sowieso allein sind.

Die zunehmende ISOLATION des modernen deutschen Menschen,
nun, die Serie beginnt ja erst…

Insgesamt aber schon mal highly wichtig & “gut”,
daß die breite Thematik Stress – Depressionen- Angststörung – als Ursachen für (auch) schwere körperliche Krankheiten, etwa auch Knochendichte-Zerfall…Arthrose…BandscheibenZerbrechen…
und alljährlich hohe Selbstmordziffern (7.000 in Deutschland, laut STERN)…gerade in “diesen menschenfernen Zeiten”
wieder einmal aufgegriffen wird.

Aber auch so aktuell das Thema:

Denn der Verlust von Arbeitsplatz und Status und sozialem Umfeld –

stellt einen der ärgsten Stress-Faktor dar,
Beinah so gravierend, wie der Verlust eines geliebten Menschen.

Aber das ficht diejenigen, die nach Sozialabbau brüllen, wohl weniger an:
Sie selbst haben ja genug.
Doch Moment!
Die ANGST…wie wir lesen durften,
in unseren täglichen weltweiten…Lesezirkeln…

sie treibt nun auch unseren Zwangs-Ex-Sparer Finanzminister Eichel um –
Geld allein macht auch nicht glücklich –
ohne das Rampenlicht, so gibt er zu, als Polit-Leuchte-ohne-Glanz, abgefunden und abgesetzt,
das habe er nach dem Verlieren in Hessen erlebt – keiner der “Freunde” war plötzlich mehr für ihn zu sprechen…”keine Zeit”…

dasselbe möchte er nun mit 61 nicht wieder durchmachen….

Und wer fragt nach der “breiten Masse”…scheußlich massiger, anonymer Begriff…
die das täglich erleidet?

Bei sowieso unvergleichbar geringerem Einkommen, und unvergleichbar geringerem sozialen Status.

Diesen Menschen hat dies offenbar “egal” zu sein.
Ist es indessen nicht.

Laut der STERN-Reportage, die auch auf Ergebnissen einer DAK-Studie beruht,
ist die Zahl der Psycho-Stress-Erkrankten alarmierend in die Höhe geschnellt.
Moderne Zeiten, eben.

Moment, der Wasserkessel pfeift ja, wie dolle! Nicht, daß der Stress kriegt!

hier die Texte der frühen Sonntagsnacht:

Willkommen bei FEMINISSIMA!

Ein Sonntagmorgen.

Als Kinder dachten wir immer, der Sonntag –
der ist ein Sonnen-Tag.

Dabei war es eher ein Kratz-Tag.
Sachen anziehen, die kratzten.
Warum die “Kleidchen für gut” kratzten, konnte oder wollte uns niemand erklären.
Warum wir sonntags “Kleidchen” anziehen mußen, auch nicht.
“Das gehört sich halt so!”
Ein verkapptes Basta! also.
Wir wissen schon, was für Mädchen gut ist. Und wenn es kratzt, hat ja noch niemandem geschadt, nicht wahr!

In einer Diskussion schlug FEMINISSIMA vor:
wenn sie Politikerin wäre, würde sie SOFORT die Hausfrauen-Bezahlung einführen.
Und eigene Renten- und Sozialversicherung für die Hausfrau damit.

Erwiderte eine andere Frau:

“Na, fein, wie kontraproduktiv!
Da bleiben alle Weiber am Herd. Und die Männer haben alle Jobs für sich alleine!”
Eine andere warf ein:
Prima, dann hauen bald alle Frauen ab vom Herd,und die Männer dürfen alleine kochen, waschen und bügeln!”

Eine weitere vertrat die Ansicht: “Es gibt dann Auswüchse!
Manche Frauen heiraten dann vielleicht nur noch, um dieses HausfrauenHonorar zu kassieren!”

FEMINISSIMA am SONNTAG – meint:

ES MUSS AUSWÜCHSE geben,
damit sich an der Leibeigenschaft der Hausfrauen oder deren Armutsrisiko – …etwas ändert. Sofort. Jetzt. Und gleich.

Neue Ideen braucht das Land.
Und neue Männer auch.

Wie wir gelesen haben, hatte Ina Deter diesen Titel ihres einst größten Hits als Slogan leider nicht schützen oder patentieren lassen.

So sind Frauen.
Genial.
Aber zu bescheiden.
“Es braucht eine Übergangszeit!”
ruft eine der Diskutantinnen.
“Wie bei den Entwicklungsstaaten, die man zu früh in die Demokratie entlassen hat!”

Aha!
Interessanter Vergleich.

Aber dauert unsere ÜBergangsphase nicht schon phasenweise ein paar Jahrhunderte zu lange?
Wir sind dran!
Wir sind über-fällig…

Packen wir es an!
Schönes Frühstück!
Wer macht es denn heute?
“Muttertag” eine Woche her, Ewigkeiten her…falls wer dran festhielt…einmal im Jahr.
FEM wettet, der WERT EINER MUTTER, in der Tat, er stiege bei steigendem Mütter-Gehalt………………….!Cu-ly & truly- !

Kommt gut in den Sonntag.
Nicht den Kirchgang vergessen!
Und das kratzende Kleidchen! Für gut!