Seltsame Tage … und auch Nächte…

Du kannst sagen, was Du willst – CORONA lastet auf uns, und dabei haben wir nicht einmal jemand aus dem näheren Bekantenkreis verloren, oder gar innerhalb der Familie. Glück gehabt. Es wird ja alles, abgesehen vom Anfang, als uns Italien die ungekannte Angst einjagte, mit den Todesfällen, auf eigenartige Weise anonym gehalten. Aber was wollte ich eigentlich sagen..? Vor ein paar Tagen, der Juli eilt schon wieder von dannen, brannten die Worte wie unter allen Nägeln, aber auch die Zeit selbst hat mittlerweile so etwas Abstraktes, derzeit …schon wieder vergessen, wahrscheinlich das Übliche. Schweinebarone und wie sie alle heißen. Es ist schon fast langweilig. Was da alles aufschäumt. Aber schon so lange da war..Es scheint, es werden nur schlechte Nachrichten verbreitet. Warum eigentlich? Es gibt doch nicht NUR Mord und Totschlag? Zählt das private stille Sterben schon gar nicht mehr? Heute ist ein Schauspieler gestorben, ich hatte ihn schon immer als “alt” empfunden, kein Mensch weiß, wie alt er wirklich nun geworden ist, nun gegangen, heute Abend noch ein Film mit ihm …vielleicht schon ihm zu Ehren…denn die großen RIPS tauchen ja nur auf, wenn es um jemanden geht, den anscheinend die ganze Welt kennt, wir aber nicht, und nimmer je persönlich. Wenn da ganz still gestorben wird, wie unspektakulär! Ohne, dass ein Messer oder eine Pistole im Spiel war? Und all die Morddrohungen…? Wehe, du bist PolitikerIN und so ? Was ist los? Wa ist passiert? War die Pandemie noch nicht schlimmt genug? Seit wann ist die Welt so böse?

Und wir, haben wir nicht doch auch ein LEBEN. Nicht nur die Trumps und wie sie alle heißen…?! ..Das ist alles mehr als befremdlich, als zählte unser eigenes Leben gar nicht mehr, als entfremdeten wir uns ständig von uns selbst..Je mehr wir in die sogenannten social media eintauchen. Zuweilen ein paar schöne Momente. Aber mischt sich garantiert sofort wieder jemand störend ein…Das Niveau von Twitter ist weitgehend verlorengegangen. Okay. Schon spät, im Augenblick. Hallo, hold on und kommt gut durch die Nacht…Und lasst Euch nicht aus Freude am Masochismus niederziehen…Nur weil es gerade so in Mode zu sein scheint…Das Leben zählt. Auch unseres, der “no-names”…

Ein neuer Sommer – Juli 2020 – Was haben wir hinter uns!

Willkommen zurück…Erst einmal…
Wenn Ihr Euch nach den lange Pausen ein wenig mit feminissima.de vertraut machen wollt, von mir, der oft zitierten Marenga (in Wirklichkeit Roswitha, furchtbar brav, und wer will das schon wissen!) so empfehle ich Euch einen Ausflug in die Kategorie
“fem&Leben” … Es sind alles live-texte, so wie wir heute auf Twitter und Co schreiben, hatte FEMINISSIMA seit ihrer Gründung am 12. Juli 2002…! den Vorzug eines Echtzeit-Schreibprogramms, dank des begnadeten und geduldigen Webmasters….es ist meistens der Sohn , genau..! Ja. Endlich wieder online. Ein neuer Router, wunderbar, der berühmte USB-Stick in real im Lap, schnurlos, und ich kann schreiben mit Internet – wo und wie ich will…. (so lange der Laptop mitmacht, ohne Stromanschluß…) . Ja, okay. Da alles live und nie vorgeschrieben, sind es Atmos…Infos…Emotionen…. Ein Tagebuch der Momentaufnahmen …wenn du so willst… der Zeit, wie sie so vergangen ist… ein Tagebuch…ohne, dass es so beabsichtigt war… der Gegenwart….die schon wieder Vergangenheit…. Gute Nacht erst einmal …aus Teneriffa…
Von wegen – (update 4 Uhr 44, local time) – der Schlaf will nicht kommen. Kein Wunder, wir sind ja in der Gegenwart. Die Vergangenheit, diese 3 Monate – ab dem 14.März, lastet auf uns, und ich vergesse nie den Anblick (aus dem Taxi heraus, es fuhren, glaub ich, erst auch gar keine Busse mehr, hier das NonplusUltra der Fortbewegung, preiswert und zuverlässig) des total geschlossenen Städtchens Puerto de la Cruz, alle Rolläden runter, keine Menschenseele auf der Straße, nur die paar Menschen, die in den Supermarkt gingen, oder herauskamen, an der Kreuzung und überall Polizisten, so dass man sich anschnallen sollte, im Taxi, um ja korrekt zu sein, und die Maske auf, aber das war alles nicht so makaber, wie dieses ausgestorbene TouristenStädtchen im Norden Teneriffas – wo sonst das Leben quirlt, überall Musiken, Lachen, Menschen, und ich wurde von einem Weinkrampf überfallen, der sich kaum in Worte fassen lässt, der TOD einer Kleinstadt, die innerhalb weniger Tage, wie über Nacht wirkte es, abgewürgt war, nichts ging mehr. Muy muy triste, murmelte auch der Taxifahrer, muy muy triste….sooo traurig… Und eigentlich ist es so bis jetzt. Muy triste. Denn ohne Tourismus, mit den Einheimischen allein, bleibt alles – bis auf ein paar open air Kneipen, letztlich alles tot – wann es wieder live-Musik gibt, auf der Plaza, man zu live-Musik tanzt, all die Fremden und auch die entfernten Solisten wie ich, man kennt sich, tanzt, trinkt auch was zusammen, und pflegt seine Unabhängigkeit….Wie sehr ich diesem Land – nein, dieser Insel, nahe bin, mein Herz verwebt ist, zeigte mir diese unendliche Traurigkeit angesichts der abgeschlossenen Kleinstadt am Atlantik, Puerto de la Cruz. Und ehe ich jetzt wieder anfange zu weinen, weil ich so intensiv beim Schreiben fühle, sollte ich mich doch noch zu etwas Schlaf zwingen, aber nein, noch etwas, was mir auch schwer auf die Seele fiel – als wir endlich wieder raus durften, denn absolutes Ausgeh-Verbot, außer Einkaufen und zum Müll-Container, als dann nur stundenweise erlaubt war, nach Altersgruppen unterteilt. So dass wir Oldies und unterwergs angrinsten und ironisch grüßten. Vorher hatte ich eigentlich nicht so über mein Geburtsdatum nachgedacht. Genervt hat mich das allabendliche Klatschen der kanarischen Nachbarn, die dann auch von Fenster zu Fenster miteinander quatschten, ich fühlte mich als Fremde, denn ich klatschte kein einziges mal. Was auf dem Festland abging, war letztlich doch kein Grund zum Klatschen. Und umso viel weniger, wie sich jetzt herausstellt, weil so viele alte Menschen gestorben sind, sie wurden, wenn sie im Altenheim waren, nicht in den Kliniken aufgenommen. Der Tip war, “nimm sie mit nach hause und dann in die Klinik, sag nicht, dass sie – oder er, aus dem Altenheim kommen. So berichtete jetzt eine Spanierin, wie binnen kurzem ihre Eltern gestorben sind. Es ist eine große Trauer und ein noch viel größerer Zorn auf dem Festland Spaniens, auf die Regierung und ueberhaupt. Sie gehen auf die Straße und protestieren gegen dieses massenhafte Sterben ihrer Angehörigen. (Und da muß ich auch schon wieder mitweinen ). Nein, anders als in Deutschland, wo es denn bald das Dauer-Hin-und-Her – gab, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, wurden wir hier weggeschlossen, dabei gab es auf den Inseln vergleichsweise keine hohen Zahlen von Infizierten und auch wenn es Tote gab, jeder Tote hinterlässt eine Trauer, von der wir selten bis gar nichts erfahren…. Und dann alles abgesperrt, die Häfen, die Flughäfen, wir stehen noch unter diesem Schock. Und auch wenn die Strände inzwischen geöffnet sind – da es keine Touristen gibt, bleiben sie weitgehend leer. Die Abstandsbestimmungen wirken grotesk und lächerlich – denn es sind ja kaum Menschen da. Die Supermärkte gut gefüllt, wie all die Zeit und ebenfalls kaum besucht, die Einheimischen allein sind zu wenige, um Arbeitsplätze zu sichern. Ja Ihr Lieben, die Alegria, die Freude, die Heiterkeit, das leichte angenehme Leben – Vergangenheit. Dazu passt das merkwürdige Wetter, schwankt zwischen lähmender Hitze und kaltem Wind und Sandstürmen aus der Sahara, die alles mit gelb-braunem Stau bedecken…. Aber auch hier sagen die Canarios dann doch wieder, allmählich, mit einem kleinen – hilflosen? Lächeln “Manana es un otro dia!” Morgen ist ein neuer Tag – und es kann nur besser werden…Ja, Ihr Lieben, anders geht es gar nicht, mit dem Denken, sonst kannst Du leicht in totaler Melancholie versinken….Aber das möchten wir doch auch nicht… Auf gar keinen Fall, nicht wahr..?
Es ist 5:09 local time, Teneriffa, und die Tippfehler dürfen bis zum hellen Tag bleiben….Macht es gut, bis dahin.

In Zeiten wie diesen – Oktober:Tage 2019 – Zeiten der Nobelpreise – Zeiten der Kriege – Zeiten der —

Guten Morgen –
(nein, seit 10 Minuten ist es Mittag – ) 12:10 auf Teneriffa – eine Stunden früher ..im Vergleich zu was und wo ?

Der inzwischen geschriebene Text – wurde wie von einer “Hand von außen” beim Saven gelöscht….

Und es tauchte eine Schlagzeile auf der Seite auf – “Diese Seite funktioniert nicht”.
Das erinnert ja fast an die Big Hack-Angriffe früherer Jahre – als FEMINISSIMA noch täglich aktiv war- zu allem, was so passierte, atmosphärisch ihre Ansichten …infos…atmos….emotionen….tippte…

Aber scheint doch eher eine technische …Tücke….im Spiel… Wie schade, wenn der bereits so eloquent geschriebene Text gerade über “Worte” – ihre Rolle, ihr Wert, ihre Vergewaltigung..futsch , wie gelöscht…

Restore backups …lese ich oben…ah… und zumindest dieser erstaunte Text taucht wieder auf – irgendwo also auch noch der “bereits geschriebene” eigentlich Text zur Überschrift …versteckt..? Mal den Webmaster kontakten, which is never easy, you know…aber mein Wortspiel mein Spiel mit Worten und erratisch….(irrlichternden) daher-kommenden …mehr als das Blondschoepfen ..einerseits…
geltwert und geldwert…aber nun hier alles durcheinandert gewirbelt…
Hold on… you know..! …

Unter dem tiefwirkenden Eindruck des Erschrockenen, des Erschrockenseins – also erst einmal wieder – uralten Fans (seit 2002) nicht unbekannt – :

Hold on und – be back later…
12:41 Uhr /Teneriffa-Time..

Die Heldinnen – von GRETA bis Carola Rackete : Junge Frauen fordern die Altvorderen heraus!

GRETA – braucht natürlich eine eigene Rubrik fast, nein, braucht sie nicht. Sie ist weltbekannt….Just GREAT … !

Carola Rackete – sicher hat sich nicht geplant, oder beabsichtigt, derart in die Weltpresse und als HELDIN gefeiert zu werden, als sie mit ihren noch 40 Menschen an Bord – deren definitive Rettung beschließt und den Hafen von LAMPEDUSA “entert”, werden einige sagen und es schäumte der offenbar von haus aus cholerische Innenminister…Aber die Welt hat wieder eine Heldin – und she is German, young – 31, und du denkst, mit dieser Frau wärst du gern befreundet. Sie strahlt etwas Besonderes aus, das sie einhält- Güte, Stärke. Entschlußkraft und Können. Die Kapitänin. Chapeau.. Für die Rettung der Menschen, denn Mut, die Chuzpe und zugleich die Gelassenheit…

Die andere Frau – derzeit als #leyenspiel auf TWITTER ist das Gegenteil. Eine eiskalte Karrieristin, die sich dauerlächelnd über den Betrug am Wähler (Europa-Wahlen..) hinweg-setzen lässt – nie im Wahlkampf, auf keiner Liste – macht sie den Bubenstreich ausgerechnet der eher rechten Vertreter des Europa Rats mit – und lässt sich ncht nur nominieren für den Chef-Posten der EU-Kommissaren, sie will ihn auch haben. Bleiben wir gespannt.

Die dritte Frau dieses Sommers, allerdings in der Abwärtsspirale. Nein, bereits unten angekommen. #TeresaMay … Das BREXIT-DRAMA .. Der Sommer ist keineswegs ruhig…

Nicht zu vergessen – ALICE SCHWARZER, die alles dransetzt, nicht vergessen zu werden. Und noch immer glaubt, sie war und ist und bleibt die “Königin des Feminismus”. Nein. Ist sie nicht. War sie nicht. Und auch wenn sie jeweils Themen wie “besetzt” hält, heißt es nicht, dass sie recht hat, oder richtig liegt..

First post in der Sommernacht von Teneriffa zum 25. Juni : Boris Becker tut uns – ja, doch,…leid.

Es ist eine völlig andere Welt. Von auch Großmannssucht. Von Raub-Bau auf Mallorca, von sicher ner unzähligen Menge von Fehlern..beim Versuch, alles BESTENS zu machen. Die Frauen haben ausgesorgt. Boris Becker , der jahrelange “Held der Deutschen” aber – er ist pleite.

Nun werden also seine Trophäen versteigert.
DAS macht uns traurig. Richtig, richtig traurig.

7 Minuten im neuen Datum – 0Uhr08 im stillen Canarian Village.
Wie war das noch früher? All das Gewusel von Mücken und was nicht alles, um die Lampe…bei offener Tür..die sich zum Licht… und bitte, verbrennt Euch nicht. Auch Teneriffa ist vergiftet. Kein Nachtgetier, keine Nachtfalter, alles still. Es ist so traurig.

Warum sprechen sie bei der Bundeswehr von “Kamerad” – ist das nicht Nazi-Speech? Jedenfalls ist einer tot.

Was, verdammt, verdammt, verdammt – ist los – mit und bei dieser maroden Bundeswehr – die eh nie, nicht, nimmer vorgesehen war.

Jetzt heulen sich – wieder einmal – Menschen die Augen aus, die einen Sohn, vielleicht einen Ehemann, Vater, einen Freund, ganz sicher, einen Bruder – für eine sinnlose .. für nothing, Tod für gar nichts –

schafft endlich diese Bundeswehr ab und schickt endlich auch Uschi heim zu den Kids.

Beileid. Bitter.

Einmal ne Soldatenfrau gekannt. Ihr junger Mann, beide waren jung, in einem dieser “Einsätze” – die verdammt noch mal als “Friedensmission” bezeichnet werden, als hätte ein KRIEG jemals etwas mit FRIEDEN zu tun gehabt. Diese Frau war ein Wrack vor lauter Angst um ihren Geliebten, den sie doch erst vor 3 Jahren geheiratet, der lütte Sohn, der seinen Papa fast nur von Fotos kannte…

Scheiße traurig !
Das sind die Momente, da du das weltweite Teilen auf Twitter wieder einmal so vermisst. Die Gedanken der anderen…Das twittergeteilte Beileid. Das NEIN zu allem, was mit Militär zu tun hat… Die Gleichgesinnten… Aber raus ist raus. Es war eine Entscheidung. Sie steht. (Noch).