LISEL OPPEL – Eine Malerin zwischen Welten und Zeiten –

Willkommen – !

Praktikantin Chrissy betritt gerade den Raum und fragt Mari —

“Wieso schreibst Du denn schon wieder über die Malerin ?
Du hast doch bereits vor 3 Tagen…?”

Mari lacht –

“Ein Text ist eben nicht genug. Längst nicht. Und er ist vielleicht auch nicht gut genug? Schau selbst. Aber dieser – der ist schon — kommt allem schon näher! Ein Text in 2 Teilen, es sind ja auch zwei Bücher…nicht wahr..?”

Bitte lest selbst – lest euch ein, – steigt ein – in die Welt der Malerin LISEL OPPEL

2 Bände – Kunstbücher –
Autorin Christine Krause / KELLNER-VERLAG BREMEN/BOSTON

1. Die MALERIN LISEL OPPEL – Ein faszinierendes Leben in Worpswede und am Mittelmeer.
2. Die BILDERWELT der Malerin LISEL OPPEL

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******100 Jahre nach ihrem Geburtstag wieder-entdeckt – *****
erstmals in einer Gesamt-Übersicht gewürdigt und “gesehen”.

Zwei Bücher, genauer: KUNSTBÜCHER! bislang die ersten und einzigen über das Leben und die Arbeiten von Lisel Oppel seit kurzem auf dem deutschen Markt.
Es sind zwei Bände: Band I die Biographie – Band II über die Bilderwelten der Malerin. Auch von Text begleitet. Jeder Band in sich eine geschlossene Arbeit, so gehören sie doch untrennbar zusammen. Denn Band II über die BILDERWELTEN der Malerin – ergänzt dein Kennenlernen dieser Künstlerin, geboren 1897 – die zwischen Welten und Zeiten lebte, als Frauen als Malerinnen eigentlich keinen “Ruf” hatten. Eine schier hermetisch geschlossene männliche Welt -.

Und wie hat sie es geschafft, zu reisen – Italien, Spanien, Marokko – sogar Ägypten ? Sie soll zeit ihres Lebens am Rande der Armut gelebt haben. Diesen Lebensspuren ist die Autorin Christine Krause nachgegangen. Es sind Arbeiten, die sich über Jahre hinwegzogen. Allen fast 400 Fußnoten im Ersten Band, der sich der Biographie Lisel Oppels widmet.

Einmal diese Bücher in der Hand, einmal in sie eingetaucht – Du wirst nie wieder Dich davon trennen können! Sie sind wie eine Dosis, die du brauchst! eines Vitamins, das du brauchst, um dich glücklich, geerdet und, ja – gehalten in einem neuen SEIN des Lebens zu frühlen!

Diese Fülle von Farben, Formen, Momenten, Atmosphären – von Licht….. von Welten – der Kahn am Ufer der Hamme, wie hingezaubert zwischen Gräsern, Himmel und Wasser –

ob die Portraits von Kindern in Worpswede – als seien sie gerade atemlos vom Spielen vor Oppels Staffelei gelaufen, wie von ungefähr, so intensiv der Ausdruck, dass du sie nie wieder vergisst, sie sofort in ihr Herz schließt – nicht genug “sehen” kannst, wohl eher achtlos damals “Sie malt so schöne Kinderbilder! So schöne Blumen!”

Und ob es die winterlichen Schlittenfahrten am Weyersberg in Worpswede sind – du hörst sofort das Lachen und Jauchzen, du ahnst die Wärme in den Bauernhäusern im Hintergrund…. wenn die Kinder heimkehren werden, verschwitzt, erhitzt und hungrig vom Schlittenfahren –

Eines der Verdienste der Autorin, die Bücher sind optisch ansprechend gegliedert, großzügig vom Verlag gestaltet – So findest du mit einem Blick in die Gliederung, wann die Künstlerin und wo die Künstlerin ihre Werke gemalt hat.

Dieser Kontrast – zwischen Worpswede und Italien. Es ist ein und dieselbe Malerin – und es gelingt ihr, es erscheint mühelos – den Betrachter mitzunehmen in diese so andere Welt, des südlichen Lebens- und auch der Farben.
Die Weichheit des Lichts – die Lebendigkeit eines Marktes in Marokko – du kannst nicht aufhören, die Malerei dieser Künstlerin nachgerade wie eine Süchtige in dich aufzusaugen.

Auch wenn Stilrichtungen in der Malerei jeweils bestimmten Zeit-Epochen untergeordnet werden, sind, für mich persönlich ist diese Malerin eine ganz große Malerin des IMPRESSIONISMUS – es gab ja angeblich keinen deutschen Impressionismus – kreieren wir ihn! Mit LISEL OPPEL posthum als seine Erfinderin, Begründerin !

17:25 / Puerto de la Cruz –
Nur eine einzige Text-Treppen tiefer – könnt ihr jenen ersten Entwurf lesen, der mehr ins Zeitgenössische eintaucht, in das Leben damals, der LISEL OPPEL – die das Gefühl hatte, geboren, vergessen wir es nicht! 1897, ihre Profession wäre wohl nicht das, was ihre Eltern von ihr erwartet hätten. Leider gilt das auch noch für das Heute. Die Tochter, eine freie Malerin? Insofern sind CHRISTINE KRAUSES Arbeiten auch politisch, hochaktuell, so wie sie auch auf die Zeitphase des Nationalsozialismus eingeht, da selbst Worpswede sich braun färbte. Aber Lisel Oppel ließ sich nicht vereinnahmen…Und dann kehrte sie aus ihrer zweiten Heimat Italien mit einem kleinen Sohn zurück, Claudio. Für ihre Worpsweder Freunde war das in Ordnung. Die Familie – war nicht wirklich begeistert. LISEL OPPEL ist ein Vorbild, ich würde so weit gehen zu sagen – zeitlos, Beispiel für eine Künsterlin, die sich weder von einem diktatorischen Verbrechersystem wie dem Nationalsozialismus einfangen oder unterkriegen ließ, und erst recht nicht von jenen heute kaum noch vorstellbaren gesellschaftlichen Zwängen – mit einem “unehelichen Kind” sozusagen nach hause zu kommen.

Eure MARI S.

Die Daten:

CHRISTINE KRAUSE

Die Malerin LISEL OPPEL
Ein faszinierendes Leben
in Worpswede und am Mittelmeer

Kellner Verlag Bremen/Boston

und

CHRISTINE KRAUSE

Die Bilderwelt der Malerin
LISEL OPPEL

Kellner Verlag Bremen/Boston

Lisel Oppel: 1897- 1960 – . Eine Malerin, atemberaubend, zu Lebzeiten unterschätzt – neu entdeckt.

Kennt Ihr das? Ihr haltet ein Buch in der Hand, und schlag es auf – und – eine Woge von überwältigendem Glück durchströmt Euch?
Genau das ist mit mir geschehen, als ich die beiden Bände in den Händen hielt und aufklappte, die Biographie von Lisel Oppel, mit Bildern selbstredend auch – und denn zweiten Band des Kunstbuchs – mit den Bilderwelten der Lisel Oppel. Auch angereichtert mit biographischen Texten. Beide Bücher sind in sich perfekte Werke. Aber beide gemeinsam bilden das große Ensemble der Wiederentdeckung der Malerin Lisel Oppel, realisiert durch jahrelange und minutiöse Rercherche-Arbeiten der früheren Radio Bremen Journalistin und Redakteurin, als auch Moderatorin Christine Krause, einst Kunsthistorik studiert.
Lisel Oppel – ein Freigeist in einer Zeit, da Frauen eher weniger zu sagen hatten und an Herd und Heim gekettet waren, per Tradition. Und als Künstlerin, vor allem, weil eben weiblich – ohne connections, so würde man heute sagen, eigentlich buchstäblich starting from zero.
Stürzt Du Dich aber in ihre Bilder – der Bremer KELLNER-VERLAG hat sich mit schier unnachahmlicher Liebe der Aufgabe gestellt, und sie gemeistert, Lisel Oppels Malerei, ihre Malkunst, ihre Leidenschaft, ihre Farbkraft, ihre ungeheures – leider so unterschätztes Können und Talent, in fantastichster Weise auch optisch wiederzugeben, verlierst du die Welt um Dich herum, bist schier atemlos – so beeindruckt – von dieser Malerei – die eigentlich in den Museen der Welt hängen sollte – sie wird mehr und mehr „erkannt“ – aber in ihrem Lebensort Worpswede, Lisel Oppel ist im benachbarten Bremen geboren, arbeitet die junge begnadete Malerin, nach vergleichsweiser kurzer Ausbildung – „gegen Kost und Logis“ –heißt, letztlich ohne Bezahlung, um als Malerin zu überleben. Da so viele ihrer Bilder in Privatbesitz, wie Christine Krause recherchierte, wurde auch deutlich, dass Lisel Oppel oft mit ihren Bildern bezahlte, statt mit klingender Münze. Jedenfalls in langen Anfangsjahren.
Alles, wirklich alles, rührt mich an, rührt mich auf, berührt meine Seele, weil diese Malerin offenbar alles kann, und es wirkt wie mit leichter Hand und brennendem Herzen auf die Leinwand gebannt: Erwachsene Menschen, zarte Kindergesichter, Sommerlandschaften in Worpswede, flammende Blumen-Stillleben, Boote an der Hamme und Wümme. Szenen von Winter, schlittenfahrende Kinder am Worpsweder Weyerberg oder vor den typischen Bauernhäuser der Region. Sie fängt Leben ein, und Atmosphären, die mich immer wieder an die französischen Impressonisten denken lassen – die keine Vergleiche scheuen müssen, mit Namen, die in der Kunstwelt griffbereit, unbezahlbar heute – und sie – die höchst Talentierte, lebt ihr gesamtes Leben lang am Rande der Armut. Aber es scheint ihr nichts auszumachen, wenn man der Biograpie folgt. Ihre Leidenschaft für die Malerei schafft ihr so viele Freunde, Kontakte. Und wie sie es schafft in jenen Zeiten auch in Italien zu leben und zu malen, und sogar in Marokko – sie liebt auch Spanien, und soll sogar in Ägypten gewesen sein-
Jedes ihrer Bilder fängt die jeweilige Landschaft, das Leben, das Licht in den den anderen lichtvollen Ländern ein – ja, Lisel Oppel, wenngleich in Worpswede zuhause, auch im Haus im Schluh, bei den Vogelers ein-und-ausgehend, schafft es, wie genau, ist wohl nicht mehr wirklich zu recherchieren, trotz meist „ohne Geld“ – ihre Sehnsucht nach fernen Ländern, sie will etwas Großes machen, nicht nur auf einen Ort begrenzt sein – es gelingt ihr. Sie kann auch sheute noch ein Vorbild sein, ist es, für Nonkonformismus, für einen unbezwingbaren Freiheitswillen, der die wahre, echte Künsterlin ausmacht. Der nichts an materiellen Werten liegt, sondern, dass sie es schafft, ihr Handwerkzeug zusammenzukriegen, Farben, Leinwand und was sie zum Malen braucht, zu organisieren.
Selbst im Zweiten Weltkrieg. Der auch vor Worpswede nicht halt macht. Und viele Gemüter braun färbt.
Lisel Oppel schaffte es, kein Mitglied der Reichskunstkammer zu werden. Konnte so auch nicht ausgeschlossen werden. Vielleicht war sie gerade in Italien oder sonstwo in der Welt unterwegs, sie hatte Tanten in der Schweiz, ebenfalls Künstlerinnen, bei denen sie auf ihren Reisen in den Sehnsuchtsort Italien jeweils einkehrte.
Als sie mit ihrem Sohn Claudio aus Italien nach Worpswede zurückkehrt, der junge italienische Vater des Sohns hat sich als Vater verleugnen lassen, (erst viel später in seinem Leben macht Claudio seinen Vater ausfindig, besuchte ihn und seine Halbgeschwister ) – ist es wieder ihre Improvisationskunst gegenüber des Lebens, den Sohn großzuziehen, ihn bei Freunden und Bekannten unterzubringen, wenn sie malen geht. Lisel Oppel liebt es, im Freien zu malen. Die Kate, die sie bewohnt, bietet auch keinen Platz für ein Atelier im konventionellen Sinn.
1997 wäre ein guter Anlass gewesen, die große Malerin in ihrem Lebensort Worpswede zu ehren.
„Wenn auch in Worpswede keine Ausstellung zu Oppels hundertsten Geburtstag stattfindet“ –
So schreibt Christine Krause,
„so wird dort wenigstens ein Weg oberhalb der Weyerberghütte nach ihr benannt, als ‚Geburtstagsgeschenk an die Künstlerin‘.
Die Autorin notiert ferner:
„Aufgrund der Geldnot der Gemeinde hatten das Ehepaar Schröder vom Kaffeehaus Niedersachsen und die Stiftung Worpswede (die dafür ihrerseits eine Spende bekommen hatte), die Kosten übernommen.“
Ein Foto zeigt, – wie Claudio, der Sohn von LISEL OPPEL, den Vorsitzenden der Stiftung Worpswede, Dr. Hans Ganten, stützt, der am Pfahl hochgeklettert ist , um das Schild mit dem Lisel Oppels Namen zu enthüllen.
„Es ist schon erstaunlich, dass sich in Worpswede niemand fand, der den 100. Geburtstag LISEL OPPELS zum Anlaß nahm, wenigstens Teile ihres in vielen ständigen Ausstellungen vertretenen Werks zu einer Schau zusammenzufassen“ – moniert der WESERKURIER .
Erst 2005 soll es zur ersten großen Retrospektive in der Großen Kunstschau in Worpswede kommen.
Unter dem Titel:
„Lisel Oppel – Leben und Werk im Spannungsfeld zwischen Worpswede und dem Süden“
Ein Höhepunkt der öffentlich Anerkennung dieses Künsterlinnenlebens, so schreibt Christine Krause, findet 2008 statt, als der Sohn den Nachlass seiner Mutter der Worpsweder Stiftung Museum Barkenhoff vermacht.
Claudio Oppel begründet seine Entscheidung damit, dass er glaube, dem Andenken seiner Mutter so besser zu dienen: Denn wenn man die Bilder verkaufe, verliere man sie aus den Augen.
Es war wohl ein geäußerter Stoßseufzer von Claudo Oppel im Rahmen dieser späten Würdigung seiner Mutter als Künstlerin:
„Leider gibt es keine Biographie. Das wäre mein größter Wunsch!“
Christine Krause hat als Rechercheurin und Autorin diesen Wunsch erfüllt.
Sie hat der Malerin ein Denkmal gesetzt.
Und der Nachwelt damit zugleich ein zeitloses Meisterwerk geschenkt.
Eine einzigartige Symbiose zwischen literarisch anmutender Biographie, zeitgenössischen Zeitbildern, und wissenschaftlicher Arbeit!

Eine Kurzimpression von MARI S. /Puerto de la Cruz/ Teneriffa

femKultur – Die wundersame Wiederentdeckung der Malerin LISEL OPPEL durch 2 neue Bücher

Hallo und Willkomen – !
Es ist 17 Uhr 22 auf Teneriffa, wo FEMINISSIMA.de jetzt lebt…. und wenn Du zum ersten Mal auf dieser Site bist – dies ist eine live-text-Site, also eine Echtzeit-Seite, wie Twitter, Facebook und LiNKEDIN…you know…das bedeutet auch, dass die Site und ihre Inhalte – der Text, Korrekturen …ja, das ändert sich dann auch beim Schreiben direkt – früher – www.FEMINISSIMA.de gibt es seit Juli 2002 – machten wir gerne Witzchen über die Tippfehler – “Abteilung AUS&TIPPEX gerade ausgebucht…ja, wir sind etwas ernster geworden…aber – keine Angst – es wird nicht langweilig, trocken oder bürokratisch – das bestimmt nicht…

Hold on, es geht bald weiter…TIME- CHECK: 17:27 pm, Teneriffa. Ja, hier am Rande Europas leben wir in einer anderen ZEITZONE…und ohne auch hier noch dieses Jahr “Sommerzeit” – wäre und ist es in realiter erst 16:28 Uhr- und da sich die Natur nicht täuschen lässt – kannst du an der Sonne allein schon feststellen, dass es noch der pralle Nachmittag ist, gerade –

Seit Tagen, nein, seit Wochen, trage ich diese Bücher mit mir herum.
Worte möchten sich drauf stürzen, mit der Begeisterung junger Hunde.
Die Gefahr lauert: Mit den ungestümen Worten die Intensität des Gefühls zu zerbrechen. Die diese beiden Bücher von Christine Krause, Bremen, früher bei Radio Bremen, Kulturhistorikerin, in mir entfacht haben. Dies vorab. Und gleich hinzu – diese so selten gewordene Liebe der Herstellung dieser Bücher der Kunst, Kunstbücher, im liebevollsten Sinn des Wortes “liebevoll” verlegt. Vom KELLNER-VERLAG in Bremen.

Bleibt dran. Es ist spät geworden. Morgen geht es weiter.

Der erste Dezember …der letzte Monat

Das Jahr war kurz. Für einige zu kurz. Sie werden das Ende dieses Jahres nicht mehr erleben. Sie sind als Leichen, anonym gewordene Körper, in denen vielleicht mal ein Lachen lebte, und Liebe, mit Glück, und Träume, große, aussichtslose. Sie werden an ein Ufer geschwemmt, sie werden als eine Statistik geführt. Am Ende eines Jahres, wenn die Lebenden und die Überlebenden eine Bilanz ziehen, die Bilanz jener, die mit dafür verantwortlich sind, dass jene anderen, die wir dann als Statistik kennenlernen, nicht mehr er-LEBEN dürfen, eine Bilanz, in der dann kurz vor den willigen Fernsehkameras die Lider gesenkt werden, die Stimme, gut trainiert – für einen souveränen Moment lang schweigt, vielleicht aus Versehen stockt, denn natürlich wird die Bilanz gut ausfallen. Es war doch ein gutes Jahr, nicht wahr? In dem, so wird behauptet, man “gut und gerne” lebe…

Im schillernden FREITAG – ja, grüß Gott! schon wieder Freitag!

Es ist Freitag. Ja. Schon wieder. Anscheinend gibt es meistens einen Freitag – oder mehrere in einer Woche. Es wirkt so. Endzeitig. Wochenendzeitig. Wenn sie das schon am Montag sagen – Bald ist ja wieder Freitag, und damit Wochenende – und dann erst am Mittwoch! Jetzt nur noch 2 Tage bis zum Freitag. Und dann schon wieder Wochenende!Heute ist Freitag. Fast hast du es vergessen! Wäre da nicht die online-Erinnerung – save the date – Heute ist Freitag. Und ws es da nicht alles gibt. Vor allem die WOCHENSHOW des ZDF – dafür lohnt Aufbleiben.
Die Samstage fallen ab. Die haben sich zu UltimatenTagen umgezogen. Die tragen Schlips und Kragen und gerne in Schwarz. Und der Sonntag erst. Viel essen und abends das große Gähnen – Anne Will, forever.

Bis bald – mal sehn…was noch so – mit dem Freitag, und alle freuen sich ja schon auf den den Halloween-Freitag – oder – ist das gar keine Freitag, an Halloween?

“Ich bin so hungrig!” ruft Gwendolyn –

ja, klar – es ist ihre Zeit! Mitten in der Nacht. Teneriffa-Nacht. Woanders ja andere Zeit(en) – ob Uhrzeit or whatever. Hier auf jeden Fall 3 Uhr …ziemlich früh, ruft Marenga, die Oberchefin und öffnet die Kühlschranktür. Immer mit der Befürchtung, irgendein Käfer – es scheint der Haus-Käfer zu sein – starrt sie an. Aber nein, der Kühlschrank wäre ja zu kalt. Wir leben ja in höheren Temperaturen, dauerhaft – so und so. Und das Haus existierte bereits längst vor unserem Einzug. Die Käfer – nein, es sind keine Kakerlaken, aber sie sind auch nicht das, was du dir als Haustiere aussuchen würdest – tauchen gerne nachts – dieser eine Käfer – andere hatten wir schon entsorgt – weit nach draußen – oder auch vor Schreck die Schuhsohle drauf – jedenfalls – Gwendolyn packt nun auch die gekochten Kartoffeln und ALLES in den Kühlschrank. Es ist schließlich Süden, irgendwie. “Hat sonst noch jemand Hunger?” fragt Gwendolyn, die Nachtköchin. Klar, immer. Chrissy, die dauer-unterbezahlte, weil nicht-bezahlte Dauer-Praktikantin – naja – warum nicht, wenn nun noch jemand die Herdplatten anwirft. Der Luxus überhaupt. In Deutschland ist das ja anders. Dort regiert die Regierung des Prekären. Dem snd die Ladies, also wir – entflohen. Na, nicht jetzt, mosert Marenga, “nicht doch auch noch mitten in der Nacht!”
“Da liegt noch was im Tiefkühlfach!” frohlockt Gwendolyn, aber auch: – “Die Kartoffeln sollten ja nicht im Kühlschrank erfrieren, ich könnte sie kleinschneiden und in die Pfanne?”
” Nur, wenn auch Ketchup!” ruft Chrissy – ja, warum nicht. Hauptsache, oh ja – da ist ja noch – wir sind fast oder nie einstimmig – inzwischen – lange eher – schwer auf vegetarisch, klingt fundamentalistisch, aber wir doch nicht! und Chrissy zündet sich aufreizend ne Kippe bei geöffneter Patio-Tür an –
Moment mal – Marenga zieht ihre bekannten Augenbrauen hoch:
“Wir haben ja noch gar nicht…!”
Nein,kein Erdogan jetzt, bitte nicht! Und auch kein Kate-und-William, die Ärmsten, die in Germany wie im Dauer-Game programmiert waren –

Es brutzelt aus der Küche. Gwendolyn macht einfach. Wenigstens jemand macht was..!

“Und ich muss am Tag wieder die Tippfehler aufkehren!” brummt Chrissy, aber jeder weiß ja, sie meint es nicht so.

“Los jetzt!” ruft Gwendolyn, die wunderbarste aller Nachtköchinnen – und wie das zischt, aus der Küche – !
Okay-okay – wo ist das Ketchup?

Tenerife – 03:25 – draußen irgendwie windig-stürmisch…hört sich besser an als jaulende Hunde, die man nachts auf der Terasse allein schlafen lässt, was Canarios offenbar gerne tun. Komisch. Wir beruhigen sie oft mit ..”musch-musch-musch… mi amor…gutes Hundi”
und so.
Aber nicht mal einem Hund würde man den Namen ErDOgan geben!